Beiträge von superuser_reload

    Zitat

    Original geschrieben von Hamburger Jung
    So befasst sich z.B. VW mit dem Gedanken ein Fahrzeug mit Hybrid auf dem Markt zu bringen, während Toyota schon 10 Jahre Serienerfahrung damit hat. Wenn dann der erste VW Hybrid auf dem Markt kommt, wird er unerschwinglich sein.


    Ich verstehe nie so recht weshalb man sich beim Vergleich deutscher und japanischer Automobile so sehr am Hybrid abarbeitet, insbesondere am Beispiel Prius.
    Der Prius ist in Deutschland ein Nischenprodukt, welches ständig als Beispiel für überlegene japanische Automobilbaukunst angeführt wird, aber von den wenigsten gekauft wird.
    Toyota wird damit auch nicht zum Ökohersteller der die Welt rettet. In USA macht man das Geschäft z.B. mit dem Camry und diversen V8-SUV-Monstern und Trucks.


    Im Übrigen glaube ich auch nicht mehr so recht an die legendengleiche Zuverlässigkeit von Autos aus Japan, ich denke da hat in den letzten fünf Jahren eher ein Trend nach unten begonnen, was ich persönlich schade finde.


    Natürlich ist es ein Versäumnis erst sehr spät in die Hybrid-Technologie einzusteigen, oder zu lange auf die Rumpeldüse-Technik gesetzt zu haben. Aber damit steht und fällt doch nicht der komplette Nutzwert und die Qualität sämtlicher von deutschen Herstellern in Verkehr gebrachten Autos.


    Das soll übrigens im Gegenzug nicht bedeuten, dass ich japanischen Autos nichts abgewinnen kann, ich wundere mich nur immer wenn das Ende des deutschen Automobilbaus vorausgesagt wird und plötzlich alles Schei*e sein soll, weil die Hybridtechnologie verschlafen wurde.


    Das war jetzt zwar etwas OT, aber irgendwie muss ein Auto-Thread bei TT ja abgleiten. ;)

    Grundsätzlich erwarte ich auch eine gewisse Identifikation mit dem Arbeitgeber und dessen Produkten, natürlich umso mehr wenn jemand im Vertrieb, in der Konstruktion oder gehobenen Management arbeitet.


    Bei dem "kleinen Spänefeger" schätze und erwarte ich da eher sowas wie Berufsehre, damit er eben die Späne besonders sorgfältig auffegt. Das könnte er allerdings ebenso bei Mercedes oder Audi oder Opel tun.


    Und das würde er auch tun, wenn er z.B. mal bei BMW entlassen würde. Dann wird er sicher weder die Stelle bei Mercedes ablehnen, noch würde er plötzlich mit Inkrafttreten des neuen Arbeitsvertrages zum Mercedes-Fan der als erstes den zuvor gekauften BMW abstößt.
    Das muss er auch nicht, schließlich muss er Späne fegen und keine Autos verkaufen.



    Ansonsten ist das natürlich immer wünschenswert, wenn Mitarbeiter durch solch einen Fahrzeugkauf wieder in den eigenen Arbeitgeber investieren und damit auch ein stückweit zum Erfolg des Unternehmens beitragen.


    Andererseits ist es dann z.B. auch nicht mehr weit bis zum Aufruf einheimische Produkte zu kaufen, oder Einfuhrzölle auf ausländische Waren aufzuschlagen.
    Z.B. mein Arbeitgeber macht sein Geschäft zu 75% im Ausland. Wenn unsere Kunden auch so denken würden, dann wäre ich wahrscheinlich arbeitslos.... ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Fuer den Threadersteller waere afaik der Golf GTD da was - 125KW / 170PS, 350 Nm bei 1.750 - 2.500 rpm, 5.3 l/100km


    Also mal abgesehen davon, dass die Ursprungsfrage schon ein bisschen her ist, und es eher um Grundsatzfragen zum Drehmoment ging, müsste man sich schon fragen, weshalb denn nun plötzlich ein Dieselmotor die beste Wahl für den Threadersteller sein soll, wo er doch eindeutig nach einem Benziner in der 200 PS Klasse sucht, möglicherweise sogar als Drehorgel ohne Aufladung... ;)


    Und den Begriff Prestige im Zusammenhang mit Fünf- oder Sechszylindermotoren hab ich zum letzten Mal gelesen, als Martyn noch hier unterwegs war.
    Bitte verzeih mir diese Assoziation... ;)

    Zitat

    Original geschrieben von diger
    Aber beim Rauchen und beim Auto hört ja beim Deutschen der Spass auf. Die meisten würden eher die Frau und die Kinder aus dem Haus prügeln, als das Auto aufzugeben :flop:


    Also ich formuliere es mal etwas weniger sachlich als grambler.


