Nächster Punkt: Musikplayer. Gut – eigentlich könnte ich mir das nach dem obigen Fazit des Mediaplayers auch sparen, denn im Grunde genommen sieht es hier was die Audio Wiedergabe angeht genau gleich aus. Über den rückwärtigen Lautsprecher geht die Lautstärke in Ordnung und auch wenn sich das Wave 3 eben auf einem Tisch (oder ähnlichem Untergrund) befindet, geht nur wenig von der Lautstärke verloren. Hauptgrund dürfte hier der neu gestaltete Akkudeckel sein. Dadurch, dass dieser nämlich nach oben hin weggeschoben wird, entsteht zwischen Lautsprecher und dem rückwärtigen Gehäuse ein kleiner Resonanzraum, der ganz gute Arbeit leistet. Bei der Wiedergabe über das Headset verhält sich das Ganze ähnlich wie bei Mediaplayer – mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Nutzer über den Equalizer und die Klangeffekte die Wiedergabe noch stärker seinen individuellen Ansprüchen anpassen kann. Kleine aber sehr clevere Neuerung: Hatte man bei den früheren Bada-Modellen den Equalizer oder die Klangeffekte aktiviert, konnte der 5.1 Surround Sound Modus vom Wiedergabebildschirm nicht gestartet werden – das funktioniert jetzt; beim Aktivieren erscheint ein Hinweis, dass die Voreinstellungen während der Wiedergabe im 5.1 Modus deaktiviert werden. Kommen wir neben den klanglichen Aspekten noch zu den Einstellungsmöglichkeiten im Player: Über den Wiedergabescreen sind im Prinzip alle Funktionen direkt anwählbar:
- - Info über den momentan abgespielten Titel
- - teilen via AllShare
- - 5.1 Surround Sound
- - Shufflemodus
- - Wiederholungsmodus
- - Zeitleiste (via Klick darauf kann direkt zur getippten Stelle gesprungen werden)
- - Songtitel, Interpret & Album
- -Lautstärkestufe
- - Titel zurück/zurückspulen
- - Pause/Wiedergabe
- - Titel vorwärts/vorspulen
- - Mediathek
- - Zu Wiedergabe hinzufügen
- - Senden per...
- - Optionen
- - Zurück
Über die weiteren Optionen lässt sich der gespielte Song direkt als Rufton festlegen. Desweiteren erreicht der Nutzer so den Equalizer, die Klangeffekte, die Visualisierung auf dem Screen sowie den Schieberegler zum Aktivieren/Deaktivieren des Songtext-Modus.
Als Fazit beim Musikplayer kann ich nur sagen, dass das Wave 3 im Punkte Audio ganz klar den hohen Ansprüchen der Vorgänger gerecht wird.
Verbindungen:
Das Wave 3 stellt sich als wahrer Kommunikationsspezialist heraus. Neben dem eigentlichen Telefonieren und dem Surfen im Internet (via HSDPA oder WLAN) bietet das Gerät zahlreiche Möglichkeiten mehr. Via Bluetooth 3.0 werden Daten blitzschnell zwischen den Endgeräten verschickt, über den A2DP-Standard erfolgt die Stereo Audio-Wiedergabe. Wem das noch nicht ausreicht, steht mit WiFi direct eine relativ neue Möglichkeit zur Verfügung. Hiermit lassen sich Daten noch schneller zwischen mobilen Endgeräten verschicken – vorausgesetzt, beide Geräte unterstützen diesen Standard (aktuell zum Beispiel noch im Galaxy S II zu finden). Des Weiteren ist das S8600 eines der ersten Modelle, die den neuen Chat „ChatOn“ von Samsung integriert haben. Dieser Chat funktioniert ähnlich wie „Whats app“ - sehr nützlich für alle die eine Internet-Flat, aber keine SMS-Flat besitzen. Die Social Networking Komponenten werden beim Wave 3 hauptsächlich über den Social Hub geregelt. Hier kann der Nutzer verschiedene Konten anlegen und später verwalten. Samsung hat versucht, mit dem Social Hub einen zentralen Zugriffspunkt auf alle Social Networking Dienste zu schaffen, was eigentlich gut gelungen ist. Ein Hinweis in eigener Sache: Die installierte Firmware auf meinem Wave 3 war zum Testzeitpunkt noch nicht im finalen Stadium, daher benötigte der Browser beim Surfen via Mobilfunknetz ungewöhnlich lange zum Seitenaufbau. Über WLAN waren keine Beeinträchtigungen fest zu stellen.
Bevor wir mit dem nächsten Punkt weitermachen: Ich empfehle wie auch bei den Android-Phones eine Internet Flatrate für das Wave 3. Zwar hat der App-Store aus dem Hause Samsung nicht ganz so viele Apps wie der Android Market, jedoch kann man das Phone nur wirklich „genießen“, wenn man sich nicht andauernd Sorgen um das Datenvolumen machen muss. Wer keine Flat möchte, kann die Paketdaten selbstverständlich komplett deaktivieren, wodurch die Apps auch nicht aktualisiert werden (dies kann dann beispielsweise über WLAN erfolgen).
Hauptfunktionen des S8600 Wave 3:
- - Bada 2.0 Betriebssystem
- - 4“ kapazitiver Super AMOLED Touchscreen
- - Displayauflösung: 480 x 800 Pixel bei 16 Mio. Farben
- - 4 GB interner Speicher (teilweise durch Betriebssystem belegt)
- - Speicherkartenslot für MicroSD Speicherkarten bis zu 32 GB
- - 3,5mm Klinkenbuchse
- - MP3 Player
- - Video Player
- - Bluetooth 3.0 + A2DP
- - WiFi b/g/n
- - WiFi direct
- - WiFi Hotspot
- - HSDPA / HSUPA
- - 5 Megapixel Kamera mit Autofokus und LED Leuchte
- - GPS
- - 1,4 Ghz Prozessor (Single Core)
- - 1500 mAh Akku