Menü:
In Sachen Menü unterscheidet sich das Galaxy Beam überhaupt nicht von anderen Android-Geräten aus dem Hause Samsung. Die Oberfläche ist optisch gleich gehalten, lediglich die vorinstallierten Apps dürften leicht angepasst worden sein. Ab Werk sind folgende Einträge im Menü vorhanden:
Uhr - - - - - - - - Kalender - - - - - - - - - Videos - - - - - - - - MP3-Player
Internet - - - - - Kamera - - - - - - - - - - Eigene Dateien - - Galerie
Rechner - - - - - Projektor - - - - - - - - - UKW-Radio - - - - - Samsung Apps
Play Store - - - - Memo - - - - - - - - - - - Einstellungen - - - Google Maps
E-Mail - - - - - - Google Suche - - - - - - AllShare - - - - - - - talk
Latitude - - - - - Aufgabe - - - - - - - - - - Navigation - - - - - Sprachbefehle
Sprachmemo - - Sprachsteuerung - - - - Sprachsuche - - - Social Hub
Game Hub - - - - Music Hub - - - - - - - - Local - - - - - - - - Downloads
Foto-Editor - - - Mini Diary - - - - - - - - News & Wetter - - Task-Manager
Polaris Office - - ChatOn - - - - - - - - - - Google+ - - - - - - - Messenger
YouTube - - - - - Google Mail
Weitere Menüpunkte können durch das Herunterladen von Apps via Play Store bzw. Samsung Apps hinzugefügt werden. Ausserdem lassen sich bestimmte ab Werk vorinstallierte Apps ebenfalls entfernen (diese sind in der obigen Aufzählung bereits nicht mehr vorhanden!). Der Nutzer hat selbstverständlich wieder die Möglichkeit, die Menüpunkte individuell anzuordnen, eigene Ordner zu erstellen oder Apps als Schnellzugriff auf den Homescreen zu legen. Zur Navigation im Menü möchte ich auch noch ein kurzes Statement abgeben: Ich bin erstaunt, wie viel ein Dual-Core Prozessor bzw. etwas Optimierung in Sachen Software auszumachen scheint. Wenn ich mich an die Anfangszeit des Galaxy S zurück entsinne, habe ich damals je nach Aktivität im Menü doch ab und an mit Wartezeiten zu kämpfen gehabt. Diese existieren beim Beam nicht mehr – alles läuft sehr flüssig. Ich bin mal gespannt, wie sich das Ganze bei einem eventuellen Update der Software auf Android 4.0 ICS verhält.
Kamera:
5 Megapixel hört sich im ersten Moment nicht mehr wirklich spannend an. Dass dies aber nicht unbedingt bedeutet, dass die Kamera dann auch nur durchschnittliche Fotos schießt, beweist das Galaxy Beam meiner Meinung nach sehr gut. Samsung setzt hier auf eine 5 Megapixel Kamera samt Autofokus und LED Leuchte. Wie es so oft bei Handys der Fall ist, bekommt man mit dem Beam sehr gute Fotos zustande, sofern die Helligkeit der Umgebung ausreichend bzw. gut ist. Ein Vorteil des Geräts ist, dass man mit nur wenigen Einstellungen bereits nahezu perfekte Bilder erreichen kann. Der Nutzer muss lediglich den Modus der LED Leuchte sowie den Autofokus bzw. Makro-Modus einstellen; der Weißabgleich kann beispielsweise auf „automatisch“ verbleiben. Doch nicht nur die Bilder bei Helligkeit gelingen – auch im Dunkeln kann das Galaxy Beam – zumindest auf naher Distanz – mit der Ausleuchtung durch die LED Leuchte überzeugen. Für große Räume oder gar Außenaufnahmen auf größere Entfernung ist das Gerät bei schlechten Lichtverhältnissen allerdings nicht zu empfehlen. Einen eigenen Überblick der unbearbeiteten Bilder könnt ihr euch wie immer am Ende des Testberichts verschaffen.
Einstellungsmöglichkeiten im Foto-Modus:
- - Szenen Modus: Ohne, Portrait, Landschaft, Nacht, Sport, Party/Innen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Herbstfarbe, Feuerwerk, Text, Kerzenlicht, Gegenlicht
- - Fotolicht: Aus, Ein, Automatisch
- - Weißabgleich: Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampenlicht, Fluoreszierend
- - Fokus-Modus: Autofokus, Makro
- - Wechsel zwischen Foto- und Video-Modus
- - Auslöser
- - Shortcut zur Galerie
- - Schnellzugriffe bearbeiten
- - Selbstportrait: Aus, Ein
- - Aufnahmemodus: Einzelaufnahme, Smile, Panorama, Actionaufnahme, Cartoon
- - Belichtungswert: -2 bis +2
- - Timer: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 Sek.
- - Effekte: Ohne, Negativ, Graustufen, Sepia
- - Auflösung: 2560 x 1920, 2560 x 1536, 2048 x 1536, 2048 x 1232, 640 x 480
- - ISO: Auto, 100, 200, 400
- - Messung: Zentriert, Spot, Matrix
- - Blinzelerkennung: Aus, Ein
- - Hilfslinien: Aus, Ein
- - Bildqualität: Sehr fein, fein, normal
- - GPS-Tag: Aus, Ein
- - Speicher: Telefon, Speicherkarte
- - Zurücksetzen
Neben dem Schießen von Fotos unterstützt das Galaxy Beam selbstverständlich auch Videoaufnahmen. Diese lassen sich in einer maximalen Auflösung von 1280 x 720 Pixel auf den Speicher bannen und weisen – genau wie die Fotos – eine sehr ordentliche Qualität auf. Leider besitzt das Galaxy Beam keinen Autofokus der auch die kontinuierliche Fokussierung in Videos regelt. Wäre ein nettes Feature gewesen, quasi das i-Tüpfelchen.
