Beiträge von Foxy

    Soll das ganze denn über T-Online (Classic) oder übers Internet laufen?
    Für T-Online gibt es von der Stadtsparkasse Köln ein kostenloses Programm für die eigenen Online-Kunden. Aber vielleicht findet sich ja hier jemand, der eine CD zu viel hat. ;)


    mfg
    Foxy

    Re: magenta


    Zitat

    Original geschrieben von Luposen
    Also, das Gehalt vom Sommer: Da hast Du wohl leider das Komma falsch gesetzt, es sind nicht 2,5 sonders satte 25 Millionen Euro pro Jahr!

    Ne, sind wirklich "nur" 2,5 Millionen Europ pro Jahr.
    Allerdings ist dies auch nur gerechtfertigt, da Ron Sommer ja einen Vertrag bis 2005 hat, den er wohl auch eingehalten hätte, sofern nicht jeder ihn hätte loswerden wollen.


    mfg
    Foxy

    Re: In Holland sind die noch krasser


    Ich habe mich jetzt mal erkundigt. Laut Aussage der Straßenbauer hier in Köln, arbeiten diese mobilen Anzeigen mit Radar.


    Zitat

    Original geschrieben von Luposen
    Ich hate vor drei Jahren mal ein Problem in Holland wegen Geschwindigkeitsübertretung:


    Bin aus Maastricht kommend wohl etwas zu schnell gewesen (so ca 160) und hinter mir war ein kleiner schwarzer Polo. Irgendwann wurde der nervig, ich habe beschleunigt und war weg - mehr als 160 konnte die Kiste nicht (war ja eben nur ein Polo). Kurz darauf haben mich die Holländer Bullen angehalten, mich aus dem Auto gezerrt und auf die Wache geschleppt. Anzeige wegen stark überhöhter Geschwindigkeit, ich wäre laut den mich verfolgenden Beamten (ach, das war also der Polo) satte 240 gefahren! Ist doch der Hammer - das kann der Polo überhaupt nicht, also kann auch ein verfolgender Beamter nie im Leben diese Geschwindigkeit am Steuer eines Polos auf seinem Tacho gesehen haben. Außerdem fuhr ich nicht so flott, das weiß ich genau. Logischerweise habe ich den Bullen einen Lügner geschimpft und versucht, eine Strafanzeige wegen Falschaussage und Unterstellung gegen ihn aufzugeben - aber da haben sich die Drecksäcke nur kaputtgelacht. Ende vom Lied: Meinen Führerschein war ich los, das Auto war beschlagnahmt und ich sollte stolze 4500 Gulden zahlen (Beamtenbeleidigung inklusive). Habe einen Freund angerufen, der hat mich dann nach Köln gefahren. Dort habe ich meinen Führerschein als gestohlen gemeldet (bekam auch schnell einen neuen) und den ADAC-Anwalt eingeschaltet. Mit seiner Hilfe konnte ich dann zwei Wochen später das Auto abholen. Das habe ich ebenfalls von einem Freund machen lassen (war der Rat meines Anwaltes), weil mich sonst die Holländer wegen der selbstverständlich nicht gezahlten 4500 Gulden festgesetzt hätten.
    Ende vom Lied: Natürlich habe ich das Geld nie bezahlt, habe meinen Lappen und mein Auto noch und ne Stinkwut auf die verfluchten Holländer.


    Luposen

    Dazu ist nur zu sagen, dass dir die holländischen Polizisten den Führerschein eigentlich nicht abnehmen dürfen! Grund ist der, dass der Führerschein Eigentum der Bundesrepublik Deutschland ist.
    Ein Fahrverbot dürfen sie dir natürlich dennoch für das Gebiet der Niederlande erteilen.


    mfg
    Foxy

    Eventuell Ultraschall? Würde sich meines Erachtens hervorragend dafür eignen.


    mfg
    Foxy

    Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Wir haben hier in Deutschland ca. 60 Millionen Telefonanschlüsse und gerade mal 10% davon sind bei den privaten Anbietern, wobei allerdinngsh vor allem bei Geschäftsleuten die Wechselquote etwas höher ist.

