Beiträge von superuser_reload

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    Original geschrieben von Bino-Man
    Hat eigentlich jemand einen Link zur US-Zulassungsstatistik (modellbezogen) da?


    Hier wären die Top20 Fahrzeugverkäufe von Februar 2009:
    klick


    Die vier Dollar pro Gallone Sprit aus Deinem Link sind übrigens aus dem letzten Sommer. Der Preis hat sich mittlerweile wieder halbiert.

    Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man
    Was die Bürger angeht: Die sind inzwischen auch in der Realität angekommen. Erst explodierende Benzinpreise, jetzt Wirtschaftskrise...da dürfte der ein oder andere seinen Dodge Ram gegen einen Prius eingetauscht haben.


    Grundsätzlich ja. Nur ist der Prius vielleicht ein schlechtes Beispiel, da der genauso teuer ist wie ein Dodge Ram 1500... ;)
    Und allen Gerüchten zum Trotz, sieht man in den USA mehr Toyota Tundra und Sequoia als Prius... ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Ich verstehe irgendwie die Argumentation nicht so ganz. Warum soll es in den USA legitim sein Autos zu fahren, die bei moderater Fahrweise 13l und mehr verbrauchen? Weil es dort alle machen?


    Kurze Antwort:
    Ja.


    Lange Antwort:
    Ich bin auch des öfteren in USA unterwegs, und wenn man sieht was die da für Kisten fahren, und wie wenig die sich (von Ausnahmen und der aktuellen Krise mal abgesehen) für den Kraftstoffverbrauch interessieren, dann verschiebt sich da schon ein wenig die Sicht der Dinge.
    Zum einen schüttelt man zwar als Deutscher etwas mit dem Kopf, dass Mutti mit dem sechs-Meter-Truck zum Einkaufen fährt, andererseits sieht man die (typisch) deutsche Hysterie um Verbrauch und Umweltschutz schon ein wenig entspannter.


    Im Übrigen muss man sich dann z.B. auch fragen lassen, weshalb man bei uns mit entsprechend dafür gebauten deutschen Autos mit 250 km/h über die Autobahn feuern darf, und wir andererseits den Amis was über Kraftstoffeffizienz erzählen wollen...


    Und solange man das mal für zehn Tage im Urlaub macht, ist das sowieso eine eher akademische Diskussion, ob es denn legitim ist, in dieser Zeit 30 oder 40 Liter mehr Kraftstoff zu verbrauchen als mit einem kleineren Auto, denn dann müsste man sich eigentlich den ganzen Urlaub inkl. Flug von vornherein sparen. Und spätestens hier kämen dann auch die Weltverbesserer ins Spiel... ;)



    Und damit das hier nicht völlig OT ist....:
    Nimm kein Cabrio. ;)

    stanglwirt
    Die Preise sind für USA durchaus realistisch, daran lässt sich aber leider kein Preis für Deutschland ablesen. Ist im Prinzip nen altes Thema, dass man den Preis für USA mit zwei multiplizieren kann um auf den realistischen Preis in Deutschland zu kommen.


    Fahrzeuge wie der Camaro oder der Mustang sind eigentlich billige und einfache Fahrzeuge, die bloß für unsere Verhältnisse dicke Motoren haben, der Mustang geht ja auch schon bei etwa 20.000 Dollar los. Steuern kommen natürlich noch drauf, und die Ausstattungen sind bei den Einstiegsvarianten meist seeehr mager.


    Wenn man das Fahrzeug aber in Deutschland haben will geht das Problem los. Entweder wird es auch vom Hersteller hierzulande angeboten und mit der deutschen Kaufkraft angepassten Preisen versehen, oder man muss so ein Fahrzeug importieren. Dann kommen Mehrwertsteuer, Zulassungsgedöns, evtl. Umrüstungen, Zoll, Garantieversicherung, Transport usw. oben drauf.
    Und da es ohne Erfahrung sicherlich schwierig wird so einen Import auf eigene Faust durchzuführen, lässt man das lieber einen Händler machen der auch noch von irgendwas leben will.


    Das sieht dann z.B. so aus:
    USCars24

    Lichterglanz
    Ich glaube die Amis legen einfach keinen so großen Wert auf hochwertige Innenausstattung, und die die es doch tun, kaufen dann eben einen Mercedes oder einen Audi, auch wenn letztere recht selten zu sehen sind.


    Wobei es da wirklich noch schlechtere Beispiele als die Corvette gibt, wo ja durchaus im Ansatz brauchbare Details erkennbar sind.
    Zum Beispiel fand ich diese lackierte Kunststoffcarbon-Oberfläche mit der Ledereinnähung ganz gelungen, dafür war aber die stumpf-fleckige Oberfläche des Radios und der Klimaanlagenbedienung eine Frechheit.



