Bedienung:

Einer der wichtigsten Punkte bei den heutigen Smartphones ist mit Sicherheit auch die Bedienung. Neben zahlreichen softwarebasierten Möglichkeiten muss ich das Gerät auch seitens der Hardware (Abmessungen, …) weiterhin akzeptabel Nutzen lassen, ohne dass man direkt einen Krampf beim Bedienen bekommt.
Nachfolgend ein Überblick über die softwarebasierten Lösungen:

Bewegungssteuerung:
- - Spiegeln: Gerät umdrehen, um es lautlos zu stellen
- - Aufnehmen: Gerät in die Hand nehmen, um den Klingelton bei eingehenden Anrufen leiser zu schalten
- - Anheben: Gerät ans Ohr führen, um einen Anruf anzunehmen oder auszuführen
- - Schütteln: Zum neu Anordnen – schütteln
- - Kippen: Gerät neigen, um verschiedene Interaktionen mit Apps zu bewirken
UI-Einhandbedienung:
[Nach Aktivierung wird die Tastatur und der Dialer auf die Seite geschoben, auf welche man das Gerät neigt. So sind alle Displayinhalte mit einer Hand bequem erreichbar.
Schnellzugriff:
Es wird in nahezu allen Bildschirm-Ebenen ein Schnellzugriff in Form eines Kreises eingeblendet. In diesem Schnellzugriff befinden sich die normalen Bedientasten, die auch im unteren Bereich des Displays dargestellt werden. Zusätzlich ist dort ein Shortcut zum Beenden aller aktiven Anwendungen sowie ein Shortcut zum Sperren des Displays angebracht.
Smart-Cover:
In Verbindung mit dem Smart-Cover (originales Huawei-Zubehör) werden bei aktiviertem Menüpunkt Zusatzinhalte auf dem gesperrten Display dargestellt.
Handschuh-Modus:
Empfindlichkeit des Touchscreens wird erhöht.
Neben diesen Funktionen die teilweise auch noch weiter ausgebaut werden sollten, gelingt beim Mate 7 auch die allgemeine Bedienung recht gut. Sämtliche Icons sind klar beschriftet, das Gerät erschließt sich Einem auch direkt nach dem Einschalten; zumindest wenn man Android-Erfahrung hat. Ansonsten hilft ein Blick in die Schnellstartanleitung bzw. in die ausführliche Anleitung, die sich in der Regel auf der Herstellerseite herunterladen lässt.
Auch seitens der Hardware gibt es bei mir nichts Negatives zu berichten – im Gegenteil. Das Gerät lässt sich trotz den Abmessungen in den meisten Situationen noch mit einer Hand bedienen. Gut – dieser Eindruck kann natürlich bei Personen mit zierlichen Händen wieder anders aussehen, da ist die Wahrscheinlichkeit aber ohnehin geringer, dass ein Kaliber des Mate 7 überhaupt zur Wahl steht. Ansonsten gilt hier wie immer der Tipp: Das Gerät vor dem Kauf wenn möglich live ansehen und mal ausprobieren 
Achja – Stichwort Stylus: Wie bereits zu Beginn erwähnt verfügt das Ascend Mate 7 über keinen Stylus. Das finde ich persönlich aber auch nicht weiter schlimm. Nutzer die zwingend Wert auf einen Stylus legen landen momentan (noch) zwingend bei Samsung, da man hier einfach mit der Entwicklung an der Spitze ist. Neben dem Schreiben von Notizen sowie den eigenen S-Pen Anwendungen dort hat der Stylus im praktischen Alltag eines Normal-Nutzers (also kein Künstler, der auf seinem Smartphone/Phablet kreative Ergüsse auslebt, wie das von Samsung gern mal verbreitet wird) nicht wirklich eine Verwendung. Genau das wird auch ein Grund für Huawei gewesen sein, komplett auf diesen zu verzichten. Im Übrigen hätte man im Gehäuse sowieso keinen Platz dafür gehabt. 
Akku, Sprachqualität und Empfang:

Huawei stattet das Mate 7 mit einem wahrlich monströsen Li-Poly Akku aus, der mit seinen 4.100 mAh an Kapazität sämtliche Konkurrenten auf die Plätze verweist. Mit diesem Statement dürfte auch gleich ein weiterer Vorteil dieser großen Bauweise klar sein: Nicht nur das Display kann größer dimensioniert werden, auch der Akku kann auf mehr Leistung ausgelegt werden. Huawei selbst gibt die Laufzeiten unter Laborbedingungen wie folgt an:
- - Standby-Zeit 2G-Modus: 608 Stunden
- - Standby-Zeit 3G-Modus: 642 Stunden
- - Standby-Zeit 4G-Modus: 648 Stunden
Zur Sprechzeit macht der Hersteller leider keine Angabe. Auf den zweiten Blick ist das auch nicht weiter schlimm, denn diese Werte kann man in der Praxis in der Regel sowieso nicht erreichen da hier deutlich mehr Umwelteinflüsse zum Tragen kommen.
Der praktische Test mit dem Huawei Ascend Mate 7 hat mich begeistert: Das Gerät wurde bei mir wirklich sehr intensiv genutzt (Mail-Dienste mit Push-Mitteilungen, LTE/WLAN sofern verfügbar, Displayhelligkeit automatisch, den Tag über verteilt surfen und telefonieren, ab und an aktiver Musikplayer) und ich erreichte stets eine Laufzeit von zwei Tagen. Das ist ein sehr guter Wert wenn man bedenkt, dass der Akku in der ersten Zeit noch etwas zunehmen dürfte. Ein Nachteil hat ein solch riesiger Akku allerdings: Die Ladezeit verlängert sich entsprechend. Da mir zum Test kein originales Ladegerät von Huawei zur Verfügung stand, wurde ein vergleichbares Ladegerät eines aktuellen Modells genutzt. Hier dauerte eine Ladung von 3% auf 95% rund 4,5 Stunden. Bei strikter Einhaltung der Energiesparmodi (es stehen unterschiedliche zur Wahl die zudem noch spezifiziert werden können) wage ich zu behaupten, dass eine Laufzeit von vier bis zu sieben Tagen möglich wäre.
Die Sprachqualität befindet sich bei diesem Gerät auf einem sehr hohen Niveau. Sowohl beim Test von Phablet zu einem mobilen Endgerät als auch in Richtung Festnetz kam der Gesprächspartner am Mate 7 natürlich an. Ein ähnliches Bild konnte man in die entgegengesetzte Richtung erkennen. Zudem spielt das Mate 7 hier wieder den Trumpf mit den gut klingenden Lautsprechern aus. In Verbindung mit der hohen Lautstärke lässt sich das Gerät auch im Freisprechmodus optimal nutzen – auch wenn es in der Umgebung vielleicht mal wieder etwas lauter zugeht.
Beim Empfang zeigt sich ein ähnliches Bild wie schon beim Akku: Das Gerät war bei der praktischen Nutzung sowohl im ländlichen als auch im städtischen Bereich stets in der Nähe von maximaler Empfangsstärke im LTE-Netz. Folglich kam es beim Surfen bzw. Telefonieren auch zu keinerlei Störungen oder gar Verbindungsabbrüchen.
Media- und Musikplayer:


Wir beginnen beim Mediaplayer des Ascend Mate 7. Dieser ist bei einem Phablet nochmal ein Stück wichtiger anzusehen als dies beispielsweise bei einem normalen Smartphone der Fall ist, was ganz einfach mit den größeren Displays zusammenhängt. Je größer (und hochauflösender) das Display ist, desto eher schaut sich der Nutzer auch mal längere Videos und Streamings an – vom Surfen ganz zu schweigen. Das Mate 7 überzeugt hier fast schon alleine durch den Blick auf das Datenblatt, denn bei den unterstützten Formaten ist eigentlich alles dabei, was man sich zur heutigen Zeit wünschen kann: DivX / XviD / MP4 / H.263 / H.264 sowie WMV werden ab Werk unterstützt. Dank Android kann man sich natürlich noch weitere Player von Drittanbietern herunterladen, die neben einem eventuell erweiterten Funktionsumfang dann auch weitere Formate unterstützen.
Doch hier geht es in erster Linie um den werksseitig installierten Player: Nach dem Anwählen des „Video“-Icons bekommt der Nutzer direkt eine Liste mit allen auf den Gerät und der Speicherkarte abgelegten Video-Inhalten angezeigt. Die Anzeige erfolgt hierbei nicht nur mit einem kleinen Vorschaubild, sondern auch mit dem Titel des Videos und der Laufzeit – also eigentlich alles, was man zwingend benötigt. Nach dem Starten eines Videos beginnt auch unverzüglich die Wiedergabe – allerdings ausschließlich im Querformat. Das Abspielen von Videos im Hochformat (um unterhalb der Anzeigefläche z. B. dauerhaft die Player-Steuerung einzublenden) ist nicht möglich.
Bei der Wiedergabe selbst hat sich Huawei auf die nötigsten Elemente beschränkt die auch nur dann auf dem Display dargestellt werden, wenn der Nutzer dies vorher berührt und die Optionen damit aktiviert hat. Unterhalb der Wiedergabe befinden sich die Steuerungs-Optionen: Video zurück, Pause/Start sowie Video vorwärts. Direkt über diesen Optionen ist die Laufzeit visualisiert, mit deren Hilfe man auch innerhalb des Videos scrollen kann.
Im oberen Bereich befindet sich ganz links die Anzeige des aktuell angewählten Videos, in der Mitte die derzeitige Uhrzeit und ganz rechts schließlich noch die „dts“-Soundoption (übrigens die einzige Möglichkeit, das Klangbild zu verändern). Ganz links ist zudem noch ein kleines Vorhängeschloss zu sehen – damit lässt sich der Touchscreen für Eingaben deaktivieren, sodass man eben keine unbeabsichtigten Eingaben während der Wiedergabe tätigt.
Zur Wiedergabequalität: Hier war ich ehrlich gesagt etwas erstaunt. Gut – dass das Display einen super Job erledigt wusste ich da man das ja bereits aus dem Alltagsgebrauch kennt. Aber dass der winzige Lautsprecher auf der Rückseite eine solch hohe Lautstärke produziert – damit hätte ich nicht gerechnet. Natürlich kann man den Lautsprecher nicht ganz mit den Stereo-Lautsprechern eines HTC One M8 oder denen des Oppo Find 7 gleichsetzen, dennoch: Beachtliche Leistung, die sich neben einer hohen Lautstärke auch in einer guten Wiedergabequalität wiederspiegelt. Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es hier dann aber doch: Das Mate 7 ist auf der Rückseite zwar leicht abgerundet, dennoch wird dem Lautsprecher einiges an „Power“ genommen, wenn das Gerät mit der Rückseite beispielsweise auf einem Tisch aufliegt. Dies hätte man eventuell mit einer kleinen Erhebung am Lautsprecher oder durch eine anderweitige Platzierung des Lautsprechers lösen können (wobei das vermutlich aufgrund des Geräteaufbaus schwierig geworden wäre).
Das Fazit fällt im Übrigen mit einem angeschlossenen Headset (Sennheiser CX300) ähnlich aus: Die Lautstärkereglung wird quasi nie auf das Maximum gedreht (das hält niemand auf Dauer aus) und die Wiedergabe selbst wirkt – mit aktiviertem „dts“-Modus sehr ausgewogen und „satt“.