    Es sind "nur" etwa 40 Millionen Anschlüsse mit etwa 52,3 Millionen Kanälen. Von diesen 52,3 Millionen Kanälen waren nur 1,58 Millionen (3 %) bei den 61 Wettbewerdern. (Quelle: Jahresbericht 2001 der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post)


    Zitat

    Der Netzausbau ist eine Sache, die Wechselwilligkeit der Kunden eine andere. Man darf aber eben auch nicht außen vor lassen, dass das Netz der Telekom bereits vor der ersten Stufe der Liberalisierung schon sehr gut, durch Steuergelder finanziert, ausgebaut war. Ähnliches Bild bei Arcor, die ja das Netz der DB nutzen.

    Mit der Wechselwilligkeit ist es halt schwierig, da der Kunde dazu selber aktiv werden muss. Es muss halt viel Papierkram erledigt werden. Dazu haben viele Kunden keine Lust. Auch gibt es eventuell Ängste, dass man längere Zeit kein Telefon hat, was natürlich blödsinn ist. Aber viele Telekomkunden wissen es nicht besser.


    Zitat

    Ja - *das* wäre eine Alternative, aber da müsste ein Großhandelspreis für die TAL festgesetzt werden, der realistisch ist.

    Sind wir uns ja mal einig. ;)


    Zitat

    Doch, es hat jemanden geschadet - dem Verbraucher! Überall, wo kein Wettbewerb herrscht gibt es "Verzerrungen" der Preise, was dann letztendlich zu Lasten des Verbrauchers geht.

    Telefonieren war früher im Fernbereich viel teurer, dafür waren ortsgespräche wohl auch mal kostenlos bzw. man konnte für eine Einheit beliebig lange telefonieren. Trotzdem wurde deutlich weniger telefoniert. Also kann es dem Verbraucher auch nicht so sehr geschadet haben.


    Zitat

    ... der das Aufgrund der vorgelegten Zahlen tut. Allerdings druckst die Telekom ja immer ziemlich rum, wenn es um die tatsächlichen Kosten geht, was die Vermutung nahe legt, dass diese dann doch nicht so hoch sein können, wie immer gejammert wird ...

    Ich fürchte aber auch, dass die Berechnung der Minutenpreise nicht ganz so trivial ist, wie manche vermitteln möchten.


    Zitat

    Die tiefroten Zahlen bei der Telekom kommen ja auch aus anderen Bereichen - ein Stichwort dazu UMTS ...

    Aber auch UMTS hat nicht 67 Mrd. Euro gekostet. Immerhin ist dies zurzeit der Schuldenberg des rosa Riesen.


    Zitat

    Das "warum" ist einfach erklärt - etwas billiger als Telekom reicht doch ...

    Eben nicht, sonst würden mehr wechslen. Ich kenne einige Leute, die nicht zu einem Wettbewerber der Telekom wechseln, weil sie dann kein CbC mehr nutzen können. Die Wettbewerber sind aber finanziell nicht in der Lage dem Preisdumping der CbC-Anbieter etwas entgegen zu setzen.


    Zitat

    Die Katze beißt sich in den Schwanz. Die Telekom könnte schon preiswerter anbieten, nur müsste sie dann auch die Preise an Wiederverkäufer anpassen, was sie nicht will und daher sagt die RegTP: Nein.

    Nur Preisdifferenzen zwischen 12,3 Cent und 3 Cent die Minute sind der Telekom gegenüber auch nicht fair!


    Zitat

    Genau *deshalb* sollte ja CbC im Ortsnetz eingeführt werden ;).