    Ich bin immer wieder verblüfft dass Auto so ein Reizthema ist.
    Es interessiert niemanden, wenn jemand seinen Gartenpool ganzjährig auf 30°C aufheizt, in seinem schlecht isolierten Haus von 1920 eine 50 Jahre alte Ölheizung am Leben hält, in Monaco ein 300 PS Motorboot hat oder mit seinem 20 Jahre alten Mercedes ohne Kat 50.000 km im Jahr fährt.


    Aber wehe jemand kommt daher und hat 50 PS "zu viel" im Auto oder kauft sogar ein SUV, dann wird man zur Umweltsau, der Frau und Kinder ausm Haus prügelt.


    Mich regen dicke Autos eigentlich überhaupt nicht auf, weil die im Straßenverkehr die Ausnahme sind.
    Dem Gesamtverbrauch schaden da eher die ganzen 15 Jahre alten Corsas und Polos, die trotz 50 PS immer noch acht Liter verbrauchen. Wenn da ein Cayenne Turbo mitfährt, ändert sich damit der Gesamtdurchschnittsverbrauch auf 8,01 Liter.


    Und genau an der Stelle drängt sich mir immer der Verdacht auf, dass es im Grunde doch eine Neiddiskussion ist, wenn jemand anderen das Auto nicht gönnt.

    Zitat

    Original geschrieben von herold
    Da hier schon diverse Male das Beispiel 2.0 TFSI (200PS) angeklungen ist: Ich fahre diesen Motor in einem Pkw-Kombi. Nach meiner Erfahrung ist dieser Motor auf gar keinen Fall mit "durchschnittlich" unter 11,2 - 11,5 Litern zu fahren. Bei überwiegendem Stadtverkehr und Landstraße im Ruhrgebiet und Münsterland liegt der Verbrauch eher bei 12 Litern und dass ohne, dass man immer voll reintritt.


    Ich fahre diesen Motor im A3 Quattro und liege im Schnitt bei knapp 10 Litern nach 28.000 km.
    Es kommt allerdings tatsächlich sehr stark auf das Streckenprofil an. In der Stadt kann man alle Verbräuche im einstelligen Bereich vergessen, das geht selbst mit Geschleiche nicht.
    Dagegen habe ich z.B. neulich in der Schweiz ohne auf den Verbrauch zu achten einen Schnitt von 8,5 Litern gehabt.



    Und noch was zum Thema Vernunft...
    Das ist alles eine reine Preisfrage. Denn eine Verknappung an Energieressourcen wird sehr wahrscheinlich kommen, und somit auch ein Preisanstieg, so lange bis man Kraftstoff nur noch in der Apotheke kaufen kann.
    Spätestens dann wird 99% der Bevölkerung gezwungen sein ein Auto zu fahren was ein oder zwei Liter Kraftstoff auf 100 km verbraucht, weil eine Tankfüllung sonst ein halbes Monatsgehalt bedeutet. Und dann werden auch entsprechende kleine und leichte Seifenkisten von der Industrie angeboten, die heute natürlich kein Mensch der bei Verstand ist kaufen würde.
    Cayenne Turbo und dergleichen werden natürlich trotzdem nicht verschwinden, sie werden bloß weniger.


    Bis sich das Elektroauto durchsetzt (falls es sich denn durchsetzt) wird es noch sehr lange dauern. Das werden erstmal nur Pilotprojekte bleiben, wo z.B. (größere) Firmen kleine Flotten als Vorzeigeprojekt auf die Straße setzen und regional für Betankungsinfrastruktur sorgen. Sowas kann dann natürlich wachsen.
    Sollte tatsächlich irgendwann mal ein Großteil der gesamten Energie aus regenerativen Quellen stammen, dann wäre in meinen Augen ein Elektroauto die ideale Umsetzung der Automobilität.
    Ob das Gesamtkonzept Elektromotor oder der Verbrennungsmotor dabei den besseren Gesamtwirkungsgrad hat wage ich nicht zu berurteilen, nach allem was ich so lese, dürfte sich das etwa die Waage halten.

