Auch ich habe die Phishing-Mail kürzlich erhalten.
Da sie, so wie ca. 95% derartiger Post, automatisch im Spam-Ordner landete und zudem als Phishing-Versuch gekennzeichnet wurde, habe ich der Mail an sich kaum Beachtung geschenkt - auch wenn mich die persönliche Anrede natürlich etwas stutzig gemacht hat.
Aber was soll's, die Mails nerven zwar manchmal, ein konkreter Schaden tritt ja aber erst ein, wenn man als Empfänger auf solche Versuche hereinfällt. Und da ich mit dieser Sorte von Post umzugehen weiß, tangiert mich der reine Empfang nicht mehr wirklich.
So weit, so gut.
Eine Entschuldigungs-Mail, die hinsichtlich des Datendiebstahls lediglich von "unsere[r] Webseite" spricht und als Hilfestellung u.a. Weblinks zu Phishing-Warnungen und Informationen zu Schutzmaßnahmen anbietet, bringt mir daher reichlich wenig.
Wie bereits oben angedeutet:
Ich weiß, wie ich mit meinen (oder mir anvertrauten, fremden) Daten in meinem Verantwortungsbereich umzugehen habe, da benötige ich persönlich glücklicherweise keine Belehrungen.
Dass man bei Datendiebstahl im digitalen Bereich nicht oder nur sehr schwer feststellen kann, was in fremde Hände gelangt ist, da ja an der Datenquelle i.d.R. nichts "fehlt", leuchtet wohl jedem Betroffenen ein.
Allerdings dürfte es wohl ein Leichtes sein, öffentlich zu kommunizieren, welche (Kunden-)Daten sich in der gehackten Datenbank, die hinter der angegriffenen Website steht, befinden und auf die die Täter folglich (theoretisch) Zugriff hatten oder immer noch haben.
Daher auch von mir ein deutlicher Aufruf an Logitel, zu den bereits mehrfach gestellten, wichtigen Fragen endlich Rede und Antwort zu stehen!
Ehrlich gesagt, auch mich beunruhigt das Gefühl, nicht zu wissen, was genau von meiner Person in fremde Hände gelangt sein könnte!
Ich z.B. habe die für die Vertragsabschlüsse benötigten, sensiblen Daten (PA-/EC-Kopie) Logitel stets analog per Post zukommen lassen, da mir bereits der Übermittlungsweg via eMail zu unsicher war (Stichwort eMail-Verschlüsselung usw.) und es nicht nur um meine Daten, sondern auch um Daten aus dem Kreise der Familie ging.
So, ob nun meine altmodische Übertragungsweg wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, kann ich letzlich nicht beurteilen, vor allem dann nicht, wenn ich auf die EDV beim Empfänger keinen Einfluss habe.
Zumindest war mein Vertrauen gegeben, dass sich ein Händler dieser Größenordnung der Verantwortung, derart sensible Daten entsprechend adäquat zu behandeln, bewusst ist. Und dazu gehört m.E. z.B. auch, dass solche Daten (exakt aufgrund derartiger Vorfälle) keinesfalls online zur Verfügung stehen dürften - auch wenn ständig und überall die sog. "Cloud" als Allheilmittel angepriesen wird (ich kann's schon lang nicht mehr hören).
Also - damit Logitel die Suche erspart bleibt, hier die wichtigsten Anfragen in Kürze:
Zitat
Original geschrieben von Mckick am 16.11.2012 um 09:57 Uhr
[...]
Ich erwarte schnellstmöglich Antworten auf meine Fragen:
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Über welche Daten reden wir hier? In meinem Kundenbereich sehe ich Name, Anschrift, Email-Adresse, meine Handynummer, meine Verträge.
Also keine Bankverbindungen, Legitimationsdaten. Kann ich davon ausgehen, dass es nur die Daten aus meinem Kundenbereich betrifft?
[...]
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Zitat
Original geschrieben von millenium3000 am 16.11.2012 um 11:25 Uhr
[...]
Was wirklich interessiert:
Welche Daten sind in der Datenbank gespeichert und zugänglich gewesen?
Nur Name und eMail-Adresse?
Oder wurden auch Adressdaten, Tel.Nrn. oder gar die Legitimationsdaten erbeutet?
Da würde ich gerne wissen, ob die zugesandten Kopien generell archiviert werden. Werden Personalausweisdaten und Bankdaten auch in die Datenbank eingegeben? Oder gar als Bild/PDF dort an den Datensatz gehängt? Oder wird nur zur Legitimation einmal draufgeschaut, ob die Daten im Antrag auch korrekt sind?
Wichtig ist, dass wenn auch nur der geringste Verdacht besteht, dass auch Leg.Daten erbeutet wird, muss dies zwingend an alle kommuniziert werden. Eigentlich muss der gesamte Vorgang allen Kunden gemeldet werden.
Zu diesem Zwecke möchte ich (zur Not auch von anderen Händlern) wissen: Wie wird mit den Ausweis- und EC_Karten-Kopien nach der Bestellung verfahren?
Eine definitive Aussage von Logitel dazu wäre dringend nötig!
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Zitat
Original geschrieben von qad am 16.11.2012 um 16:46 Uhr
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Frage:
Welche Daten waren ebenfalls zusammen mit Emailadresse, Vorname & Nachname gespeichert?
Waren Bankdaten in derselben Tabelle oder derselben Datenbank gespeichert?
Waren Ausweiskopien in derselben Datenbank gespeichert?
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Zitat
Original geschrieben von rudedy am 16.11.2012 um 22:51 Uhr
Also bei mir steht in der Schufa nun ein Eplus Vertrag drin, der am 15.11.2012 abgeschlossen wurde.
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Ich will jetzt wissen, welche Dateien Logitel entwendet worden sind!! Das kann ja wohl nicht sein, dass man solche sensiblen Daten verliert!!
Name und Email kann ich ja verstehen. Aber bei Ausweis, Kontonummer, Geburtsdatum wirds zuviel!!
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Ich will jetzt einfach wissen, welche Daten geklaut wurden!
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