Motion Control:
Neben den oben näher erläuterten Gesten sind natürlich auch die von anderen Herstellern bekannten Features im Find 7a zu finden. Auch dieser Punkt ist in drei verschiedene Unterpunkte aufgeteilt, um dem Nutzer die größtmögliche Übersicht bieten zu können:
1. Kommunikationen:

- - Umdrehen für Stummschaltung (bei eingehenden Anrufen)
- - Einfaches Wählen: Der angezeigte Kontakt wird automatisch gewählt, wenn das Telefon an das Ohr geführt wird.
- - Einfaches Annehmen: Eingehende Anrufe werden automatisch angenommen, wenn das Telefon ans Ohr geführt wird.
- - Gestenantwort: Geste über dem Bildschirm ausführen, um eingehenden Anruf im Freisprechmodus anzunehmen
- - Freisprechen-Schalter: Beim Heben des Telefons wird automatisch die Freisprechfunktion deaktiviert
2. Kamera:

- - Kamera mit Multi-Fingern aktivieren: Durch das Zusammenziehen von drei Fingern wird in jeder Menüebene die Kamera gestartet
3. System:

- - Fehlbedienung verhindern: Verhindert, dass sich der Bildschirm durch Fehlbedienung in der Tasche aktiviert
- - Gesten-Screenshot: Mit drei Fingern gleichzeitig nach oben oder nach unten wischen um einen Screenshot aufzunehmen
- - Lautstärke mit zwei Fingern einstellen: In jeder Menüebene kann mit zwei Fingern die Lautstärke nach oben oder unten geregelt werden
- - Doppelklick zum Sperren: Doppelklick des Homebuttons (in jeder Menüebene) um den Touchscreen augenblicklich zu sperren / zu deaktivieren
Noch viel genialere Funktionen „verstecken“ sich im Dropdown-Menü der Statusleiste bzw. im Hauptmenü des Find 7a. Zieht der Nutzer nämlich die Status-Leiste nach unten, erscheint wie bei vielen anderen Smartphones neben einem Benachrichtigungsfeld auch ein Bereich in dem der Nutzer diverse Shortcuts für häufig genutzte Einstellungen anwählen kann. Besonders auffällige Punkte hier möchte ich euch kurz erklären:

- - Alle beenden: Eine Art „kleiner Taskmanager“, der alle nicht genutzten Apps beendet (mit nur einem Klick)
- - Energiesparmodus: Aktiviert den Energiesparmodus, welcher zuvor im Hauptmenü mit zahlreichen Optionen genau definiert werden kann
- - WLAN-Hotspot: Lässt das Gerät als Hotspot fungieren
- - Urlaubsmodus: Etwas „unglücklich“ gewählter Begriff – im Grunde nix anderes als ein „Nachtmodus“, der sämtliche Benachrichtigungen auf „Stumm“ schaltet
- - Tastensperre: Sperrt den Touchscreen für Eingaben, versetzt das Gerät in den „Sleep“ – Modus (= normaler Standby-Zustand)
Doch nicht nur dieses Dropdown-Menü hat ein paar Besonderheiten auf Lager, auch das Hauptmenü wie weiter oben bereits kurz erläutert noch die ein oder andere Überraschung zu bieten:
Mit dem sogenannten Gast-Modus ist im Grunde genommen möglich, verschiedene „Nutzer-Konten“ auf dem Find 7a anzulegen. Zunächst muss im Hauptmenü ein Passwort bzw. ein Entsperrmuster sowohl für den „Besitzer“ als auch für den „Gast“ festgelegt werden. Hat man diese definiert ist es dem Nutzer möglich, bestimmte Kontakte, Fotos, Videos oder auch Anwendungen für den Gastmodus zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. In diesen Modus kommt man nur, wenn das Gerät neu gestartet wird; je nachdem welches Entsperrmuster bzw. Passwort dann eingegeben wird kommt man dann in den Gast-Modus oder in den administrativen Besitzer-Bereich in welchem dann die zuvor definierten Einschränkungen aktiv sind. Ein sehr cooles Feature für Personen, die ihr Smartphone öfters mal aus den Händen geben (was bei mir so gut wie nie vorkommt
)
Zusätzlich zum Gast-Modus kann der Nutzer mit Hilfe der ab Werk zur Verfügung stehenden Option „App Encryption“ sämtliche Apps des Find 7a mit einem Passwort oder einem Muster schützen. Ebenfalls klasse Funktion die bei mir deutlich häufiger Anwendung finden könnte als der Gast-Modus. Natürlich könnte man eine solche App auch nachträglich aus dem Play-Store laden; ich finde es jedoch gut dass ein Hersteller so etwas direkt ab Werk ermöglicht.
Ebenfalls praktisch: Der sogenannte “Permission Monitor“ bietet dem Anwender die Möglichkeit, für sämtliche installierten Apps die jeweils eingeräumten Nutzungsrechte anzeigen zu lassen – wahlweise sortiert nach Apps oder nach Funktionen. So kann man beispielsweise auslesen welche Berechtigungen die Apps von „Amazon“ oder „WhatApp“ jeweils haben (Anmerkung: Schaut bei WhatsApp lieber nicht rein *g*).
Auch zur Einsparung von Datenvolumen sowie dem Blocken von unerwünschten Anrufen sind Lösungen ab Werk von Oppo bereitgestellt.
Mein persönlicher Favorit in Sachen „Bedienung“ ist da die Implementierung der Gestensteuerung sowie der zusätzlichen Sicherheits- und Komfort-Features die weiter oben erläutert wurden. So etwas verstehe ich unter „richtiger“ Innovation, denn der Mehrwert bzw. der Nutzen ist dadurch klar für den Bediener ersichtlich – man muss sich nicht erst die Frage stellen „Moment mal – brauche ich das überhaupt?“. Natürlich braucht man das! Wenn ich jetzt nach recht kurzer Nutzung des Find 7a an die Zeit ohne Gestensteuerung zurückdenke: Kaum zu glauben.
Es ist wirklich eine enorme Komfort-Steigerung, wenn man aus jeder Ebene heraus mit nur einem definierten Klick die Tastensperre aktivieren kann und diese dann – genauso kinderleicht – wieder deaktiviert bekommt. Da stört es dann auch nicht, dass das Gerät bezüglich den Abmessungen zu den größeren Kalibern gehört.
Übrigens: Oppo ist dafür bekannt, nicht nur mit einem Ohr auf die Community zu hören, sondern durchaus auch gute Vorschläge (die im Forum entsprechenden Anklang finden) in die Tat um zu setzen. Das bedeutet dass man momentan als Nutzer wohl einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die weitere Entwicklung der Software im Hause Oppo hat. Das ist definitiv eine Chance, die man als Nutzer zu schätzen weiß – in der Regel bekommt das der Hersteller dann in irgendeiner Form auch wieder zurück (Stichwort: Kundenbindung).
Akku, Sprachqualität und Empfang:



Das Find 7a wird von einem Li-Polymer Akku mit einer Kapazität von 2800 mAh angetrieben. Vorteil der kompletten Konstruktion des Smartphones: Der Akku ist vom Nutzer selbst wechselbar, d. h. man kann theoretisch die Laufzeit verdoppeln sofern man einen zweiten Akku hat. Nachteil an dieser Geschichte ist momentan noch die Tatsache, dass es bisher kein optionales Ladegerät für einen zweiten Akku gibt, d. h. der Akku lässt sich nur laden wenn er im Find 7a eingelegt ist. Laut Oppo soll eine solche Ladestation aber in Kürze erhältlich sein. Wenn man an dieser Stelle aber ein anderes, sehr stark umworbenes Feature des Find 7a betrachtet, mag dieser auf den ersten Blick negativ wirkende Punkt vielleicht gar nicht mehr so negativ erscheinen: Das Find 7a wurde von Oppo mit Hilfe eines speziellen Netzgeräts für die sogenannte VOOC-Ladetechnik konzipiert. Diese VOOC-Technik wird auch als „Rapid Charge“ bezeichnet und ist bisher ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Find 7a – bislang bietet diese Funktion kein anderer Hersteller an.
Was kann man sich darunter nun genau vorstellen?
Rapid Charge ermöglicht es, den komplett leeren Akku in 70 Minuten wieder auf 100% seiner Kapazität zu bringen. Wird das Gerät für 30 Minuten an die Steckdose gehängt bekommt der Akku 75% spendiert. Und für diejenigen die es ganz eilig haben: Ein fünf minütiger Ladevorgang reicht für einen zweistündigen Telefonanruf.
Diese Funktion ist allerdings nur mit dem speziell mitgelieferten Ladegerät möglich, da hierzu natürlich mehr Power beim Input benötigt wird. Das ist auch dadurch zu erkennen, dass die USB-Buchse des Find 7a zwei zusätzliche Kontakte hat – nur so ist es überhaupt möglich, den Akku in diesen Zeiten zu laden. Damit durch den schnellen Ladevorgang keine Schäden am Telefon bzw. am Akku entstehen kamen laut Oppo fünf thermisch resistente Beschichtungen zum Einsatz, welche Schäden durch Überhitzung verhindern sollen. Ob das tatsächlich funktioniert wird man wohl erst nach einiger Zeit sagen können 
Bezüglich den Laufzeiten sowie der Standby- und der Gesprächszeit gibt es seitens Oppo leider keine Laborwerte, sodass ich diese hier nicht auflisten kann. Daher gibt’s hier lediglich Praxiseindrücke:
Das Gerät bzw. der Akku wurde zwischenzeitlich ca. 10x von mir komplett entladen und anschließend wieder auf 100% seiner Kapazität gebracht, sodass sich die Laufzeit bzw. die volle Kapazität grob eingependelt haben dürfte. Zu Beginn der Zeit mit dem Find 7a war am Abend bereits Ende – das habe ich aber bisher bei jedem Gerät geschafft. Dieses Ergebnis hängt ganz einfach damit zusammen das 1) der Akku noch nicht auf der Höhe ist und 2) noch sehr viel mit dem Gerät „gespielt“ wird, um die Möglichkeiten bzw. die Grenzen auszuloten. Bei normaler Nutzung unter meinen persönlichen Voraussetzungen (aktives WLAN bzw. wenn kein WLAN in Reichweite HSDPA, Push-Mail, gelegentliche Telefonate, sowie Surfen u. Hören von Musik, Facebook, Twitter, etc.) habe ich am Ende des Tages noch ca. 30-40% Restkapazität. Das ist meiner Meinung nach ein recht guter Wert für ein Gerät mit diesen Spezifikationen in Verbindung mit meiner Nutzung. Wenn man nun davon ausgeht dass hier zukünftig noch weitere Optimierungen folgen werden, habe ich überhaupt keine Bedenken. Erst recht nicht in Verbindung mit „Rapid Charge“ sowie dem wechselbaren Akku 
Die Sprachqualität offenbart das Find 7a zwei Gesichter: Während die Qualität und die Lautstärke beim Telefonieren über die Hörmuschel als „gut“ zu bezeichnen sind, schwächelt das Gerät etwas bei der Wiedergabe im Freisprechmodus über den rückseitigen Lautsprecher. Die Lautstärke selbst geht hier zwar absolut in Ordnung, allerdings ist die Qualität eher im unteren Mittelfeld einzuordnen. Der Test wurde sowohl übers Festnetz als auch vom Mobilfunknetz aus durchgeführt, daher kann eine situationsbezogene Ursache ausgeschlossen werden. Beim Telefonieren über die Hörmuschel vorne könnte die Lautstärke bei lauter Umgebung geringfügig höher sein, die Gesprächsqualität selbst geht in Ordnung. Der Gesprächspartner kommt zwar etwas „blechern“ herüber, das habe ich aber auch schon deutlich schlimmer erleben dürfen.
Beim Empfang hat mich das Find 7a positiv überrascht. An Stellen an denen ich mit meinem Galaxy S2 entweder sehr wechselhaften Empfang („hüpfende“ Empfangs-Anzeige) hatte, zeigte mit das Find 7a stets einen Ausschlag in der oberen Hälfte des Empfangsbalkens an. Dass dies nicht nur Visualisierung ist sondern auch tatsächlich auf Fakten beruht, macht sich dann im praktischen Test bemerkbar: Internetseiten werden wesentlich schneller geladen, was auf eine bessere Verbindung zurück zu führen sein dürfte. Als etwas „wechselhaft“ hat sich allerdings der WLAN-Empfang herausgestellt – Netze werden entweder gar nicht gefunden (obwohl man sich mit dem Gerät definitiv in Reichweite befindet) oder aber erst nach etwas Gedenkzeit angezeigt. Gleich verhält es sich beim Koppeln mit neuen Netzten – doch darauf gehe ich im weiter unten folgenden Punkt „Verbindungen“ noch genauer ein.