Beiträge von NoTeen

    Derzeit gibt es für das Einspeisen von Photovoltaikstrom eine Subvention von ca. 50 cent/KWh (für 20 Jahre garantiert) vom Staat.


    In der Regel soll sich die Anlage dank der Subvention nach Ablauf von 10 Jahren "rechnen" - sprich, selbst wenn die Anlage komplett mit Fremdkapital finanziert wird, sollte sie ab dem 11. Jahr Gewinn abwerfen.


    Ich habe mir mal ein Rechenmodell für meinen Supermarkt aufstellen lassen und war eigentlich enttäuscht. Denn der eigentliche Grund, Photovoltaik zu nutzen ist ja, den so gewonnenen Strom irgendwann mal selbst zu verbrauchen.


    Bei mir hätte es im 21. Jahr - also nach Wegfall der staatlichen Förderung - vermutlich gerade mal gereicht, um meine Ladenbeleuchtung zu betreiben. Außer ich hätte ca. eine Mio. Euro oder mehr investiert.


    Davon abgesehen ist es eher unwahrscheinlich, daß die Module in 20 Jahren noch in einem so guten Zustand sind, daß man sie tatsächlich jemals würde selbst nutzen können.


    Meiner Ansicht setzt man mit Photovoltaik zur Stromerzeugung auf ein totes Pferd.


    Erst bei deutlich größerer Effizienz der Solarmodule kann sich diese Technik m.E. irgendwann mal rechnen.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Aber das entläßt einen Programmverantwortlichen nicht aus der Verantwortung für das, was über seine Welle geht.


    Ohne die Sendung nun verteidigen zu wollen: Daß dieses Argument gerade in diesem Zusammenhang kommt, wundert mich ein bisschen.


    Ich könnte Dir aus dem Stand 20 andere Sendungen aufzählen, über die die Programmverantwortlichen mal nachdenken sollten: Angefangen bei diesen ganzen Pseudo-Gerichtsshows, über irgendwelche Hausrenovierungs-, Umzugs- und Frauentauschsendungen bis hin zu BB und dem "Dschungel" - von den ganzen Talkshows ganz zu schweigen.


    Dort ist es auch angemessen, das Klischee vom Prekariat als Zielgruppe zu nähren. Würde die "Unterschicht" tatsächlich alleine die Marktanteile für DSDS nähren, dann gäbe es ganz sicher nicht bereits die 4. Staffel.


    Ganz im Gegenteil: DSDS bedient vielerlei Ansprüche. Mancher vergleicht vielleicht seine eigene Stimme mit denen der Kandidaten, ein Anderer findet tatsächlich spannend, wer am Ende gewinnt (und mal ganz ehrlich: In jeder Endrunde fand sich bisher mindestens ein ganz aussergewöhnliches Stimmtalent, dem man gerne zuhörte), und einige hocken sich vielleicht tatsächlich ausschließlich vor die Glotze, um sich über die Peinlichkeiten zu amüsieren.


    Und was den Vergleich mit den Unfallopfern angeht: So blöd ich den Satz mit dem "Hinken" inzwischen finde, aber in diesem Fall ist er sicher angebracht. Um aber Dein Beispiel dennoch weiterzuführen:Auch bei DSDS wird den "Unfallopfern" doch geholfen, die aufgrund der Sendung psychische Probleme bekommen - indem man sie auf Kosten der Krankenkassen zum Klapsdoktor schickt.


    Ich möchte die Sendung hier nicht ausdrücklich gutheißen oder verteidigen, noch möchte ich den Sendeverantwortlichen für irgendetwas ein Lob aussprechen, was sie die letzten Jahre an Sendeformaten verbrochen haben (außer "Monk" ;) ).


    Dennoch suche ich persönlich den größeren Teil der Schuld für solche Auswüchse gleichermaßen bei den "Mitmachern" wie auch bei den Konsumenten.


    Vor allem wenn man sieht, wieviele Menschen regelmäßig und in jeder neuen Staffel wieder zu den Castings erscheinen - von denen höchstens 1% das Zeug dazu hat, wenigstens halbwegs ordentlich ein Vorsingen hinter sich zu bringen, also quasi 99% "Müll" - und wenn ich mir dann vorstelle, daß ich von diesen Menschen umgeben bin - daß diese Menschen quasi "meine" Luft atmen - dann wird mir ganz schwummrig vor Augen :D


    cu


    NoTeen


    *Ironische Textfragmente bitte selber finden

    Zitat

    Original geschrieben von raix
    Ach und nein, ich werd nicht den ganzen Tag fertig gemacht ;)


    Ja, äh, sorry - ich wollte das auch gar nicht jedem unterstellen, der die Sendung anschaut. Ich gucke auch gelegentlich(!) rein und amüsiere mich über manch seltsame Gestalt, die dort auftritt - obwohl ich von mir behaupte, über ein einigermaßen ausgeglichenes Seelenleben zu verfügen ;)


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Glamourbabe
    Bohlen polarisiert halt - und sein krasses Auftreten [...] ist, so denke ich, Grund für das Gros der DSDS-Fans, in RTL reinzuschalten.


