Beiträge von beugelbuddel

    Oh,
    jetzt geht es weiter...


    "Wer an der Situation die Schuld trägt, darüber gehen die Meinungen im Netz weit auseinander. Fahrradrowdy oder Auto-Zicke? Und wieso ist da überhaupt einer mit einer Videokamera am Fahrrad unterwegs?


    Um die Situation aufzuklären, hat sich der Fahrradfahrer jetzt bei abendblatt.de gemeldet. Seinen richtigen Namen möchte er lieber nicht sagen. Die Beschimpfungen im Internet der vergangenen Tage haben Thomas — so nennen wir ihn — gereicht. Die anderen Fahrrad-Videos, die er auf YouTube hochgeladen hat, hat er vorsichtshalber jetzt aus dem Netz genommen. So hatte er sich das ganz nicht vorgestellt.


    Im März hat sich der Anfang 30 Jahre alte Hamburger dazu entschlossen, eine Kamera an seinen Fahrradlenker zu montieren. Damit will er den Alltagskampf auf Hamburgs Straßen dokumentieren. 16 Kilometer legt er jeden Tag zurück — das reicht offenbar für jede Menge Stoff. Besonders brenzlige Situationen lud er auf YouTube hoch. "Ich wollte mit meinen Videos deutlich machen, wie man sich im Straßenverkehr besser verhalten sollte", sagt er. Als Mahnung.


    Aus seiner Sicht ist es so: "Die Anzahl der Vorfälle, bei denen Verkehrsteilnehmer aller Art aneinandergeraten, ist zwar nicht höher geworden. Aber wenn sie aneinandergeraten, eskaliert die Situation schneller." Woran liegt das? "Jeder beharrt auf seinem Recht und denkt nur daran, dass er es eilig hat. Dazu kommen Stammtischmeinungen, die dann ihr übriges dazu tun." Als Beispiel nennt er die Frage, ob man Fahrradwege eigentlich benutzen soll, kann, darf oder muss. "Die meisten gehen fälschlicherweise davon aus, dass Fahrradfahrer die Radwege benutzen müssen und regen sich dann auf, wenn ich auf der Straße fahre. "


    Hier kann der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) für Klarheit sorgen: "Radfahrer müssen grundsätzlich die Fahrbahn benutzen. Diese Vorschrift der Straßenverkehrsordnung hat das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 18. November 2010 bestätigt. Bereits seit dem 1. Oktober 1998 dürfen Radfahrer auf der Fahrbahn fahren", so ein Sprecher. Die Radwegebenutzungspflicht sei eine absolute Ausnahmeregelung, die durch eine besondere Gefährdung der Radfahrer begründet werden müsste. An diesen Stellen könnte die Straßenverkehrsvehörde dann ein blaues Radwegeschild aufstellen. Laut ADFC ist das Problem, dass die Polizei den Gefährdungsnachweis nicht liefere. "Die Schilder sind dementsprechend rechtswidrig."


    Seit einigen Jahren versucht der Senat, mit verschiedenen Maßnahmen gegenzusteuern. Mit Radwegebegradigungen, übersichtlicherer Beschilderung und immer mehr Radwegen auf der Fahrbahn. Nach Thomas' Ansicht seien diese immer "gut gemeint", aber nicht immer zielführend. Etwa, wenn Radwege auf die Straße gezogen werden, an der auch seitlich Autos parken. Um nicht zu riskieren, gegen eine unachtsam geöffnete Tür zu fahren — im Biker-Slang: "gedoort zu werden" — muss man Abstand halten. Und das provoziere eben Streit mit Autofahrern. So, wie es sich wahrscheinlich auch in dem Video zugetragen hat.


    Der aktuellste Kommentar auf Facebook fasst es ganz gut zusammen: "Es gibt auf beiden Seiten jede Menge Vollidioten (Autofahrer wie Radfahrer). Man kann alles auch im Klein-Klein zerreden. Und diese Diskussion zeigt ja, dass einem die Rechtsauslegung wichtiger ist, als die Toleranz und mal zu sagen: Ok, dumm gelaufen, passiert ist nichts, tut mir leid, nächstes Mal gebe ich mehr Obacht."


    Quelle: abendblatt

    Zitat

    Original geschrieben von HHFD
    Wer nach Sehen dieses Videos sagt, eine Kamera im Auto wäre unnötig, der soll halt ohne Fahren und dann auch aufgrund der Betriebsgefahr im Falle eines Unfalles u. U. zu 100% haften. Mit Kamera hätte man hier aber gute Chancen auf wenigstens 2/3 oder gar 100% Schuld des Fahrradfahrers, falls er dem Audi oder mir unter die Räder gekommen wäre.


    Gruß


    HHFD


    Ich komme mir vor wie in Russland? Dort haben sehr viele Autofahrer u.a. aus diesem Grund Kameras eingebaut.


