Beiträge von superuser_reload

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Ich glaub der Hauptgrund warum Elektroautos in Norwegen so erfolgreich sind es eher die Geografie.


    Ein Grossteil der Einwohner lebt in der Region um Oslo, und der Weg nach Norden ist ein relativ schmaler Korridor der sich halbwegs einfach und guenstig mit Schnellladesaeulen versorgen laesst. Aber in Mitteleuropa sieht das eben ganz anders aus.


    Schau Dir doch einmal die Verteilung der Supercharger-Standorte bei tesla.com an.
    Da fällt dann auf, dass wir in Deutschland, obwohl wir flächenmäßig nur geringfügig größer als Norwegen sind, fast doppelt so viele Supercharger-Standorte haben. Nach der Logik müsste Deutschland doch das Mekka für Teslas sein.


    Wenn der Neuwagenkäufer sich aber aufgrund der Besteuerung für das gleiche Geld zwischen einem gut ausgestatteten Passat und einem Tesla S entscheiden kann, dann wüsste ich ziemlich sicher was ich kaufen würde.


    Und zu allem Überfluss, fährt man dann zum Feierabend noch auf der E18 auf der Busspur am Stau vorbei... :D

    Ein Fahrzeug mit Diesel-Motor kaufe ich mir sicherlich auch nicht mehr, tatsächlich macht das jetzige Fahrzeug sogar Probleme aufgrund der Abgasreinigung und ich liebäugele mit einem Neukauf.
    Benzindirekteinspritzer mit Feinstaubfilter nach der zukünftigen Euro-Norm (ab 01.09.2018?) sind ja leider noch nicht zu haben.


    Was den obigen Focus-Link angeht:
    Das Gegenteil von der Langsamkeit der Einführung von E-Mobilität in Deutschland ist sicherlich Norwegen, da gehört der Tesla S inzwischen selbstverständlich zum Straßenbild wie ein Golf.


    Hat aber viele Gründe die man sich auch leisten können muss. Eine ironischerweise Dank Öl(!) sehr reiche Volkswirtschaft wo Strom dennoch aufgrund der Wasserkraft billig ist wie Dreck, und eine steil ansteigende Besteuerung auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren abhängig von CO2-Austoß, Motorleistung und Gewicht die man hierzulande eventuell treffend als "krass" bezeichnen kann, bei gleichzeitiger Steuerentlastung von E-Autos...


    Heise Autos von 2015!


    Edit:
    Den Befürchtungen dass die deutsche Automobilindustrie hier ins Hintertreffen gerät kann ich übrigens zustimmen.
    Ich bin seit 20 Jahren im Maschinenbau unterwegs und kenne die weitreichenden Verflechtungen in der Wertschöpfungskette, auch wenn ich nicht unmittelbar am Tropf der Autoindustrie hänge. Ein Scheitern von BMW, Mercedes, Volkswagen wäre eine Katastrophe und würde den Reichtum in Deutschland für alle erheblich schmälern.

    Um die Haltbarkeit der Akkus würde ich mir keine großen Sorgen machen, aber die zu erwartenden technischen Fortschritte im Bereich der E-Mobile dürften auch meines Erachtens deutlich rasanter und gefährlicher für den Wertverlust sein, als die zu befürchtenden Wertverluste bei "Verbrennern". Wäre heute irgendwem ein Mitsubishi i-MiEV mit 16kWh-Akku noch 40.000€ wert? Da hat man wahrscheinlich mehr Glück mit nem Passat TDI und Schummelsoftware.


    Abgesehen davon gibt es ja auf absehbare Zeit auch noch genug andere, teilweise triviale Hemmnisse für die Anschaffung eines E-Mobils. Sei es der sture Vermieter der in der Tiefgarage keine Steckdose zulassen möchte, der Verbrenner der regelmäßig die öffentliche Ladesäule zuparkt oder die irrwitzige Menge an 88(?) Amperas die Opel dieses Jahr in Deutschland anbietet. So nah am Tippingpoint wie sich das mancher wünscht, sind wir dann doch noch nicht, und ich möchte mit dem nächsten Fahrzeugkauf keine fünf Jahre abwarten.

    Ich habe den Thread jetzt einige Tage etwas halbherzig und skeptisch verfolgt, musste aber feststellen, dass TT scheinbar doch noch interessante Threads wie in den guten alten Zeiten zu bieten hat... :p


    Grundsätzlich denke ich auch, dass sich die E-Mobilität langfristig durchsetzen wird, aber ebenso wie sich der Zukunftsforscher in obigem Link von bjweber verschätzt hat, denke ich, dass zahlreiche Bremser und Bedenkenträger in Politik, Wirtschaft und unter den Konsumenten dafür sorgen werden, dass die Entwicklung zumindest in Deutschland eher langsamer als schneller voranschreiten wird.


