Media- & Musikplayer:


Wir beginnen beim Mediaplayer. Das Note kann – wie der „kleine Bruder“ Galaxy S2 – sehr viele Formate wiedergeben. Neben DivX und Xvid werden auch MP4, wmv und die altbewährten H.264 u. H263 als Codecs unterstützt. Videos können entweder über den Menüpunkt „Video-Player“ (wer hätt’s gedacht?) oder aber über den Dateimanager angewählt werden. Nach dem Start des Video-Players öffnet sich sofort eine Übersicht, die alle auf dem Gerät und auf der Speicherkarte vorhandenen Videodateien samt Vorschaubild auflistet. Die Ansicht kann man hier noch individuell abändern, sodass entweder sehr große Vorschaubilder gezeigt werden, kleinere Vorschaubilder in Listenform oder alternativ auch eine Ordneransicht. Hat der Nutzer jetzt das gewünschte Video angeklickt, startet die Wiedergabe im Hochformat. Durch das Drehen des Geräts wechselt es allerdings auch automatisch mit ins Querformat.
In dem jetzt erscheinenden Wiedergabebildschirm stehen dem Nutzer viele weitere Funktionen zur Verfügung. Neben den üblichen Tasten zur Steuerung des Players (Vorwärts, Pause, Rückwärts) kann man auf dem Touchscreen die Lautstärke abändern und den 5.1 Surround Sound Modus aktivieren; der allerdings nur im Kopfhörer-Modus funktioniert. In der Kopfzeile erscheint bei Antippen des Displays (die Funktionstasten verschwinden nämlich nach wenigen Sekunden) der Akkustatus, die Uhrzeit sowie der Button um das Seitenverhältnis festlegen zu können. Auch das Teilen via AllShare ist mit nur einem Klick möglich.
Wem das jetzt nicht reicht – keine Angst, es geht über die linke Sensortaste noch weiter in das Options-Menü des Video-Players. Hier stehen folgende Funktionen zur Wahl:
- - Senden via: AllShare, Bluetooth, WiFi direct, Nachrichten, YouTube, Google +, E-Mail, Google Mail, Facebook
- - Videohelligkeit: Displayhelligkeit kann bei der Wiedergabe von Videos individuell eingestellt warden (sofern die automatische Helligkeit nicht aktiviert ist)
- - Zuschneiden: Funktioniert nicht bei allen Dateitypen
- - Senden via Bluetooth (klar- geht schneller als im ersten Menüpunkt erst die Auswahl zu treffen – dennoch irgendwie doppelt gemoppelt…
- - Untertitel: Aktiv / Inaktiv
- - Farbton: Normal, Warm, Kalt
- - Sichtbarkeit im Freien: Ein / Aus
- - Details zur aktuellen Datei
Man sieht also – an Möglichkeiten des Feintunings fehlt es hier definitiv nicht. Doch kommen wir jetzt zum Augenmerk dieses Absatzes: Der Wiedergabe selbst. Ohne Headset wird der Ton über den rückwärtigen Lautsprecher wiedergegeben. Und dies geschieht erfreulicherweise in guter Qualität und auch in ausreichender Lautstärke. Wird jetzt das mitgelieferte Headset angeschlossen – das übrigens eine hervorragende Qualität besitzt – geht die Wiedergabe ununterbrochen weiter. Die Lautstärke ist auch hier absolut ausreichend – genau wie die Wiedergabequalität. Ich habe beim Video-Player zwar keine Möglichkeiten einen Equalizer zu aktivieren (wie beim MP3 Player), allerdings kann ich natürlich den ab Werk verfügbaren 5.1 Surround Sound-Modus antesten. Dieser verändert das Klangbild nochmal etwas – ob besser oder schlechter wird jeder für sich selbst entscheiden müssen. Mir persönlich gefällt der Klang ohne diesen Modus besser.




