Mir ist durchaus bewusst dass das Zeugnis sicherlich deutliche Verbesserungen bedarf - ich hab ja selbst noch nie eins geschrieben sondern bisher immer nur Stichpunkte geliefert (Formulierung hat der alte Chef noch übernommen gehabt). Ehrlich gesagt tendiere ich momentan dazu, wirklich das alte Zeugnis her zu nehmen, die zusätzlichen Aufgaben dort zu ergänzen und mir das Ding als Schlusszeugnis ausstellen zu lassen - dann wäre Ruhe im Karton.
Eine neue Stelle existiert bereits die auch lückenlos aufschließt, das ist soweit korrekt. Wenn ich aber jetzt schon noch die Chance habe, das Ding nach meinen Bedürfnissen/Wünschen etwas anzupassen, dann würde ich das so auch machen wollen.
Wie genau habe ich mir denn eine Bewertung der Führung in 'nem Zeugnis vorzustellen? Im täglichen Betrieb läuft das alles bei mir nahezu automatisch ab (was an dieser Stelle das Problem sein dürfte, da mir sowas nicht mehr als "Besonderheit" auffällt). Mein Ex-Chef hat davon absolut nix mitbekommen (der war mit seinem eigenen Zeug beschäftigt). Anlaufstelle für die Mitarbeiter der eigenen Abteilung? Interessenvertretung der eigenen Abteilung in andere Bereiche der Firma? Einbeziehung des Personals auf eine gewisse Entscheidungs- bzw. Diskussionsebene im Sinne von täglich anfallenden, kurzen Besprechungen?
Edit, zweiter Versuch - diesmal auf Basis des alten Zeugnisses (Link siehe oben), mit Elementen aus dem neuen Zeugnis und eigenen Zusätzen - mit der Bitte um Meinungen und Verbesserungsvorschläge:
"Ausbildungs- und Arbeitszeugnis
Herr **** ****, geboren am **** in ****, wohnhaft in **** ****, absolvierte vom 01. September 2006 bis zum 15. Juli 2009 in unserem Hause eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel.
Während seiner Ausbildung wurde Herr **** in allen ausbildungsrelevanten Abteilungen (****) eingesetzt.
Herr **** zeichnete sich durch seine stets gute Lern- und Leistungsbereitschaft aus. Er zeigte sich bei allen Ausbildungsinhalten interessiert an den Aufgaben und Tätigkeiten seines Berufes. Dank seiner guten Auffassungsgabe sowie seiner gründlichen und pflichtbewussten Art mitzuarbeiten, konnte sich Herr **** gute berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen. Die Ausbildungszeit von Herrn **** endete am 15. Juli 2009 mit der erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ****.
Dies veranlasste uns, Herrn **** mit Wirkung vom 16. Juli 2009 als kaufmännischen Angestellten an der **** zu übernehmen. Er hat sich an seinem Arbeitsplatz schnell und problemlos eingearbeitet und erwarb sehr schnell weitere Produkt- und Fachkenntnisse, welche er im Verkauf gut einzusetzen versteht. Aufgrund dieser Entwicklung setzten wir Herrn **** in der Folge als Abteilungsleiter am Standort **** ein. Dies brachte neben der Verantwortlichkeit für acht Mitarbeiter auch die Organisation der **** samt **** mit sich. Gekoppelt mit der Tätigkeit als Abteilungsleiter übernahm Herr **** zeitgleich die Zuständigkeit für den Bereich „****“. Als stellvertretender Bereichsleiter „****“ wirkte Herr **** fortan nicht nur in **** aktiv mit, er konnte seine erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auch unterstützend in anderen Niederlassungen einbringen.
Herr **** hat in seiner Zeit als Abteilungsleiter und Verantwortlicher im Bereich „****“ maßgebliche Erfolge erzielt. In Zusammenarbeit mit der **** **** wurde beispielsweise der Verkaufsbereich komplett überarbeitet, woraufhin das bestehende Produktsortiment von Herrn **** überarbeitet und neu strukturiert wurde. Neben einer Steigerung des Umsatzes und des Rohertrages hatte die Umgestaltung auch Auswirkungen auf die weiteren **** Niederlassungen: Heute weisen alle Niederlassungen ein ähnliches Erscheinungsbild auf und verfügen über ein auf den Standort abgestimmtes Produktsortiment.
Zu seinen Aufgaben gehörten im Wesentlichen:
- Eigenständige Umsatz- und Ergebnisplanung
- Eigenständige Personal- und Urlaubsplanung
- Inventurverantwortung (Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung)
- Niederlassungsübergreifende Bereichstätigkeit für die gesamten **** Niederlassungen
- Mitwirkung beim Aufbau des Webshops
- Gestaltung des Lagersortiments „****“ am Stammsitz ****
- Unterweisung u. Ausbildung der Auszubildenden in der Abteilung
- Warendisposition, Führen von Lieferantengesprächen
- Verkauf sowie Kundenberatung
- Allgemeine administrative Tätigkeiten (First Level Support IT, Betrieblicher Ersthelfer sowie Sicherheitsbeauftragter)
Herr **** war bei seinen Kollegen und Mitarbeitern stets als guter Ansprechpartner und Unterstützer bekannt. Die Interessen und Anregungen der eigenen Mitarbeiter wurden von ihm – unter anderem in Kaizen Workshops - auch in andere Bereiche des Unternehmens getragen. Einen weiteren Schwerpunkt setzte Herr **** bei der individuellen Qualifikation der eigenen Mitarbeiter: Jeder Mitarbeiter der **** war für einen speziellen Fachbereich zuständig und wurde dementsprechend individuell gefördert. Dies ermöglichte es, direkt beim Kunden ein breites Wissensspektrum der eigenen Mitarbeiter aufzubauen. Ohne seine Führungsqualitäten als Abteilungsleiter und seine Teamfähigkeit wären diese Leistungen so nicht möglich gewesen.
Herr **** hat die in Ihn gesetzten Erwartungen voll und ganz erfüllt und seine Aufgaben über das erforderliche Maß hinaus stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Er ist ehrlich, aufgeschlossen, fleißig und sein Handeln war in jeder Hinsicht umsichtig und selbstständig.
Das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war jederzeit einwandfrei.
Herr **** verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich beruflich neu zu orientieren. Wir bedauern seine Entscheidung, denn wir verlieren mit ihm einen wichtigen Mitarbeiter. Wir danken ihm für die stets guten Leistungen und wünschen ihm für die Zukunft sowohl beruflich als auch privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute."
Obiger Text füllt in Word (diesmal Schriftgröße 12) gute zwei DIN-A4 Seiten, womit das Maximum wohl auch erreicht wäre.