    Ich arbeite selber in einem technischen Umfeld (nicht Automobilindustrie) und bin von lauter Ingenieuren umgeben die es eigentlich besser wissen müssten, bin dort aber wahrscheinlich der einzige der sich etwas intensiver mit Autos, Verbrennungsmotoren und Mobilität im Allgemeinen beschäftigt und bin immer wieder erstaunt wie konservativ manche Kollegen Kaufentscheidungen treffen.


    Da ist alles an Vorurteilen und Verbohrtheit dabei, die man sonst eher bei ungebildeten Leuten erwarten dürfte:
    -"Nur Deutsche können gute Autos bauen."
    -"Wer soll das denn bezahlen?!"
    -"Ich will jederzeit 500km ohne zu pinkeln durchballern können." (Macht er aber nur zwei mal im Jahr)
    -"Die Akkus gehen doch ständig kaputt."
    ... und das allseits beliebte:
    -"Is doch alles Schei*e!!!!"


    Und solche Leute laufen dann los, und kaufen sich nen neuen Passat für 45.000€ nachdem sie gerade erst vom Abgasskandal betroffen waren.
    Insofern glaube ich, dass unsere Autoindustrie noch ein wenig Zeit hat umzusteuern.

    Re: Re: Sperrungen für (Diesel)PKW-Stuttgart nur ein Anfang?


    Zitat

    Original geschrieben von Peinhammer
    Dass Dieselmotoren Menschen töten (mehr als jede Terroristenorganisation), ist seit Jahrzehnten bekannt und deshalb kann sich niemand darauf berufen, er hätte von nichts gewusst.


    Ich finde es immer wieder schön zu beobachten wie viele Menschen es hinterher vorher besser gewusst haben.


    Ich behaupte mal das 99% der autofahrenden Bevölkerung bis vor zwei Jahren keinen blassen Dunst davon hatte dass Dieselmotoren etwas ausstoßen dass sich Stickoxide nennt.
    Zu dem Zeitpunkt drehte sich die Hysterie grad noch um Feinstaub, nachdem sich ein Jahrzehnt davor alles um das klimaschädliche Kohlendioxid drehte, und der 3-Liter-Lupo das Vorzeigeauto der ökologisch verantwortungsbewussten Menschen war.


    Ich will garnicht leugnen dass hier von allen Seiten ein Selbstbetrug im Gange war, bei der weder der Gesetzgeber, noch die Fahrzeughersteller und erst recht nicht der Kunde allzu genau wissen wollten was bei der Umsetzung der Abgasnormen passiert, lieber sonnte man sich in der Gewissheit, dass man einen "sauberen" Euro5- oder Euro6-Diesel fährt, schließlich wurde einem das oft genug erklärt.


    Es kann aber nicht die Lösung sein nun durch sukzessiv zunehmende Fahrverbote eine schleichende Enteignung aller Dieselfahrzeugbesitzer voranzutreiben, bei der im Extremfall in den nächsten Jahren die Hälfte des Fahrzeugbestandes in Deutschland ausgetauscht werden müsste. Die Fahrzeughersteller würde es im Übrigen wahrscheinlich freuen, die hätten sicher nichts dagegen in den nächsten Jahren einige Millionen Benziner pro Jahr zusätzlich zu verkaufen. :p Über den ökologischen Nutzen solch eines Effektes darf man sich auch gerne streiten.
    Der unzuverlässige und langsame Nahverkehr holt die Kohlen übrigens auch nicht aus dem Feuer, nur weil man das Autofahren lange genug mies macht.


    Meines Erachtens kann man nur weiter an den üblichen Stellschrauben drehen, d.h. Nahverkehr attraktiver gestalten, auf den Realbetrieb abgestimmte Abgasnormen durchsetzen (auch wenn das Dieselautos durch gesteigerte Abgasreinigungsmaßnahmen mittelfristig teurer macht), meinetwegen auch den im Grunde unsinnigen Steuervorteil für Dieselkraftstoff abschaffen und rein über die Mineralölsteuer besteuern, um den tatsächlichen Verbrauch zu "bestrafen", dann "lohnt" sich ein Diesel in Zukunft eben erst ab 40.000km im Jahr und nicht schon bei 20.000.


    Ich für meinen Teil kaufe übrigens als nächstes auch kein Dieselfahrzeug mehr, allein schon wegen der Maschinenfabrik an Abgasnachbehandlungsmaßnahmen, die in den nächsten Jahren sicherlich nicht einfacher werden, und schon heute eine Vielzahl an technischen Problemen aufwirft.

    Einen möglichen Zweck von Premiumkraftstoffen kann ich noch beisteuern...


    Ich bin seit Ende 2014 wieder mit einem aktuellen Diesel-Fahrzeug unterwegs und hatte letztens trotz Vermeidung von Kurzstrecken einen vorzeitigen Ölwechsel-Service wegen Ölverdünnung.