Mal schauen ob das Note den guten Eindruck auch beim MP3-Player fortsetzen kann: Der Player wird – wie beim Video-Player – über das Icon im Hauptmenü gestartet. Nach dem Starten öffnet sich die Musikbibliothek des Galaxy Note. Hier kann der Nutzer wählen, wie die Titel dargestellt werden sollen (bzw. wie diese geordnet sein sollen). Zur Verfügung stehen folgende Kategorien:
- - Alle
- - Wiedergabeliste
- - Alben
- - Künstler
- - Ordner
- - Genre
- - Komponisten
- - Jahre
- - Am häufigsten wiedergegeben
- - Kürzlich wiedergegeben
- - Zuletzt hinzugefügt
Hat man also die für sich passende Methode gewählt, werden die Titel einzeln aufgelistet. Bei einem Klick auf den Titel startet die Wiedergabe im Hochformat. Auch hier hat der Nutzer wieder direkt die Möglichkeit, eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten über den Wiedergabebildschirm zu steuern. Ein hin und her navigieren in den Tiefen des Menüs entfällt damit größtenteils. Kommen wir mal konkret zur Aufteilung des Wiedergabebildschirms: Oben links sitzt der Button zum Aktivieren des 5.1 Surround Sound – dieser ist allerdings wie beim Video-Player nur verfügbar wenn das Headset in Verwendung ist. Rechts daneben wird der aktuell laufende Titel samt Interpret und Album angezeigt. Ein Klick auf diese Schaltfläche offenbart weitere Informationen wie zum Beispiel die Biografie oder Diskografie des Interpreten. Ganz rechts kann wieder die Lautstärke reguliert werden. Groß in der Mitte des Screens wird – falls vorhanden – das Albumcover dargestellt. Hier kann man sich auf Wunsch auch noch eine Visualisierung anzeigen lassen – das Cover bleibt dann weiterhin im Hintergrund sichtbar.
Unterhalb des Covers wird die Zeitleiste dargestellt, die verbleibende und bereits verstrichene Zeit darstellt und somit auch den Sprung an eine bestimmte Stelle des Songs ermöglicht. Oberhalb dieser Leiste lässt sich der Wiederholungs- und der Shuffle-Modus aktivieren/deaktivieren. Diese Leiste verschwindet übrigens aus dem Screen sofern ein paar Sekunden keine Eingaben vorgenommen werden.
Ganz unten ist die Navigationsleiste zu finden, die den Song pausiert oder auch zum nächsten bzw. letzten Titel springt. Der Button „Liste“ ermöglicht die Rückkehr zur Musikbibliothek.
Öffnet man jetzt noch mit Hilfe der linken Sensortaste das tiefergehende Options-Menü hat der Nutzer noch viele weitere Funktionen zur Verfügung. Der Song kann von hier aus direkt via Bluetooth verschickt werden (auch die anderen Verbindungen können angewählt werden). Das Festlegen von Klingeltönen ist ebenfalls mit nur zwei Klicks möglich. Das Galaxy Note besitzt dank der Samsung-Konfig - was die Benutzeroberfläche angeht – natürlich wieder einen Equalizer sowie Sound-Effekte.


Folgende Voreinstellungen sind im Equalizer verfügbar:
- - Automatisch
- - Normal
- - Pop
- - Rock
- - Jazz
- - Dance
- - Klassik
- - Live
- - Benutzerdefiniert
Zusätzlich zur Equalizer-Einstellung können noch die Sound-Effekte aktiviert werden:
- - Normal
- - Weit
- - Konzertsaal
- - Musikklarheit
- - Bassverstärkung
- - Externalisierung
Das Note unterstützt natürlich die Hintergrundwiedergabe der Songs. D. h. man kann seine Titel im Player weiterhin hören und währenddessen im Browser unterwegs sein, Nachrichten schreiben, usw. Wird bei der aktiven Wiedergabe die Displaysperre aktiviert bzw. deaktiviert, erscheint im unteren Teil des Displays direkt der Musikplayer im Miniaturformat. Hier kann man schnell zum letzten bzw. nächsten Titel springen ohne erst die Sperre komplett aufheben zu müssen.
Nun aber kommen wir zum wichtigsten Teil dieses Unterpunktes: Der Wiedergabe selbst. Ich habe beim Punkt „Video-Player“ ja bereits kurz das Headset angesprochen, möchte das hier aber auf alle Fälle nochmal machen – warum? Weil ich schlichtweg begeistert bin. Ich habe zwar selbst ein relativ hochwertiges Headset, aber dass ein solches direkt beim Kauf mitgeliefert wird – Hut ab. Viele sind jetzt natürlich der Meinung, dass man das bei einem Gerät dieser Preisklasse auch erwarten kann – die Vergangenheit bei Samsung und anderen Herstellern beweist allerdings das Gegenteil.
Die Wiedergabe über das Headset erfolgt absolut klar, ohne störende Nebengeräusche bzw. Rauschen und das Beste: In völlig ausreichender Lautstärke (Stufe 8 ist bei mir das Maximum in lauten Umgebungen). Besonders viel Spaß macht das Headset weil es das „Volumen“ der Songs inkl. Bassausgabe wirklich gut rüberbringt – keine Verfälschung, kein Scheppern – absolut nichts. Übrigens: Am Headset selbst ist eine kleine Fernbedienung angebracht: Hiermit lässt sich der Titel pausieren/starten und die Lautstärke abändern.
Es gibt leider nur einen negativen Punkt an der ganzen Sache, der aber nichts mit dem Player selbst zu tun hat: Das Headset ist scheinbar nur in Weiss verfügbar – ein blaues Gerät mit weissem Headset? Naja…
Noch kurz zur Wiedergabe über den rückwärtigen Lautsprecher: Hier kann ich mich eigentlich nur dem Statement vom obigen Punkt „Video-Player“ anschließen. Die Ausgabe erfolgt in guter Lautstärke ohne störende Geräusche oder Verfälschungen. Allerdings werde ich hier das Gefühl nicht los, dass in Sachen Lautstärke hardwaretechnisch durchaus noch mehr drin gewesen wäre. Eine kleine, negative Anmerkung muss ich hier leider auch machen: Wird das Gerät „normal“ auf den Tisch, Sofa, etc. hingelegt, geht gleich wieder ein Stück der Lautstärke flöten. Zwar wurde am mittigen „Steg“ des Lautsprechergitters eine kleine Erhöhung angebracht – die bringt allerdings nicht wirklich was. Für mich irgendwie unverständlich, warum Samsung nicht endlich von dieser Philosophie wegkommt und die Lautsprecher anderweitig platziert bzw. ausleitet.