Kamera:
Nun kommen wir endlich zum Herzstück des Pixon12 und damit auch zum Herzen des Testberichts. Vorab eins: Es ist wirklich atemberaubend, was Samsung hier auf die Beine gestellt hat, alleine, wenn man sich die Fakten mal anschaut: 12 Megapixel, 28mm Weitwinkelobjektiv, Xenon Blitz, Hochleistungsfotolicht, Tracking Touch Fokus, D1 Videoaufnahme und und und – die Liste ließe sich noch beliebig fortführen. Doch was nützen einem Fakten, wenn das Handy diese nicht im Alltag umsetzen und untermauern kann?
Doch keine Angst – das Pixon12 kann das auf alle Fälle. Bei meinen Testfotos habe ich lediglich den Bildstabilisator und den automatischen Kontrast aktiviert, sonst wurde mit Ausnahme des Marko-Modus nichts verstellt! Und die Fotos werden bei guten Lichtverhältnissen optimal. Ich habe selten so gute Resultate bei einem Handy sehen können, selbst die Aufnahmen des I8910 HD werden übertroffen. Bevor ich euch die Fakten des Kamera – Menüs darlege, möchte ich euch noch kurz die wichtigsten Neuerungen des Pixon12 vorstellen:
Tracking Touch Fokus: Diese Art von Autofokus erlaubt es dem Nutzer, sich bewegende Objekte dauerhaft scharf anzeigen zu lassen und somit stets den Auslöser drücken zu können. Zur Aktivierung muss das Display an der entsprechenden Position des Objektes berührt werden, bis der Sucher das Objekt erfasst hat. Nun kann sich das Objekt (oder der Fotograf) beliebig drehen und entfernen, das Ziel wird weiter im Sucher dargestellt und der Autofokus passt sich entsprechend der Veränderung an.
Xenon Blitz & LED Leuchte: Hier ist Samsung im Grunde genommen der erste Hersteller, der mal richtig mitgedacht hat. Bisher hatte der Nutzer entweder einen Xenon Blitz oder eine LED zur Verfügung. Jetzt, beim Pixon12, kann der Nutzer endlich die Vorzüge beider Lichtquellen zusammen ausnutzen. Bei den meisten Handys mit Xenon Blitz war es bisher so, dass für das Scharfstellen des Autofokus kein LED Licht zur Verfügung stand (oder nicht unterstützt wurde) und somit immer nur ein kleines rotes Lämpchen beim Scharfstellen geleuchtet hat. Dies hatte den Nebeneffekt, dass man zwar helle Fotos hatte, jedoch die Aufnahmen ab einer gewissen Entfernung total unscharf waren.
Beim Pixon12 ist dies fast nicht mehr möglich, denn zum Scharfstellen des Autofokus wird jetzt das sehr helle LED Licht genutzt, beim eigentlichen Foto kommt dann der Xenon Blitz zum Einsatz. Die LED Leuchte dient ausserdem bei Videos als Lichtquelle.
Intelligenter Auto-Modus: Dieser Modus passt die wichtigsten Einstellungen entsprechend der vorhanden Umgebung an.
Speichern von Bildern: Das Pixon12 benötigt jetzt lediglich 2 Sekunden zum Abspeichern eines Bildes, das bedeutet zum Einen, dass das Gerät eine sehr sehr kurze Auslöseverzögerung hat (ein Verruckeln von Bildern ist somit weiter minimiert), zum Anderen hat der Nutzer so natürlich die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit eine maximale Anzahl an hochauflösenden Bildern zu schießen.
Autofokus im Videomodus: Beim I8910 HD nur doch den „Klopf-Trick“ umsetzbar, bietet das Pixon12 jetzt endlich die Möglichkeit, den Autofokus auch im Videomodus anzuwenden und das sogar variabel. Der Autofokus passt sich während der Aufnahme entweder immer dem Zentrum des Suchers an oder wählt via Gesichtserkennung die Gesichter der zu filmenden Menschen als Fokus-Punkt.