    Zu was soll das führen? Die Mietpreise für die Anschlussleitung werden nicht gesenkt, d. h. hier muss der Wettbewerber selber zuschiessen, weil er vom Kunden weniger Geld bekommt, als er an die Telekom abführen muss. Daneben müsste er dann noch das Preisdumping der CbC-Abieter mitmachen, um in den Minutenpreisen überhaupt konkurrenzfähig zu sein. Konsequenz wäre, dass einem Anbieter, der dies mitmacht, innerhalb von kürzester Zeit der Konkurs droht. :(


    Zitat

    *Das* sehen doch nur die wenigsten Kunden. Bei den meisten ist es doch so, dass wenn da "Mobitel" draufsteht, auch "Mobitel" drin sein muss. Dass es im Endeffekt die Telekomleitung ist, realisieren wir hier, aber nicht Otto-Normal-Telefonierer ;)

    Ich denke schon, dass die meisten Kunden wissen, dass es sich immer um die gleichen Leitungen handelt, da das Gespräch ja auch von ihrem Telefon über die "alte" Leitung geht.


    Zitat

    Und genau da sind wir doch *wieder* bei der Telekom und z.B. bei den Flatrate-Zugängen. Zuerst die Mitbewerber ausgeschaltet und dann eingestellt ...

    Fand ich auch eine Schweinerei von der Deutschen Telekom, lässt sich aber wohl nicht ändern. Ihr Ziel hatte die Telekom damit ja erreicht: Die Wettbewerber im Flatrategeschäft mussten aufgeben.


    Zitat

    Die Telekom müsste also auch da gezwungen werden ein realistisches Preismodell für Wiederverkäufer anzubieten - was sie aber nicht will.

    Zu befürchten steht, dass viele eine Flat als Standleitung missbrauchen würden. Und da stellt sich dann die Frage, ob es nicht auf Dauer, wenn viele sich eine günstige Flat zulegen, auch im Ortsbereich zu Leitungsengpässen käme. Das ist aber schon wieder eine andere Geschichte.


    mfg
    Foxy

    Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Na, das ist aber auch mehr als hinkend ...


    Vergleichen wir doch mal mit den Ferngesprächs-CbC ... nach deiner Auslegung müssten die Regionalen Anbieter doch da auch schon längst Pleite sein, da alle zur Telekom wechseln würden, um CbC nutzen zu können. Und genau *das* passiert ja eben nicht, da die regionalen Anbieter *deutlich* unter den Telekompreisen anbieten. Trotz allem.

    So deutlich liegen die kleinen regionalen Anbieter nicht unter den Preisen der Deutschen Telekom. Nehmen wir doch z. B. mal NetCologne als eine der größten regionalen Gesellschaften. Hier kostet ein Ferngespräch immer noch 7,2 Cent (Hauptzeit) bzw. 3,1 Cent (Nebenzeit) pro Minute. Damit ist NetCologne gegenüber der Deutsche Telekom zwar konkurrenzfähig, nicht aber gegenüber den CbC-Anbietern. Dennoch schreibt NetCologne tief rote Zahlen. Nun frage ich mich, woran das liegen könnte? An überhöhten Preisen? Oder doch an einem teuren Netzausbau?
    Und genau hier liegt meines Erachtens der Fehler. Wenn immer diejenigen bestraft werden, die in die Infrastruktur investieren, dann wird auf Dauer niemand mehr - außer der Deutschen Telekom, da durch die Regulierungsbehörde gezwungen - in einen Netzausbau investieren. Dies kann langfristig nicht gesund sein, da damit auf Dauer eine Abhängigkeit von der Deutschen Telekom geschaffen wird.


    Zitat

    Der "vernünftige" Kunde wird sich für das beste Preis-/Leistungsverhältnis entscheiden. Nicht mehr und nicht weniger. Dass dies für die Telekom vermutlich fatale Folgen haben wird, ist abzusehen - oder auch nicht ("ach was, wir telefonieren schon immer über die Telekom und dabei bleiben wir auch!").

    Das vernünftigste Preis-Leistungsverhältnis wird so auf Dauer bei der Telekom verbleiben. Anschluss bei der Telekom und Telefonate ausschließlich über CbC, da dies günstiger ist. Ein regionales Unternehmen wird so niemals konkurrenzfähig. Kein Investor wäre bereit Geld in ein solch aussichtsloses preisdumping stecken.


    Zitat

    Der Kunde *muss* die Wahl haben. Wenn er künstlich keine Wahl hat, dann ist das eine nicht haltbare Bevormundung. Und genau *das* passiert hier.