    Auch sahen Drehzahlmesser und Tacho ganz OK aus, oder der Drehknopf für die Fahrwerksabstimmung. Auch die Sitze sahen passabel aus, auch wenn die schon arg zerknittert waren für 16.000 Meilen.
    Richtig fies war aber der Schaltsack und die Einhüllung des Hamdbremshebels, das fühlte sich noch nichtmal wie Kunstleder an, sondern eher wie Papier was gleich zerreißt. Auch die Bedienknöpfe für den Bordcomputer um den Tacho herum waren so typische 80er Jahre Japan-Knöpfe.





    Der Startknopf war auch ziemlich fies (siehe auf dem Bild links neben der Mittelkonsole aus dem ersten Post). Das war auch einfach nur so ein liebloser Conrad-Katalog-Schalter mit ungenauem Druckpunkt.

    Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Bis Tempo 100 km/h ist ungefähr der Chrysler Crossfire recht ähnlich, vielleicht 2/3 der gefühlten Power. Ist ja ein alter SLK 320 Automatik. Über Tempo 100 kein Vergleich mehr, da rennt die Corvette ohne müde zu werden weiter, wo der Crossfire schlapp wird.


    Also diesen Vergleich empfinde ich ein wenig als Blasphemie... ;)
    Einerseits bei den ablesbaren Fahrleistungen wo die 0-100 km/h Angaben bei 4,5 bzw. 7 Sekunden stehen, bzw. natürlich auch beim subjektiven Fahreindruck, wo die Corvette die 100 km/h fast noch im ersten Gang erreicht und dabei wie blöde anschiebt und entsprechenden Lärm verbreitet, wo der Crossfire doch deutlich biederer daher kommt und viel weniger spektakulär erscheint.



    Ein persönlicher Vergleich zu anderen Fahrzeugen fällt mir auch nicht ein, da ich auch noch nix vergleichbares gefahren bin und bislang auch immer so in der 250 PS Klasse Schluss war.
    Außerdem ist die Corvette recht leicht und wiegt unter 1500 kg, was bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse oder Oberklasse auch schon wieder anders aussieht.

    ad89
    Zu beachten wäre noch, dass die Corvette nicht an allen Vermietstationen verfügbar ist, da muss man dann evtl. schon im Vorfeld ein wenig die Reiseroute optimieren um am "richtigen" Flughafen anzukommen.
    Außerdem können Zusatzgebühren anfallen, wenn der oder die Fahrer jünger als 25 Jahre alt sind....

    Es empfiehlt sich sehr den Wagen rechtzeitig im Voraus aus Deutschland anzumieten. Eine Woche kostete mit allen Versicherungen, zweitem Fahrer usw. 550 Euro.
    Bei Anmietung vor Ort oder ohne Vorausbezahlung wirds deutlich teurer.


    Wie ich finde sehr bezahlbar, speziell da man so ein Fahrzeug in Deutschland eigentlich nur stundenweise von Spezialbuden bekommen kann...

    Da es hier zuletzt leider immer weniger Autothreads gibt, schiebe ich mal einen wie ich finde interessanten Fahrbericht ein, der bei einer mehrtägigen Testfahrt gemeinsam mit fahrsfahrwerkaus entstanden ist… ;)




    Hinter der Typbezeichnung dieser Corvette verbirgt sich nicht etwa eine besonders sportliche Variante, sondern ein Sondermodell für den US-amerikanischen Mietwagenverleiher Hertz, das aber im wesentlichen dem Corvette C6 Coupe entspricht.
    Das Fahrzeug gehört dort zur sogenannten „Fun-Collection“ von denen an größeren Mietwagenstationen in den USA insgesamt angeblich 500 Stück angeboten werden.


    Ausstattung und Technische Daten:
    Leider kommt die Corvette nur mit der Einstiegsmotorisierung daher, also einem 6,2-Liter V8 mit 436 PS. ;)
    Typisch amerikanisch gibt es natürlich eine Wandler-Automatik mit immerhin 6 Gängen, Schaltpaddel am Lenkrad für ein manuelles Wählen der Gänge, eine Fahrwerksabstimmung zwischen sportlich und komfortabel, unterschiedliche ESP-Einstellungen, Satellitenradio, Lederausstattung, Navigationssystem von Hertz, Targa-Dach, Zweizonen-Klimaautomatik und sicher noch vieles mehr, was man wohl auf der Herstellerseite herausfinden müsste.




    Karosserie:
    Wie zu erwarten war sitzt man natürlich sehr tief in der Kiste, wenn man aber nicht grad 60 ist und/oder Knie und Rücken kaputt hat, kommt man aber mit etwas Übung gut rein und raus und sitzt auch auf Langstrecken komfortabel, manchmal sogar etwas zu wenig sportlich, da eigentlich nur die Rückenlehne, aber nicht die Sitzfläche Seitenhalt bietet.


    Der Kofferraum ist erstaunlich groß, da er direkt hinter den Sitzen beginnt, und nach hinten unter einer Glaskuppel bis zum Heck durchgeht, das ist aber alles recht verwinkelt und flach, so dass sich unbedingt Reisetaschen statt Koffer empfehlen wenn man zu zweit unterwegs ist.