Einstellungsmöglichkeiten im Video-Modus:
- - Aufnahme-Modus: Normal, Begrenzung für MMS, Selbstaufnahme
- - Fotolicht: Aus, Ein
- - Auflösung: 1280 x 720, 720 x 480, 640 x 480, 320 x 240
- - Weißabgleich: Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampenlicht, Fluoreszierend
- - Wechsel zwischen Video- und Foto-Modus
- - Auslöser
- - Shortcut zur Galerie
- - Schnellzugriffe bearbeiten
- - Belichtungswert: -2 bis +2
- - Timer: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 Sek.
- - Effekte: Ohne, Negativ, Graustufen, Sepia
- - Videoqualität: Sehr fein, fein, normal
- - Hilfslinien: Aus, Ein
- - Speicher: Telefon, Speicherkarte
- - Zurücksetzen
Bedienung:
Kommen wir zur Bedienung des Galaxy Beam. Dies ist meiner Meinung nach neben dem „Beamer“ fast die zweit wichtigste Kategorie, speziell bei diesem Gerät. Warum? Nun – das Beam ist seit sehr langer Zeit mal wieder ein Smartphone bei dem ich sofort nach der ersten Berührung dachte „wow“. Es wirkt einfach absolut hochwertig und ist durch die rückseitige Gummierung ein wahrer Handschmeichler. Positiv dazu tragen die Abmessungen und auch das Gewicht bei, wobei man hier erwähnen muss, dass dies ganz klar eine Ansichtssache ist und von jedem unterschiedlich interpretiert werden kann und auch wird.
Die Abmessungen des Galaxy Beam:
124 x 64 x 12,5 mm bei einem Gewicht von 145 Gramm
Auch hier wieder ganz klar die Empfehlung: Sollte euch das Gerät wirklich interessieren, schaut dass ihr es vor dem Kauf mal anfassen bzw. antesten könnt. Ich bin mir sicher, dass niemand aufgrund der Software „nein“ zum Gerät sagen wird, sofern man an dem Konzept des Geräts interessiert ist. Kritischer sehe ich das aber dann schon bei der Handhabung, zumal der neue Trend ja dazu übergeht immer größere Geräte bei immer flacherer Bauweise zu haben. Das dies bei einem Smartphone mit Beamer aber nicht funktioniert, dürfte jedem klar sein. Bzgl. der Handhabung im Software-Bereich muss ich wohl nicht allzu viel sagen: Das Gerät kommt ab Werk mit Android 2.3.6 daher und bietet gewohnt viele Individualisierungsmöglichkeiten, die aber allesamt recht gut in den Tiefen des Menüs zu finden sind. Der ein oder Andere Menüpunkt wurde entfernt bzw. ist hinzugekommen (bspw. „Projektor“). Wer Samsung kennt weiss vermutlich auch, dass bei so gut wie jedem Android-Phone (die Google-Phones mal ausgenommen) noch die hauseigene TouchWIZ-Oberfläche darübergelegt wird – das ist auch beim Galaxy Beam wieder geschehen. Samsung Nutzer werden sich beim I8530 also sofort zurecht finden und allen anderen wird es nicht unnötig schwer gemacht.
Akku, Sprachqualität & Empfang:
Samsung spendiert dem Galaxy Beam einen Li-Ionen Akku mit einer Kapazität von 2000 mAh. Dies mag sich im ersten Moment sehr monströs anhören, doch wenn man das Gerät hauptsächlich zum Präsentieren von Medien über den Beamer nutzt, wird der Akku quasi leer gesaugt. Aber fangen wir bei den positiven Seiten hier an: Bei normaler Nutzung verliert der Akku ca. 20-30% seiner Kapazität am Tag. Man kann im Reiter „Akkuverbrauch“ sehr schön sehen, dass das Gerät quasi nie selbstständig „aufwacht“, also keine bzw. nur wenige ungewollte Prozesse im Hintergrund aktiv sind. Nutzt man den Beamer also nur sporadisch und dann auch nur wenige Momente, kommt man locker zwei Tage über die Runden. Wer den Beamer aber häufiger nutzt, sollte das Gerät wie es aktuell bei fast jedem Smartphone der Fall ist am Abend an die Steckdose anschließen.
Für alle Leser die Interesse haben, wie lange das I8530 im reinen Beamer-Betrieb durchhält, habe ich natürlich auch Daten aus der Praxis: Der Akku verkraftet nach einem vollständigen Ladevorgang einen Dauerbetrieb des Beamers von 4,5 Stunden. Das ist meiner Meinung nach ein sehr sehr ordentlicher Wert der sich sehen lassen kann. Allerdings wird das Gerät mit zunehmender Betriebsdauer bedeutsam wärmer – in etwa vergleichbar mit dem Samsung Galaxy S II bei anspruchsvollen Anwendungen. Selbstständig abgeschaltet hat sich das Gerät während des Betriebs nicht. Jedoch wird bei einer Kapazität von 10% des Akkus der Beamer automatisch ausgeschaltet um noch eine möglichst lange Erreichbarkeit zu gewährleisten.