Die Einstellungmöglichkeiten im Kamera – Menü:
- - Modus: Intelligenter Auto-Modus, Programm (Foto), Videokamera
- - Aufnahmemodus: Einzeln, Beauty, Smile, Serie, Panorama, Klassisch
- - Szenen – Modus: Hochformat, Querformat, Nacht, Sport, Party/Innen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Herbstfarbe, Feuerwerk, Text, Kerzenlicht, Gegenlicht
- - Fotolicht: Auto, Ein, Rote-Augen-Korrektur, Aus
- - Helligkeit
- - Galerie
Weiterführende Einstellungsmöglichkeiten:
- - Fokusmodus: Autofokus, Makro, Gesichtserkennung
- - Selbstauslöser: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 Sek.
- - Auflösung: 12 Megapixel (4000x3000), 5 Megapixel (2560x1920), 2 Megapixel (1600x1200), 0,3 Megapixel (640x480), 10 Megapixel WIDE (4000x2400), 4 Megapixel WIDE (2560x1536), 1,5 Megapixel WIDE (1600x960), 0,4 Megapixel WIDE (800x480)
- - Weißabgleich: Auto, Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend, Bewölkt
- - Effekte: Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ, Antik, Schärfer
- - ISO: Auto, 50, 100, 200, 400, 800, 1600
- - Belichtungsmessung: Mittenbetont, Matrix, Spot
- - Objektverfolgung: Ein, Aus
- - Bildstabilisator: Ein, Aus
- - Automatischer Kontrast: Ein, Aus
- - Blinzelerkennung: Ein, Aus
- - Bildqualität: Sehr fein, Fein, Normal, Sparsam
- - Anpassen: Kontrast, Sättigung, Schärfe
- - Hilfslinien: Ein, Aus
- - Überprüfen: Ein, 2 Sekunden, Aus
- - GPS Verbindung: Ein, Aus
- - Auslöser-Ton: Wahl zwischen Ton 1-3 oder: Aus
- - Speicher: Telefon, Speicherkarte
- - Einstellungen zurücksetzen
Machen wir weiter beim Videomodus. Das Pixon12 nimmt Videos mit einer maximalen Auflösung von 720x480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Die Videos sehen nicht nur auf dem Handy sehr gut aus, sondern auch auf dem PC. Leider nimmt das Pixon12 (noch?) mit dem AMR-Codec auf, weshalb der Sound im Vergleich zum I8910 HD natürlich bescheiden ist. Im QVGA Modus bietet das Pixon12 sogar wieder die Möglichkeit, in Zeitlupe aufzunehmen.
Die Einstellungsmöglichkeiten des Videomodus:
- - Modus: Intelligenter Auto-Modus
- - Aufzeichnungsmodus: Normal, Begrenzung für MMS, Zeitlupe
- - Fotolicht: Auto, Ein, Aus
- - Galerie
- - Fokusmodus: Autofokus, Gesichtserkennung
- - Selbstauslöser: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 Sek.
- . Auflösung: 720x480, 640x480, 320x240, 176x144
- - Weißabgleich: Auto, Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend, Bewölkt
- - Effekte: Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ, Antik, Schärfer
- - Automatischer Kontrast: Ein, Aus
- - Videoqualität: Fein, Normal, Sparsam
- - Anpassen: Kontrast, Sättigung, Schärfe
- - Hilfslinien: Ein, Aus
- - Audioaufnahme: Ein, Aus
- - Speicher: Telefon, Speicherkarte
- - Einstellungen zurücksetzen
Insgesamt muss man sagen, dass die Aussage „12 Megapixel alleine sind noch nichts“ zwar stimmt, jedoch bei Weitem nicht immer zutreffen muss. Das Pixon12 ist bis dato das beste Kamerahandy, was mir je untergekommen ist. Und dies liegt nicht nur an der Auflösung der Kamera, die nichts über die Qualität ihrer Bilder aussagt, sondern an dem Gesamtpaket und der daraus resultierenden Qualität der Bilder.
Viele Beispielbilder findet ihr am Ende des Testberichts. Achja – vorsicht: Ein Bild hat im Normalfall eine Größe von ca. 3,8 MB.