    Die Rundumsicht ist zuerst gewöhnungsbedürftig, da man fast auf Augenhöhe mit der sehr langen Motorhaube sitzt und der Wagen relativ breit ist. Dazu kommen sehr kleine Spiegel und die ungewöhnliche „B-Säule“. Man gewöhnt sich aber sehr schnell an die Fahrzeugabmessungen.


    Der Qualitätseindruck des Innenraumes und der Verarbeitung generell war einigermaßen OK, an vielen Stellen knarzte es ein bisschen (besonders das Targa-Dach), der Kofferraum ging ein bisschen schief zu, und auch wenn an einigen Stellen Leder und weiche Kunststoffe benutzt wurde, fielen doch viele billig und kratzig wirkende Kunststoffe auf.


    Ärgerlich war das schlüssellose Öffnungs-/Schließ-/Startprozedere. Ich weiß nicht ob das eine Fehlfunktion war, aber ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich fluchend auf Parkplätzen gestanden habe bis die Kiste endlich den Schließquittungston von sich gab, besonders wenn die zweite Fernbedienung auch nur in der Nähe war. Einmal wollte der Wagen sogar gar nicht mehr starten.



    Motor/ Getriebe:
    Der Gedanke beim ersten Starten war: „Ach Du Schei*e“. ;)
    An den subjektiven (und wahrscheinlich auch objektiven) Fahrleistungen gibt’s nix zu meckern, schiebt an wie bescheuert und hört sich böse an. Sicher kann man so was immer noch steigern, aber für mich war hier der Wunsch nach noch mehr Leistung auch nach einigen Tagen Fahrt am Ende. Fazit: Totfahren „Platin“.


    Das Getriebe empfand ich dabei als erstaunlich fix und trotzdem komfortabel schaltend, obwohl ich eigentlich kein Freund von Wandlerautomatiken bin, hier hatte ich aber nix zu meckern. Auf Wunsch konnte man in der Stellung „S“ auch selber mit den Schaltpaddeln am Lenkrad schalten, da konnte man dann z.B. mal bei 60 oder 70 mph in den zweiten Gang zurückschalten, drauflatschen und für einen Moment alle Diskussionen um Benziner/Diesel/Turbo/Sauger/Schaltung/Datenblätter/Drehmomente/usw. vergessen… ;)


    Nur leider konnte man das Ganze natürlich nicht wirklich ausfahren, einerseits wegen der Geschwindigkeitsbeschränkung in USA, und andererseits weil wahrscheinlich 99% der Ottonormalautofahrer das fahrerische Können fehlt um so ein Auto am Limit zu bewegen.


    Interessant war auch der Kraftstoffverbrauch. Auf 580 Meilen haben wir 25,2 Gallonen verbraucht, was etwa 23 mpg entspricht, bzw. etwa 10,3 Liter auf 100 km, was wie ich finde ziemlich gut ist.
    Dabei war etwas Stadtverkehr und natürlich überwiegend Langstrecke auf denen konstant ohne zu bremsen 70 oder 75 mph gefahren wurde. Dabei drehte der Motor im höchsten Gang grad mal 1500 Umdrehungen.
    Auf einer deutschen Autobahn könnte man das ganze wahrscheinlich mit etwas Gewalt auch Richtung 15-20 Liter auf 100 km bewegen.


    Fahrwerk:
    Auch hier gabs wenig zu meckern.
    Man hat von amerikanischen Autos ja meist den Eindruck etwas zu komfortabel abgestimmt zu sein und nur geradeaus schnell fahren zu können, aber im Gegensatz zum amerikanischen Musclecar wo in irgendeine Mittelklasselimousine ein Riesenmotor eingebaut wird, hat man hier einen richtigen Sportwagen, wo man auch bei zügig gefahrenen langen Kurven kein schlechtes Gefühl bekommt.
    Nur etwas ruppig war es teilweise. Während man auf guten Straßen noch erstaunlich komfortabel unterwegs war, reichte die kleinste Bodenwelle, um zu glauben, dass man grad mit 50 einen Bordstein runter gefahren wäre.
    Da half auch die Fahrwerkseinstellung „Tour“ statt „Sport“ nix.
    Lediglich den ESP-Schalter sollte man auf der Vollautomatikstellung lassen, und selbst da bricht einem das Heck manchmal leicht aus. Den „Competitive Mode“ hab ich nur kurz probiert und wieder bleiben lassen. ESP ganz ausschalten kann man als ungeübter Fahrer im normalen Straßenverkehr wohl ganz vergessen wenn man es zügig angehen lassen will.


    Fazit:
    In Florida dreht sich kaum einer nach diesem Fahrzeug um, hierzulande würde man wahrscheinlich in den Verdacht geraten ein „Vollkaufmann“ zu sein.
    Wenn einen das trotzdem nicht stört, bekommt man hier einen (Super-)Sportwagen der hierzulande für 65.000 Euro angeboten wird und wo es nicht viel zu meckern gibt. Ich glaube in der Preisklasse gibt’s keine Konkurrenz.
    Ich kaufe mir aber trotzdem keinen… ;)