    Im Idealfall sollte der Kunde eine Wahl haben. Aber die sollte sich ja nicht nur auf die Gespräche, sondern möglichst auch auf den kompletten Anschluss beziehen. Daher wäre vielleicht eine komplette Abschaffung von CbC und statt dessen mehr Konkurrenten mit Komplettanschlüssen sinnvoller ähnlich wie Mobilfunk.
    Müssen der der Kunde übrigens nichts. Immerhin haben wir in Deutschland über Jahrzehnte ohne Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt gelebt. Geschadet hat es anscheinend auch keinem.


    Zitat

    Um bei deinem MM Beispiel zu bleiben - der MM darf in meinem Laden verkaufen und muss mir dafür den EK + einen kleinen Gewinn bezahlen (so stellt es sich ja realistisch gesehen auch bei der Telekom dar).

    Wobei nicht du entscheidest, wie hoch dein Einkaufspreis ist, sondern der Staat tut dies durch seine Regulierungsbehörde.


    Zitat

    Da hätte ich nichts dagegen, da ich mir nicht mehr die Mühe des Verkaufens machen muss.

    Doch musst du. Der Staat zwingt dich nämlich auch die Kunden zu beliefern, die der MediaMarkt selber nicht beliefern will, weil es sich für ihn nicht rechnet!


    Zitat

    Außerdem werden ja immer noch viele Kunden direkt bei mir kaufen, auch zu meinen Mondpreisen, ganz einfach, weil sie das Image des MM´s nicht mögen und schon immer bei mir gekauft haben.

    Oder weil sie nicht drei Monate an der Kasse stehen möchten, bis der MediaMarkt abgerechnet hat. Übrigens bei vielen CbC-Anbietern leider ein ärgerliches Problem, dass eine zeitnahe Abrechnung der Gespräche nicht erfolgt. :(


    Zitat

    *Das* ist eine unbewiesene Behauptung. Die Netzbetreiber könnten doch auch so günstige Preise, wie die Wiederverkäufer anbieten, da sie ja keine Miete zahlen müssen - aber sie *wollen* es einfach nicht. Warum kostet z.B. ein Ferngespräch bei der Telekom tagsüber 12.3 Cent (über Analog) und CbC nur durchschnittlich 3 ct? Weil 3ct nicht kostendeckend sind? Wohl kaum.

    Die Deutsche Telekom darf doch gar nicht! Die Regulierungsbehörde sagt ihr, was sie von ihren Kunden zu nehmen hat, d. h. sie ist gezwungen diese 12 Cent in Rechnung zu stellen. Und warum? Weil die Regulierungsbehörde sagt, dass das Gespräch die Telekom so viel kostet und Preisdumping nicht erlaubt ist, da sie eine marktbeherrschende Stellung hat.
    Bei den regionalen Anbietern redet die RegTP nicht dazwischen, d. h. diese dürfen ihre Preise selbst kalkulieren und kommen auf ähnliche Preise wie die Deutsche Telekom. Warum nur?


    Zitat

    Warum sinkt der Preis bereits bei ISDN (sind doch eigentlich die gleichen Leitungen) und warum sinkt der Preis nochmals, wenn ich meine Grundgebühr erhöhe?

    Die Fixkosten des Netzes sind sehr hoch. Auch wenn der Kunde nicht telefoniert, muss gewartet werden. Die laufenden Kosten durch Gespräche - vor allem auf größeren Entfernungen - sind dagegen fast vernachlässigbar. Wenn der Kunde jetzt eine niedrige Grundgebühr bezahlt, muss der Minutenpreis logischerweise sehr hoch sein, um mein Netz finanzieren zu können. Steigt die Grundgebühr, kann der Minutenpreis fallen, da ein größerer teil der Fixkosten durch die Grundgebühr gedeckt wird.


    Zitat

    Nein, das ist alles sehr durchsichtig. Der/die Netzbetreiber *wollen* einfach nicht und klappern gehört ja zum Handwerk ...

    Klappern gehört tatsächlich zum Handwerk. Ist aber auch legitim.