    Wenn man die Aufgabe noch ein wenig vereinfacht und sich den Schlauch einfach als Austrittsöffnung aus einem sehr großen Tank vorstellt, dann kann man sich auch ohne es auszurechnen gut vorstellen, dass aus dem größeren Loch mehr rauskommt als aus dem kleinen - und das Verhältnis entspricht dann wie schon geschrieben dem Querschnittsunterschied.


    In der Realität wird solch eine Aufgabe natürlich deutlich komplexer, da könnte man dann fragen was für die Druckerzeugung zuständig ist, ein Tank bzw. Speicher, eine Verdrängerpumpe oder eine hydrodynamische Pumpe, also z.B. die typische Gartenpumpe.


    Ebenso müsste man dann fragen wo die 2 bar herrschen - unmittelbar hinter dem Druckerzeuger oder kurz vor der Austrittsöffnung aus dem Schlauch.


    Schlauchlänge wäre natürlich auch interessant, sowie alles andere was die Widerstände im Leitungssystem erhöht.

    Naja, besser als gar kein Drehmomentschlüssel ist der vom Discounter sicherlich, bei Preisen von 20 Euro oder so, wird mir aber etwas übel...
    Unterhalb der etwas gehobenen Baumarktqualität aus der 70 Euro Klasse würde ich aber nix empfehlen, muss ja nicht gleich einer von Stahlwille für 300 Euro sein. ;)

    Also grundsätzlich gibt es natürlich Schraubenverbindungen die mit einem Schmierstoff behandelt werden, sei es Öl, Kupferpaste, Molybdänsulfid oder sonst ein Wundermittel diverser Hersteller.
    Das Drehmoment muss dann natürlich für die unterschiedlichen Oberflächen- und Werkstoffqualitäten, Schmierstoffe und Belastungen entsprechend ausgelegt werden.
    Speziell wenn es Verbindungen sind, die häufiger mal wieder gelöst werden müssen, ist es natürlich wünschenswert, dass man sich die Gewindeoberflächen nicht kaputt macht oder Probleme mit Rost bekommt.


    Bei Radschrauben scheint es aber tatsächlich sehr unüblich zu sein, zu ölen. Hintergrund könnte z.B. sein, dass die Hersteller auf der sicheren Seite sein wollen.
    Einerseits weiß man nämlich nicht welchen Schmierstoff der Kunde nun grad nutzt und gibt daher ein Moment für trockene Reibung an, außerdem ist es ganz wünschenswert, dass ein großer Teil des Drehmomentes bei der Reibung drauf geht, schließlich gibt es noch genug Leute, die auf ihren Radschlüssel springen. ;)
    Aus dem gleichen Grund sind Radschlüssel im Bordwerkzeug sehr kurz, damit man es dem Kunden nicht etwa mit einem langen Hebel zu leicht macht beim Reifenwechsel die Schraube abzureißen. ;)
    Und da ein Auto ein Produkt für den Endkunden ist, möchte man vielleicht nicht, dass dort manch ein "Experte" in der Nähe der Bremsen großzügig mit Öl rumsaut... ;)


    Drehmomentschlüssel sind übrigens eigentlich Pflicht wenn man Räder vernünftig montieren möchte, da wundern sich viele auch sehr, wie schnell man damit 120 Nm erreicht. Geschulte und Ungeschulte Personen nehmen das aber sehr oft gleichermaßen auf die leichte Schulter. Der erfahrene Mechaniker hat das dann "im Gefühl", und der ungeschulte Gelegenheitsreifenwechsler denkt sich: "Ach, mir ist doch noch nie ein Rad abgefallen, alles Blödsinn."


    Übrigens sind die handelsüblichen Drehmomentschlüssel alles "signalgebende Drehmomentschlüssel", d.h. wenn es knackt muss man aufhören und nicht mehr weiterdrehen. ;)
    Auch muss man die Bolzen nicht mit Anlauf anziehen, wie gesagt: "signalgebender Drehmomentschlüssel", wenn es einmal knackt reicht das, weiterdrehen kann man nämlich immer noch ein bisschen, und nach fest kommt ab.

    Zitat

    Original geschrieben von Lipfit2000
    [...]normales Radkreuz ohne verlängerung und draufspringen.
    [...]
    Bisher habe ich nur einen Bolzen beim abziehen der Räder abgebrochen, war das Auto einer Freundin.


    Na dann weißt Du sicher auch, wie viele Schrauben Du fast abgerissen hast...