    So isses.


    Und dennoch besteht das Format DSDS ja nicht allein aus Bohlen - wenngleich uns das manche Medienvertreter gelegentlich weismachen wollen.


    Ich denke, für den Erfolg der Sendung sind mindestens drei Faktoren verantwortlich:


    - Die Deppen, die vollkommen talentfrei beim Precasting antreten und wirklich allen Ernstes glauben, sie kämen wegen ihrer tollen Stimme ins TV-Casting (Wie bescheuert muß man sein?)


    - Bohlens große Schnauze inclusive der beleidigenden Kommentare, wobei dieser "Erfolgsfaktor" erst mit der Zeit gewachsen ist, nachdem man bei RTL erkannt hatte, daß diese Masche Quote bringt (In der ersten Staffel hat sich Bohlen ja - im Vergleich zu jetzt - noch ziemlich zurückgehalten mit seinen Ausfälligkeiten),


    und (last but not least)


    - die Menschen, die das anschauen und sich vor Häme und Schadenfreude beölen, wenn wenigstens einmal am Tag jemand mehr "gebuttert" wird, als es ihnen selber möglicherweise den ganzen Tag über im Job oder auf dem Arbeitsamt widerfahren ist.


    Dieses Gegenseitige Niedermachen ist leider einer der großen Trends der letzten Jahre, und es wird immer schlimmer. Ich erlebe das selbst Tag für Tag im eigenen Laden, wo immer wieder mal Menschen durchmarschieren, die meinen, sie müßten ihren persönlichen Frust an meinem Personal auslassen.


    Durch Sendungen wie DSDS wird dieses "Dissen" dann erst recht für "gesellschaftsfähig" erklärt und wird sicherlich infolge dessen nochmals verstärkt in unserem Alltag Einzug halten.


    Was nun wiederum zuerst da war - das TV-Dissen oder das Dissen im Alltag - darüber ließe sich nun trefflich streiten.


    Ich jedenfalls verurteile nicht Herrn Bohlen alleine dafür, daß er so gemein zu den armen Menschlein ist.


    Wer zu so einer Show geht - vor Allem, wenn er die ersten drei Staffeln verfolgt hat - der weiß, was ihn erwarten kann. Und wer trotzdem hingeht, obwohl er scheiße singt und scheiße ausschaut, der hat es m.E. auch nicht besser verdient.


    "Schuld" an solchen Formaten sind letzten Endes aber die Zuschauer. Der Sender produziert nur das, was das Volk sehen will. Würde kein Mensch solche Sendungen einschalten, dann wäre ganz schnell Schluß mit solchem Zeug.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von booner
    warum mit einer firma wie dhl rumärgern?


    ...zum Beispiel, weil ich die Erfahrung gemacht habe, daß der DHL-Fahrer dazu neigt, Pakete öfter mal "in die Garage zu legen", wenn er gemerkt hat, daß er damit durchkommt.


    Bei entsprechender Penetranz und Hartnäckigkeit durch den Versender oder den Empfänger kommt der Vorgang definitiv in schriftlicher Form auch beim Fahrer an. Seitdem verschwinden hier bei mir - zumindest Seitens DHL - keine Sendungen mehr.


    cu


    NoTeen

    Ich war voriges Jahr in genau der gleichen Situation. Hatte aber das Glück, daß der Lieferant sehr kulant war und die Sache mit mir zusammen "ausgesessen" hat.


    Ich habe damals nach der Ablehnung durch DHL eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben, daß ich mit DHL niemals einen Garagenvertrag abgeschlossen habe und einen bestehenden bei Kenntnis sofort widerrufen hätte. Das Ganze schriftlich zum Lieferanten, da der ja Leistungsnehmer bei DHL ist. Die haben das wohl an DHL geschickt, und prompt kam eine Gutschrift an den Lieferanten.


    Wie gesagt, der Lieferant muß mitspielen. Da Dein Lieferant aber (nach Booners Erklärung) ohnehin in Verzug ist, wird ihn der deutliche Hinweis auf diesen Sachverhalt sicherlich dazu bewegen, bei DHL nochmal nachzufassen.


    Viel Glück!


    NoTeen

    Na ja - vermutlich beginnt nach einem ggf. abschlägigen Urteil für Martin Geuß erst mal der Tanz durch die Instanzen.


    Sicher wird irgendwann der Tag kommen, wo - dank der Gegenwehr von Forenbetreibern und Bloggern - entweder die Gesetzeslage auf einen vernünftigen und angemessenen Stand gebracht, oder aber die Thematik letztendlich vor dem Bundesverfassungsgericht ausgefochten wird.


    Selbst wenn deutsche Gerichte weiterhin realitätsfern urteilen sollten, so wird es dennoch immer Möglichkeiten geben, Foren zu betreiben - zur Not eben vom Ausland aus. Ob es allerdings viele gibt, die sich diesen Aufwand antun würden, wage ich zu bezweifeln.


    cu


    NoTeen