    Seitdem probiere ich es ausschließlich ARAL Ultimate Diesel zu tanken, da dieser der vermeintlich einzige Diesel auf dem deutschen Markt sein soll, dem keine 7% Biodiesel beigemengt werden.


    Kurze Gedankenstütze zum Hintergrund: Partikelfilterreinigung ohne regelmäßige, lange Autobahnhatz erfordert Beimengung von Kraftstoff zur Erhöhung der Abgastemperatur, dabei gelangt überschüssiger Diesel ins Öl, und Biodiesel verflüchtigt sich im Anschluss deutlich schlechter als herkömmlicher Diesel.


    So zumindest die Theorie, mal gucken was der Ölstand dazu sagt, und ob mich beim nächsten Mal der Bordcomputer wieder vorzeitig zum Service schickt.

    Zitat

    Original geschrieben von Majoko
    Klimmzüge!


    Wobei man da fairerweise sagen sollte, dass das von allen Eigengewichtübungen die schwierigste ist weil man das gesamte Körpergewicht anheben muss, und das mit einem Bewegungsablauf den der Ungeübte im Alltag nie trainiert. Aber da gibts Einsteigervarianten, "reverse Pull-ups" oder nen Stuhl drunter stellen und die Bewegung mit einem Bein unterstützen usw.
    Eine entprechende Stange oder sonstiges wo man sich sicher dranhängen kann muss natürlich auch vorhanden sein.
    Ansonsten stimme ich zu, spitzenmäßige Übung.


    Ergänzt durch Liegestütz und Crunches (und ggf. etwas für die Beine) hat man schon ein gutes Training beisammen.

    Wenn das auch auf Englisch sein darf und Du Dich ein bisschen einlesen möchtest, dann empfehle ich diese Seite:


    http://scoobysworkshop.com/


    Ich stand nämlich vor zwei Monaten vor einer ähnlichen Frage und bin bei Youtube zufällig auf diesen Typ gestoßen. Zuerst macht der einen etwas eigentümlichen Eindruck, der erklärt das aber sehr umfangreich, verständlich, verantwortungsvoll und stellenweise auch witzig.
    Es gibt verschiedene Trainingspläne abgestimmt auf Ausrüstung, Trainingsziel und Trainingsfortschritt, zu allen Übungen Videos, Kalorienrechner, Ernährungsratschläge, humoristische Einlagen, usw.
    Und obwohl der so aufgepumpt aussieht, rät er im Zweifel eher zu weniger Gewicht, sauberer und langsamer Übungsausführung, ausreichende Trainingspausen, gesunde Ernährung und weist auf zahlreiche Fehler hin, die dem Erfolg im Wege stehen.


    Minimalausrüstung ist:
    eine Auswahl an Hanteln
    eine Klimmzugstange (oder irgendein Ort wo eine Klimmzugbewegung durchgeführt werden kann)
    Gymnastikmatte
    evtl. Liegestützgriffe

    Ich hatte zwischen Weihnachten und Silvester auf einem Prämienflug den direkten Vergleich zwischen der Businessclass von SWISS und Lufthansa.


    Hinflug:
    Zürich-New York(JFK) mit SWISS
    Rückflug:
    New York(Newark)-Düsseldorf mit Lufthansa vier Tage später
    Beide Maschinen waren A330-300, die Businessclass bei SWISS schien sehr neu zu sein.
    Im direkten Vergleich gefiel mir SWISS besser:
    -vollständig waagerechtes Bett statt 165°
    -größerer und modernerer Monitor
    -Sitzhärte stufenlos einstellbar
    -besseres Essen
    Lediglich die Flugbegleiter waren mir bei Lufthansa etwas sympathischer, aber das ist eh meist Glückssache. Mag aber evtl. auch an der "Sprachbarriere" gelegen haben. ;)


    Die SWISS-Lounge habe ich in Zürich nicht von innen gesehen, sondern lediglich die "Panorama-Lounge", die am Terminal E im Nicht-Schengen-Bereich liegt. Das scheint eine Sammellounge für gefühlt 100 verschiedene Fluggesellschaften zu sein, entsprechend bunt und hektisch war es da auch, hat mir nicht gut gefallen. Essensauswahl war auch sehr bescheiden. Immerhin gabs kostenloses WLAN.
    Zuvor war ich bei meinem Zubringerflug von Düsseldorf nach Zürich in der Senatorlounge von Lufthansa weil die Businesslounge geschlossen war. Hier gab es nix nennenswertes zu meckern.


    Auf dem Rückflug war ich in der SAS-Lounge in Newark am Terminal B, direkt neben der Lufthansa-Lounge, die dort nur für First Class und Senatoren ist. Das war recht gemütlich, Brötchen, Aufschnitt, Salat, genug Alkoholauswahl, Kekse, WLAN, angenehm.