    Zitat

    Die Netzbetreiber auch nicht, da die Kosten auf jeden Fall reinkommen. Nur die "fetten" Gewinne sind halt nicht mehr möglich. Es sind also Krokodilstränen, die da vergossen werden.

    Das ist eben die Frage. Kommen die Kosten wirklich rein? Bei einer sehr hohen Auslastung vielleicht schon. Aber mit steigender Auslastung geht auch das Risiko eines Gassenbesetzt exponentiell hoch. Dies mögen einige CbC-Kunden vielleicht in Kauf nehmen, die große Mehrheit aber wäre wohl zurecht böse, wenn die Telekom bei eigenen Verbindungen ähnlich verfahren würde.


    Zitat

    Bestreitet auch niemand. Aber die Vermietung dieser Hausanschlüsse wird ja bereits "verboten", bzw. verlangt die Telekom höhere Preise als von den eigenen Endkunden - das kann ja wohl nicht sein.

    Das kann eigentlich wirklich nicht sein, zeigt aber wie verzweifelt die Telekom heute schon sein muss, um diese Preise bei der Regulierungsbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Gleichzeitig führt dies aber auch für die Konkurrenten zu einer absolut untragbaren Situation. Ein Kunde, der nicht oder nur sehr wenig telefoniert, wird für die Komplettanbieter zu einem Zuschussgeschäft, da mehr Gebühren für die Miete an die Telekom abzuführen sind, als man selber vom Kunden bekommt. Zusätzlich kommen noch die eigenen Verwaltungskosten und die Rechnungsstellung. Alles Probleme mit denen reine CbC-Anbieter nicht zu kämpfen haben. Wie soll ein Komplettanbieter denn überleben, wenn er horrende Mieten an die Telekom abführen muss und gleichzeitig konkurrenzfähige Preise anbieten will. Dieser Spagat ist nicht zu schaffen. Die Margen bei 2 Cent - sofern man überhaupt noch von Margen sprechen kann - sind zu gering, um eine ähnliche Netzverfügbarkeit wie bei der Telekom zu haben.


    Zitat

    Ich persönlich würde sogar so weit gehen, dass die Telekom an Endkunden direkt überhaupt nicht mehr verkaufen dürfte, sondern alles über Wiederverkäufer abgewickelt werden müsste.

    Das käme einer Enteignung gleich und dies will zum Glück auch niemand.


    Zitat

    Die Telekom stellt die Infrastruktur und kassiert dafür Miete. Die Endkunden werden von verschiedensten Wiederverkäufern bedient und können sich das beste Preis-Leistungsverhältnis raussuchen.

    Dies funktioniert erfahrungsgemäß auch nicht. Bestes Beispiel sind hier Deutsche Bahn Netz und die Netzbetreiber der Briten. Die Netzbetreiber kassieren nur die Miete investieren aber nicht mehr ins Netz. Erforderliche Arbeiten werden aus Kostengründen nicht durchgeführt. grund ist einfach der, dass dem Netzbetreiber egal ist, wie defekt sein ist, d. h. dass z. B. die Sprachqualität schlecht ist, da er auf jeden Fall seine Miete kassiert und selber mit den unzufriedenen Endkunden nicht in Berührung kommt.


    [Qupte]Mag sein - aber auch das ist halt das berühmte unternehmerische Risiko. Hat der regionale Anbieter gute Konditionen, so hat er nichts zu befürchten, hat er die nicht, dann muss er sich halt was einfallen lassen. So wie 99,9% der Unternehmen in Deutschland bzw. Weltweit.[/Quote]Wie oben bereits angeführt, kann der regionale Betreiber niemals so gute Konditionen bieten wie die CbC-Anbieter, da er erst einmal die Verluste aus den Mietpreisen hereinholen muss. Außerdem muss die Netzverfügbarkeit ähnlich hoch wie bei der Deutschen Telekom sein, d. h. er kann sein Netz nicht am oberen Limit oder sogar da drüber fahren. Daher wird sein Minutenpreis schon höher als bei den günstigsten CbC-Anbietern liegen müssen.