    Solche Großstadtcowboys kenne ich auch. Das macht mich auch sprachlos? :mad:
    So nach dem Motto: "Der Andere wird schon aufpassen..." Sieht man allerdings auch bei Fußgängern, Autofahrern, etc. häufiger in der Großstadt. :flop:


    Zurück zum eigentlichen Thema. Ich bin kein Rennradfahrer aber fahre auch oft innerorts auf der Strasse. Vielfach ist es einfach sicherer. Fahre aber auch schon schnell und mache dies NICHT um Autofahrer zu maßregeln. Kann es schon sehr gut einschätzen welche Strecken ich einfach besser auf der Strasse fahren sollte.
    Fährt man z.Bsp. auf einem Radweg welcher unentwegt durch Einfahrten, Fußgänger, parkende Autos, Slalom fahren wegen Hindernissen, etc. blockiert ist, so fahre ich selbstverständlich auf der Strasse.

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Beschimpfungen wären ja schon schlimm genug, aber warum einerseits Morddrohungen nicht Anlass für eine Anzeige sind, weil man dann ja jährlich in einen Gerichtssaal zu gehen hätte,


    Es ist einfach so. Soll ich ohne RV dies angehen? Ohne Zeugen? Es gab weit und breit kein Haus...


    Gesternabend wurde mir mal wieder flott von einem halbstarken Autofahrer die Vorfahrt genommen. Wäre ich nicht achtsam gewesen, so könnte ich heute vlt. nicht diese Zeilen tippen. Soll ich den auch anzeigen? Eine Morddrohung und ein Vorfahrtsverstoß ist sicherlich nicht gleich zu setzen aber wenn ich es 100% durchziehen würde, dann würde ich wirklich ständig Anzeigen anfertigen - und dies meinte ich damit!


    Zitat


    Auf die Autofahrer als penetrante Oberlehrer verweisen und im nächsten Satz auf die Radwegnichtbenutzungspflicht verweisen


    Bevor hier Jemand Halbwahrheiten ist es immer besser, daß man sich vorher informiert. Dies hat nichts mit Oberlehrer zu tun.
    Hinterfrage Dich auch mal, was Deine vorzugsweise in der Nacht geschriebenen ellenlange Postings so enthalten?! Könnte man auch als "Oberlehrer" und herablassend bezeichnen.



    Zitat


    Man muss sich als unkundiger Radfahrer ja auch nicht für Lenkzeiten, Achslasten, Prüfvorschriften, Führerscheinklassen, Zuladungen, Parkregeln oder sonstig autospezifisches interessieren. Und wenn ein erheblicher Teil die Ausnahmen von der Radwegbenutzungspflicht nicht kennt, wem will man das vorwerfen?


    Unsinn,
    der Vergleich passt nicht.
    Wenn ein Autofahrer meint mich von der Strasse zu hupen, dann sollte sich der Autofahrer zumindest auskennen. Falls er dies nicht ist, so tut er mir Leid.
    Ich weise auch keinen LKW-Fahrer auf die Lenkzeiten oder Achslasten hin...


    Zitat


    Gerade als Radfahrer auf nicht ganz leeren Straßen muss man im Zweifelsfall ja selbst für seine passive Sicherheit sorgen. Restseitenstreifen/"Radwege" neben parkenden Fahrzeugen sind keine, schon wegen des generellen Abstandsgebotes, von der Möglichkeit - und Realität - aufschwingender Fahrzeugtüren ganz zu schweigen. Neben Verkehrsinseln ausweichende Hauptfahrbahnen und dort dann verschmälerte Seitenstreifen sind auch für die Katz. Schon bei Normalbreite wird man oft deutlich unterhalb des Abstandsgebotes überholt und manch ein Autofahrer fährt lieber mit dem rechten Rad auf der und über die rechte Fahrbahnmarkierung, um sich vom suspekten, aber gleichermaßen schwerfälligen, aber ebenfalls schnellen Gegenverkehr fernzuhalten. Ist doch klar, daß man da als Radfahrer eine Verschmälerung zum Anlass nimmt, gleichzeitig für den eigenen Abstand nach rechts und den des überholwilligen Verkehrs zu einem selbst zu sorgen - natürlich ausschließlich nach entsprechendem Schulterblick nach hinten. Gilt natürlich auch bei Baustellenverengungen, wenn die zudem verschmälerte Hauptfahrbahn in den Seitenstreifen verschwenkt wird. Die allerallermeisten, anderen Verkehrsteilnehmer akzeptieren und verstehen das intuitiv. Naja, und die anderen würde im Zweifelsfall auch irgendetwas anderes während ihrer Fahrt zum Anlass nehmen, um sich selbst den Tag zu verderben und ihre Cholerikerpersönlichkeit weiterzufüttern.


    Oberlehrer?;)



    Zitat


    Aber was rede ich mir den Mund fusselig.


    DAS frage ich mich auch? ;)