Verbindungen:

In Sachen Verbindungen steht das Galaxy S III anderen aktuellen Smartphones fast in keiner Kategorie nach, nur LTE kann das Gerät nicht. Dies würde ich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht als K.O.-Kriterium hier anbringen, da LTE hier in Deutschland zum einen noch nicht wirklich flächendeckend ausgebaut ist. Zum anderen ist diese Bandbreite bisher sowieso „nur“ für das mobile Surfen gedacht. Sollte sich das Gerät bei einem eingehenden Anruf im LTE-Netz befinden, erfolgt zuerst eine Umbuchung. Davon wird der Nutzer zwar nicht wirklich etwas merken, dem Akku allerdings hilft das ständige Wechseln zwischen zwei Frequenzen aber nicht wirklich. Konkret unterstützt das Gerät folgende Technologien:
- - Bluetooth 4.0
- - USB-Tethering
- - WLAN a/b/g/n
- - WiFi-direct
- - WLAN Tethering
- - AllShare
- - AllSharePlay
- - EDGE
- - GPRS
- - HSPA+ (bis zu 21 MBit/S)
- - HSUPA (bis zu 5,76 MBit/S)
- - UMTS
- - TV-Out via optionalem HDMI-Adapterkabel
- - S Beam
- - Buddy Photo Share-Funktion
- - NFC (Near Field Communication)
- - GPS/GLONASS
Man sieht also, dass hier doch nur wenige Wünsche offen bleiben. Im Großen und Ganzen reichen die vom Galaxy S III gebotenen Möglichkeiten locker aus. Ansonsten wäre das wohl unter „Nörgeln auf hohem Niveau“ zu verbuchen.
Weitere Extras:
Direct Call:

Die Funktion “Direct Call” bezeichnet genau das, was sie auch schon aussagt. Hat man Kontaktdetails oder eine eingegangene SMS vor sich und führt das Gerät dann in die normale Telefon-Position (also ans Ohr bzw. an die Wange), startet das Gerät automatisch einen Telefonanruf. Dies funktioniert aber nur an den zuvor genannten „Orten“ im Menü – direkt aus dem SMS-Menü heraus (bzw. aus dem Fenster in dem Nachrichten verfasst werden) ist diese Funktion nicht möglich. Durchaus ein nettes Feature, dies war aber beim SGS II schon relativ flott über wenige Klicks zu erreichen. Also kein „must have“.
Smart Stay:

Mehr Interesse bekommt hingegen die Funktion “Smart Stay”. Vorab: Es gibt bestimmte Momente in denen diese Funktion nicht angewendet werden kann, doch dazu später mehr.
Aktiviert man diesen Modus, erscheint in regelmäßigen Abständen in der Benachrichtigungsleiste oben ein Augen-Symbol. Dies bescheinigt die Aktivität des „Smart Stay“ Mode. Denn in diesen Abständen wird kurz die Frontkamera aktiviert um zu checken, ob der Nutzer noch auf das Display schaut. Dies soll vor allem zum Energiesparen beitragen. Ein Display auf maximaler Helligkeit ist schließlich nicht gerade zu verachten was den Akkuverbrauch angeht. Zu den angesprochenen „Problemen“: „Smart Stay“ funktioniert nur wenn:
- - Der Nutzer im richtigen Winkel auf das Display schaut
- - Die Helligkeit ausreichend ist
- - Mit Brillenträgern scheint das Gerät ab und an auch nicht ganz klar zu kommen
Im Großen und Ganzen hat die Funktion durchaus das Potenzial sich durchzusetzen – dafür wird allerdings noch etwas Arbeit nötig sein um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. „Smart Stay“ alleine wäre für mich aber längst kein Kaufargument oder ein Punkt, der beim Kauf ausschlaggebend sein könnte.
S Beam:

Diese Funktion ist nicht wirklich neu bzw. individuell. S Beam ist im Grunde genommen nichts anderes als das vielleicht eher bekannte Android Beam. Diese Funktion erlaubt es, Daten mit anderen Geräten via NFC (Near Field Communication) auszutauschen. Dabei werden die beiden kompatiblen Geräte „Rücken an Rücken“ gelegt – der Versender muss jetzt nur noch den Bildschirm berühren und die Übertragung der Datei beginnt. Im Prinzip also ein etwas umständlicher aber „cooler“ (da bislang noch selten genutzt) Datenaustausch via Funk. Nichts was man nicht auch via Bluetooth oder WLAN lösen könnte.
S Voice:

Hier möchte ich etwas ausholen: Fans des Galaxy S II (bzw. teilweise sogar noch des S I) werden wissen, dass auf diesen beiden Geräten auch schon eine Sprachwahl bzw. Sprachbefehle vorhanden waren. Dort war dies durch zwei Apps voneinander getrennt – beide liefen im Hintergrund über den Dienst „Vlingo“. S Voice nutzt in der deutschen Version wieder denselben Dienst. Positiv oder negativ? Ich meine negativ. Das deutsche S Voice ist im momentanen Zustand absolut nicht zu gebrauchen. An die eingeschränkte Funktionalität im Vergleich zu Apple’s Siri könnte man sich ja eventuell noch gewöhnen. Dass aber teilweise nicht mal der Aufweckbefehl richtig funktioniert - ganz zu schweigen von einer grausamen deutschen Übersetzung im Menü (nicht nur in S Voice) – ist ein kleines Armutszeugnis. Die Funktion wurde von Samsung auf dem Event Anfang Mai so groß beworben – was man aber da in der deutschen Version abgeliefert hat grenzt schon fast an Frechheit. Ich kann nur hoffen, dass es für den Dienst möglichst bald ein Update gibt, der die größten Fehler ausbügelt.
Trotz der Tatsache dass S Voice momentan eher im Beta-Status ist, möchte ich natürlich etwas darauf eingehen. Der Nutzer kann verschiedene „Befehle“ sagen, die das Gerät dann auch entsprechend ausführt. Folgende Möglichkeiten sind bisher gegeben:
- - Sprachwahl (Kontakt via Sprachanwahl anrufen)
- - SMS (SMS verfassen und an Kontakt verschicken)
- - Kontakte suchen
- - Navigieren (Navi starten)
- - Notiz (Notiz mit gesprochenem Inhalt anlegen)
- - Termine (Neue Termine im S Planner hinterlegen)
- - Aufgabe (Neue Aufgaben im S Planner hinterlegen)
- - Musik (Musikwiedergabe starten)
- - Status in den Social Networks aktualisieren
- - Suche starten
- - Anwendungen öffnen
- - Tonaufnahme starten
- - Fahrmodus aktivieren/deaktivieren
- - Alarme erstellen
- - Timer erstellen
- - Abfrage über das Wetter starten
- - Einfache Telefonsteuerungen (bspw. WLAN starten)
- - Antworten finden (ähnlich der Suche-Funktion)
Natürlich ist die obige Liste jetzt nicht wirklich klein. Dadurch, dass S Voice aber längst nicht so „flexibel“ wie Siri ist, müssen die oben aufgeführten Befehle nahezu auswendig gelernt werden, damit die Funktion auch ordnungsgemäß ausgeführt werden kann. Ansonsten startet man entweder eine ungewollte Aktion (im schlimmsten Fall ruft man irgendwelche Kontakte an, wobei man dies durch die „Autom. Wählen“-Funktion einschränken kann) oder das Gerät reagiert gar nicht bzw. fordert eine erneute Eingabe an.
Im Großen und Ganzen hat mich die Funktion bisher überhaupt nicht überzeugen können. Mal schauen in wie fern sich das zukünftig bessern wird, denn eine wirkliche Konkurrenz zu Siri ist S Voice im Moment nicht.
Kalender:


Mit Freude darf ich vermelden, dass beim SGS III nicht irgendein Kalender zum Einsatz kommt, sondern der bereits vom Galaxy Note bekannte „S Planner“. Der Unterschied? Neben der Optik hat Samsung auch an der Bedienung bzw. am Funktionsumfang Hand angelegt. Der S Planner ist komplexer als der vom SGS II bekannte Kalender und bietet meiner Meinung nach gleichzeitig aber eine übersichtlichere Darstellung. Fairerweise muss man hier natürlich noch erwähnen, dass auf einem größeren Display mit höherer Auflösung auch alles etwas anders dargestellt werden kann.
Beim Erstellen von neuen Terminen unterscheidet das SGS III zwischen einem Ereignis und Aufgaben (die genaue Definition bzw. die zur Verfügung stehenden Felder werde ich euch gleich noch auflisten). Termine können entweder durch Doppelklick auf das gewünschte Datum angelegt werden – oder aber man klickt auf den unteren Bereich des heutigen Tages. Diese Art funktioniert natürlich immer nur am heutigen Tage.
Zur Verfügung stehende Felder beim Anlegen von Ereignissen:
- - Kalender: Eigener Kalender, Samsung Kalender, Googlemail Kalender
- - Titel
- - Von … bis …
- - Ganzer Tag? Ja / Nein
- - Wiederholen: Einmaliges Ereignis, täglich, jeden Werktag (Mo – Fr), wöchentlich (jeden Mo), monatlich (jeden dritten Mo), monatlich (an Tag 18), Jährlich (am 18. Juni)
- - Ort
- - Beschreibung
- - Erinnerungen: 15 Min. vorher, 20 Min. vorher, 25 Min. vorher, 30 Min. vorher, 45 Min. vorher, 1 Std. vorher, 2 Std. früher, 3 Std. früher, 12 Std. früher, 1 Tag vorher, 2 Tage vorher, 1 Woche vorher, Anpassen
- - Aktivierte Benachrichtigung bei Erinnerung? Ja / Nein
- - Memos: S Memo erstellen, Mit S Memo verknüpfen
- - Bilder: Foto aufnehmen, Bilder
Zur Verfügung stehende Felder beim Anlegen von Aufgaben:
- - Aufgabe: Meine Aufgabe
- - Titel
- - Fälligkeitstag
- - Kein Fälligkeitsdatum? Ja / Nein
- - Erinnerung: Aus, An Fälligkeitsdatum, Anpassen
- - Priorität: Hoch, mittel, niedrig
- - Gruppe: Standard
- - Beschreibung
- - Memos: S Memo erstellen, mit S Memo verknüpfen
- - Bilder: Foto aufnehmen, Bilder
Die angelegten Events erscheinen dann direkt im Kalender als Eintrag am jeweiligen Tag. Über einen kleinen Pfeil am rechten oberen Rand fährt seitlich eine Leiste in das Display. Hier kann der Nutzer sehr schnell zwischen den verschiedenen Kalenderansichten wechseln. Diese wären: Jahr, Monat, Woche, Tag.
Wer nicht immer erst in das Menü wechseln möchte um zum Kalender zu gelangen hat selbstverständlich noch die Möglichkeit, Widgets auf dem Homescreen zu platzieren. Neben einer kleinen Agenda von Terminen gibt es noch zwei große (4x4) Widgets, welche die Kalender- bzw. Aufgabenansicht darstellt. Auch eine „Mini-heute“ Version des S Planners ist ab Werk vorinstalliert.
Telefonbuch:

Ich denke zu diesem Punkt muss ich nicht wirklich viel sagen, daher lasse ich hier einfach mal die nackten Fakten des Menüs sprechen:
- - Namenspräfix
- - Vorname
- - Zweiter Vorname
- - Nachname
- - Namenssuffix
- - Telefon mobil
- - Telefon privat
- - Telefon Arbeit
- - Fax dienstlich
- - Fax zuhause
- - Pager
- - Andere
- - E-Mail privat
- - E-Mail Arbeit
- - E-Mail andere
- - Benutzerdefiniert
- - Adresse privat
- - Adresse Arbeit
- - Adresse andere
- - Benutzerdefiniert
- - Geburtstag
- - Jahrestag
- - Andere
- - Benutzerdefiniert
- - Gruppen: Nicht zugewiesen, ICE – Notfallkontakte, Arbeitskollegen, Familie, Freunde, Meine Kontakte, Starred in Android
- - Klingelton
- - Vibrationsmuster
- - Phonetischer Name
- - Organisation: Firma, Beruf
- - IM: AIM, Windows Live, Yahoo, Skype, QQ, Google Talk, ICQ, Jabber, Benutzerdefiniert
- - Memos
- - Spitzname
- - Webseite
- - Internetanruf
- - Beziehung