    Zitat

    Warum? Es hängt doch alles vom Preis ab. Ob ich nun eine Miele Waschmaschine kaufe oder eine, wo Miele drin ist und draußen "Universum" drauf steht aber deutlich billiger angeboten wird, das ist ja meine Entscheidung, aber die würde ich halt gerne selbst treffen und es nicht vorgeschrieben bekommen.

    Was ist aber, wenn auf beiden Maschinen Miele draufsteht? Du entscheidest dich natürlich für den günstigsten Händler. Bei zwei unterschiedlichen Geräten (Miele und Universum) handelt es sich aber nicht mehr um ein homogenes Produkt wie im Telekommunikationsbereich. Hier fällst du deine Entscheidung nach den Leistungsmerkmalen der beiden Geräte. Im Telekommunikationsbereich ist dies aber nicht der Fall. Es ist immer die gleiche Leitung über die du telefonierst, nur der "Händler" ist ein anderer.
    Dies führte ja auch in anderen Bereichen zu Konzentrationsprozessen. Ich sag' nur MediaMarkt, Saturn, ProMarkt. Viele kleinere Händler sind durch die Riesen in den Ruin getrieben worden. :( Daher halte ich den Preisverfall im Telekommunikationsbereich für schädlich. Gegen gesunden Preiskampf habe ich nichts einzuwenden. Aber wenns nur darum geht, wer den längesten Atem hat, stimmt etwas nicht mehr. :flop:


    Gute Nacht
    Foxy

    Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Nur, wenn die CDU/CSU im Bundestag dafür gestimmt hätte. Es wurde sich enthalten und soviel ich weiß, haben sich im Bundesrat die meisten, wenn nicht alle *auch* enthalten.

    Wer sich enthält, sollte nachher nicht über die Entscheidung schimpfen.


    Zitat

    Aber du scheinst eine SPD-Brille zu haben, daher wird die Diskussion zu nichts führen.

    So eine: :cool: ? :D Ich gehöre nicht der SPD oder einer anderen Partei an. Wen ich am 22. September wähle, steht noch in den Sternen. Aber vielleicht enthalte ich mich wie die CDU und schimpfe dann. ;)


    Zitat

    Na und? Wer schützt den Computereinzelhändler vor dem MediaMarkt? Den Tante Emma Laden vor Aldi und Co.? Das ist einfach nur das berühmte unternehmerische Risiko.

    Das lässt sich so einfach nicht vergleichen. Ich glaube kaum, dass sich eine Mehrheit finden würde, die befürwortet, dass ein Einzelhändler seine Geschäftsräume auch der Konkurrenz für eine geringe Gebühr zur Verfügung stellen muss. Man stelle sich vor, der MediaMarkt dürfte einfach beim Computerhändler um die Ecke einmaschieren, in dessen Laden Ware verkaufen und würde dem Ladenbesitzer nur 1 Cent pro verkauftem Artikel zahlen. Genau dies passiert aber zurzeit in Deutschland und Europa. Die Netzbetreiber müssen den Wiederverkäufern die Infrastruktur für einen sehr kleinen Betrag zur Verfügung stellen, das kaum bis nicht kostendeckend ist. Die Wiederverkäufer haben dabei kaum ein Risiko, da sie keine Investitionen ins Netz machen.
    Wer ein wenig Ahnung von der Materie hat, weiss, dass die letzte Meile zum Kunden der größte Batzen bei den Kosten eines Telefonnetzes ausmachen, während Fernleitungen vergleichsweise teuer sind. Ich glaube nciht, dass nur einer der Call-by-Call-Anbieter überleben könnte, wenn auch diese Hausanschlüsse verlegen müssten. Die Kosten würden explodieren.


    Zitat

    Außerdem sollten wir doch mal die Marktanteile begutachten - 97% Telekom, 3% regionale Anbieter. Wer wird hier also defacto geschützt? Klar, die Masse der regionalen Anbieter. Völlig einleuchtend.

    Bei einer Öffnung steht zu befürchten, dass der Anteil der regionalen Anbieter zurückgeht, da diese kein Call-by-Call zulassen müssen. Der Kunde wechselt zur Telekom zurück, um die Call-by-Call-Anbieter im Ortsnetz nutzen zu können.