Bedienung:
Was die Bedienung angeht ist das Pixon12 auf einem sehr fortgeschrittenen Stand. Zwar verfügt das Gerät nur über ein benutzereigenes Betriebssystem, dieses lässt sich jedoch zumindest endlich so personalisieren, dass man hier sogar einen Vorteil gegenüber Symbian oder anderen Betriebssystemen ausmachen kann. Bleibt nur noch die Tatsache, dass ein erweitern der Funktionen und Programme nicht ohne Weiteres möglich ist (vielleicht durch den App-Store der bald von Samsung kommt?).
Ansonsten ist das neue Menü trotz anfänglich vielen Informationen sehr gut zu überschauen und auch sehr klug gestaltet – zumal man sich wie weiter oben angesprochen wirklich enorme Wege durchs Menü spart, wenn man mal weiss auf welcher Ebene man die entsprechende Funktion findet.
Betrachtet man mal die Abmessungen des Pixon12 (108x53x13,8 mm bei 119g) ist das Handy wenn es direkt vor dem Nutzer liegt richtig schön dimensioniert. Das Gerät wirkt sehr klein und beherbergt trotzdem ein 3,1 Zoll Display. Passend dazu ist es mit 13,8mm Stärke noch im Rahmen und trägt nicht zu dick auf. So lässt sich das Gerät prima mit einer Hand bedienen.
Akku, Sprachqualität & Empfang:
Die Sprachqualität ist beim Pixon12 auf einem „normalen“ Niveau anzusiedeln. Man erkennt den Gesprächspartner gegenüber an der Stimme und auch die weitere Verständigung ist kein Problem, jedoch klingt das ganze etwa so wie im MP3 Player, nämlich etwas „mager“ - nicht blechern, aber mager. Die Lautstärke während Gesprächen ist gut.
Beim Empfang enttäuscht mich das Pixon12 etwas, zumindest was das 3G-Netz über e-Plus angeht. Hier habe ich in meinem Heimatort maximal 3 Empfangsbalken, dagegen kann der GSM-Modus bei mir mit vollem Empfang punkten. Allerdings liegt die Enttäuschung nicht nur am Handy, sondern wohl auch am verwendeten Netzbetreiber. Das Pixon12 kommt im e-Plus Netz nie auf volle Empfangsstärke (3G Modus). Beim Test mit einer T-Mobile Sim Karte pendelte sich der Empfang im 3G Modus stets in der oberen Hälfte des Empfangsanzeige ein, allerdings war auch dort nie volle Empfangsstärke zu bekommen (ländliches Gebiet).
Sobald man sich in besser versorgten Gegenden befindet, klettern jedoch beide Empfangsanzeigen nach oben.
Wir machen weiter beim Akku:
Hier zeigt das Pixon12 ebenfalls zwei Gesichter. Nutzt man das Handy nur für „normale“ Funktionen (dazu zähle ich telefonieren, Schreiben von Nachrichten, MP3 Player, Bluetooth) hält der Akku locker 4-5 Tage durch (Displayhelligkeit minimal, 3G deaktiviert). Sobald man jedoch die erweiterten Funktionen nutzt (WLAN, Kamera) ändert sich die Ausdauer des Pixon12 entsprechend. Vor allem der Xenon Blitz (wer hätte es gedacht?) zieht mächtig am Akku. Nutzt man also diese Anwendungen, sollte man mit einer maximalen Nutzungsdauer von 2-3 Tagen rechnen, wobei dies auch noch ein sehr guter Wert für ein Telefon ist, das so multimedial ausgestattet ist. Ich bin überzeugt, dass sich die Werte mit weiterem Akkutraining noch weiter verbessern lassen.
Die Akkuleistung nach Herstellerangaben:
Gesprächszeit: Bis zu 3 Std.
Standby-Zeit: Bis zu 250 Std.
Akkukapazität: 1000 mAh
Positiv zu erwähnen ist, dass sich die Helligkeit des Displays getrennt steuern lässt, nämlich einmal für das Telefon allgemein und einmal speziell für den Browser. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Akkuanzeige nun wohl feiner abgestimmt ist, sprich das Gerät bleibt nicht sehr lange auf „ganz voll“ und geht dann rapide gegen „komplett leer“, sondern die Anzeige ist jetzt ausgewogen, sodass man mit gut mit einem Strich noch etwas mit dem Handy spielen kann und auch noch das ein oder andere Telefonat führen kann.