Media- & Musikplayer:
Wie immer an dieser Stellte möchte ich mit dem Video-Player beginnen. Dieser spielt wieder die gängigen Formate ab (siehe SGS II - hier hat sich nicht viel verändert). Eine Neuigkeit bekommt der Nutzer aber bereits kurz nach dem Öffnen der Video-Übersicht zu sehen: Die Videos verfügen jetzt nicht mehr „nur“ über ein Vorschaubild, sondern über ein animiertes Vorschauvideo im Miniaturformat. Nach der Auswahl des gewünschten Videos beginnt die Wiedergabe wie üblich im Hochformat – dies lässt sich durch Kippen des Geräts aber auch ins Querformat abändern. Dann kann das SGS III seinen HD-Bildschirm auch vollends ausspielen: Videos sehen darauf einfach erstklassig aus. Die Helligkeit des Bildschirms lässt sich unabhängig von der gewählten Einstellung im System individuell festlegen.
Tippt der Nutzer während der Wiedergabe einmal auf das Display, erscheint die allseits bekannte Navigations-Leiste oben und unten auf dem Bildschirm. Oben werden neben Titel, Akkustatus, Uhrzeit und Lautstärkebutton keine nennenswerten Objekte dargestellt. Unten hingegen erscheinen die Steuerungstasten für den Videoplayer (Zurück, Pause/Start, Vorwärts). Darüber läuft die bekannte Zeitleiste durch die es dem Anwender ausserdem auch erlaubt, innerhalb eines Videos zu scrollen. Links von den Steuerungselementen kann das Bildformat eingestellt werden – rechts befindet sich die nächste Neuerung: Mit einem Druck auf diesen Button verkleinert sich der Wiedergabebildschirm auf Widget-Größe und kann so im Handy-Betrieb weiterhin genutzt werden. Das bedeutet, ihr könnt im Internet surfen, auf Facebook chatten oder auch einfach nur in den Tiefen des Menüs stöbern, ohne auf euer Lieblingsvideo verzichten zu müssen. Eine sehr coole Funktion meiner Meinung nach. Diese Funktion haben wir sicherlich auch dem Prozessor des SGS III zu verdanken.
Über die linke Sensortaste hingegen können noch weitere Einstellungen aufgerufen werden:
- - Nach Geräten in der Nähe suchen
- - Senden via
- - Kapitel-Vorschau
- - Zuschneiden
- - Über Bluetooth wiedergeben
- - Video-Auto aus festlegen
- - Details
- - Videohelligkeit (Stufe 1 – 10 und „Automatisch“)
- - Automatisch nächste Datei abspielen: Ein / Aus
- - Wiedergabegeschwindigkeit: -0,5x - +1,5x
- - SoundAlive
- - Untertitel: Ein / Aus
- - Farbton: Normal, warm, kalt
- - Sichtbarkeit im Freien: Ein / Aus
Das war’s dann auch „schon“ an Einstellungsmöglichkeiten. Abschließend noch zur Wiedergabequalität: Wie oben schon erwähnt bringt das riesige, hochauflösende Display die Videos 1a herüber. Und auch der Lautsprecher auf der Rückseite leistet in Anbetracht seiner Größe gute Arbeit. Die Lautstärke ist ausreichend, es könnte aber etwas mehr Volumen bzw. Bass vorhanden sein – aber wie gesagt: Für die Größe ist die Leistung in Ordnung. Etwas mehr Eindruck macht da wieder das mitgelieferte Headset. Ehrlich gesagt habe ich das schon vermutet, als ich das Teil aus dem Karton auspacken durfte, denn es handelt sich dabei um das selbe Headset, welches auch beim Galaxy Note beiliegt – und das war dort schon erstklassig. Der Videomodus bietet neuerdings für den Headsetbetrieb auch eine Art Equalizer. Das Ganze nennt sich hier nur „SoundAlive“ und bietet etwas abgespeckt vier vorkonfigurierte Einstellungsmöglichkeiten zur Auswahl:
- - Normal
- - 7.1 Kanäle virtuell
- - Video
- - Aufnahme
Alle vier Modi verändern die Audio-Wiedergabe merklich – wem welches Profil am ehesten zusagt wird aber letzten Endes wohl Geschmackssache bleiben.
Weiter geht’s mit dem MP3 Player: Nachdem man diesen entweder über den Menüeintrag oder über das Widget (gibt’s übrigens auch für den Video-Player) gestartet hat, erscheint wieder die von älteren Modellen bekannte Musikbibliothek. Der Nutzer hat hier die Möglichkeit seine Titel nach verschiedenen Kriterien zu sortieren:
- - Alben
- - Interpreten
- - Genre
- - Music Square
- - Ordner
- - Komponisten
- - Jahre
- - Am häufigsten wiedergegeben
- - Kürzlich wiedergegeben
- - Zuletzt hinzugefügt
Nachdem man also über die Kategorie den gewünschten Song gefunden hat, kann die Wiedergabe auch schon losgehen. Mittig im Wiedergabebildschirm findet der Nutzer das Album-Cover (sofern vorhanden – ansonsten werden Cover vom System angezeigt). Darüber befindet sich wie im Videomodus die Leiste zum Regeln der Lautstärke sowie die Titelinformation. Unterhalb des Covers sind die beiden Shortcuts für den Shuffle- sowie den Wiederholungsmodus, gefolgt von der horizontalen Timeline, die wieder das Scrollen innerhalb eines Titels ermöglicht. Ganz unten sitzen schließlich noch die Steuerungstasten, die genau wie beim Videoplayer wieder aus Zurück, Pause/Start, und Vorwärts bestehen. Links davon ist der Direktzugriff zu SoundAlive, rechts der Shortcut zur Musikbibliothek/zum Wiedergabebildschirm (je nachdem, wo man sich gerade befindet). Besonders zu erwähnen wäre noch, dass die Leisten oben und unten nicht wie beim SGS II verschwinden, nachdem man eine Zeit lang keine Eingabe getätigt hat, sondern eben dauerhaft im Bildschirm eingeblendet bleiben. Durch das große Display stört das kaum, es ist eher eine Steigerung beim Komfort.
Über die linke Sensortaste können wieder zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten ausgerufen werden:
- - Zu Schnellliste hinzufügen
- - Über Bluetooth wiedergeben
- - Musik senden via
- - Zu Wiedergabeliste hinzufügen
- - Details
- - Einstellen als…
- - Sound Alive (Equalizer – Profile siehe Screenshot oben)
- - Wiedergabegeschwindigkeit
- - Musik-Menü
- - Liedtexte: Ein / Aus
- - Musik-Auto aus: Ein / Aus
Kommen wir zum Schluss noch zur Wiedergabequalität: Beim rückwärtigen Lautsprecher kann ich eigentlich dasselbe Fazit abgeben, wie im Punkt vorher beim Videoplayer. Die Titel werden ausnahmslos alle in ausreichender Lautstärke wiedergegeben und auch die Qualität ist in Ordnung. Ich würde beide Punkte etwas oberhalb des Vorgängers ansiedeln – das bedeutet aber auch, dass noch deutlich Luft nach oben besteht.
Im Headset-Betrieb gefällt mir das SGS III auch beim MP3-Player deutlich besser. Mit Hilfe des sehr umfangreich gestalteten Equalizers kann nahezu jeder seine favorisierte Klangeinstellung ausfindig machen – ansonsten legt man eben kurzerhand ein eigenes Profil an. Die Wiedergabe über das mitgelieferte Headset ist im Punkto Lautstärke mehr als ausreichend und die Qualität ist ebenfalls auf einem sehr hohem Niveau anzusiedeln.