    Zitat

    Wer gute Leistung zum fairen Preis anbietet kann auch nach der Liberalisierung mit Kunden rechnen, Firmen jedoch, die ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen, die würden wohl eine herbe Überraschung erleben. [/B]

    Das mit der guten Leistung im Telekombereich ist so eine Sache. Verbindungen im Ortsnetz werden wohl immer die gleiche Qualität haben, egal welchen Provider man nutzt. Hier wird es daher einzig und allein vom Preis abhängen. Eine sehr ungesunde Entwicklung, wie ich meine.


    mfg
    Foxy

    Ich denke mal, dass der durchschnittliche Mobilfunkkunde wohl kaum eine Ahnung hat, wann welches Telefon von welchem Hersteller auf dem Markt kam und wann der Nachfolger in Sicht ist. Die meisten werden wohl nur in den Prospekten der Provider schauen, was ist zurzeit auf dem Markt zu welchem Preis erhältlich und welches Telefon erfüllt meine Wünsche.
    Daher dürfte Siemens zurzeit nicht so schlecht darstehen, wie das hier einige an die Wand malen. Das S45 bzw. ME45 besitzen ein Adressbuch für 500 Einträge, haben einen WAP-Browser, unterstüzen GPRS und auch EMS in Grundzügen. Und selbst eine IrDa-Schnittstelle ist vorhanden.
    Ich denke mal, dass diese Funktionen für die große Mehrheit (99 %?) durchaus ausreichend ist, zumal viele mit ihrem Telefon nur telefonieren oder SMS schreiben.
    Daher kann ich das Geschreie um einen Nachfolger nur bedingt nachvollziehen. Hier sind eben einige "Handyverrückte" ;) unterwegs.


    mfg
    Foxy

    Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Das ist wohl im Allgemeinen richtig, aber im vorliegenden Fall haben *alle* SPD regierten Länder dagegen gestimmt und nur ein kleiner Teil der CDU/CSU regierten.

    Hätten jedoch alle CDU geführten Länder an einem Strang gezogen, wäre die Liberalisierung durchgekommen. Also könnte man hier auch der CDU den schwarzen Peter zuschieben.


    Zitat

    Somit haben die SPD-Länder die Entscheidung der eigenen Regierung torpediert und sich und die SPD damit unglaubwürdig gemacht - obwohl, glaubwürdig war die SPD für mich sowieso noch nie ;).

    Im Bundesrat vertreten die Länder ihre eigenen Interessen, was ich durchaus für legitim halte. Andernfalls könnte man ja auch ganz auf den Bundesrat verzichten und hätte dann eine Situation ähnlich wie in Frankreich.


    Zitat

    Um die regionalen Anbieter geht es doch außerdem gar nicht, da diese sowieso nicht an die Call-By-Call Regelung gebunden sind (siehe Ferngespräche), sondern es geht einzig und allein um die Telekom. Daher ist das Vorschieben regionaler Anbieter reine Augenwischerei und faktisch eine Lüge.

    Um diese geht es sehr wohl. Bei einer Liberalisierung des Ortsnetzes ist ein ähnlicher Preisverfall wie bei Ferngesprächen zu befürchten. Preise von teilweise weniger als 2 Cent/Minute wie sie durchaus im Fernbereich zu finden sind, können für einen Netzbetreiber nie kostendeckend sein.
    Die Folge wäre, dass viele Kunden ihren regionalen Gesellschaften den Rücken kehren und zur Deutschen Telekom wechseln, um dort dann wieder Call-by-Call nutzen zu können. Für viele regionale Anbieter könnte dies dann das Aus bedeuten.
    Daher Befürworte ich zurzeit auf jeden Fall die Ablehnung der Liberalisierung im Ortsnetz. Das zurzeit im Fernbereich praktizierte Preisdumping halte ich auf Dauer für sehr schädlich. Hier wird nicht mehr mit realistischen Preisen gearbeitet.


    mfg
    Foxy