Beiträge von NoTeen

    Mehr als 50% sind leider nicht drin :D


    Mal im Ernst: Den Reiz macht hier nicht die hohe Verdienstspanne, sondern die schiere Masse der zu verkaufenden Aufladungen und die Funktion als "Kundenbringer" für andere Umsätze.


    Wenn Du glaubst, daß hier jeder Händler seine Handelsspannen für Alles und Jedes offenlegt, dann muß zumindest ich Dich enttäuschen.


    cu


    NoTeen

    Da ist ja keine Ebene zum Ausrollen dabei :D


    Spaß beiseite:


    Wenn Geld eine untergeordnete Rolle spielt, würde ich es in der Tat ebenfalls zuerst mit einem Roller oder - noch besser - einem Laufrad versuchen. Wenn ich an den durchschlagenden Erfolg zurückdenke, den unsere Tochter damals mit ihrem Laufrad verbuchen konnte, ehe wir sie aufs Fahrradl gesetzt haben, dann könnte ich mir vorstellen, daß das bei Erwachsenen ebenfalls funktioniert.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    Ich wäre mal froh über eine Meldung in den Medien "Unternehmen überdenken die Einstellung zusätzlichen Personals für längere Öffnungszeiten". Dann kann man vielleicht auch über den Wegfall des Lohnzuschlags reden.


    Wer bezahlt?

    Da hast Du vollkommen recht. Und nun sind wir also wieder dort, wo die heutige Diskussion begonnen hat. Zur Erinnerung:


    Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,454950,00.html


    Ich finds ehrlich gesagt ne Sauerei. Es war sonnenklar, dass die Ladenöffnungszeiten auf Kosten der Mitarbeiter finanziert werden und jetzt macht auch noch Ver.di mit. Erst so tolle Ideen haben und sie dann nicht bezahlen wollen. Statt neue Mitarbeiter für eine Abendschicht anzuheuern wird der Angestellte weiter ausgequetscht. Und das gemeine Volk jubelt, weil es jetzt bald Nachts einkaufen kann.. :flop:


    Auch das kann dem Kunden dann absolut egal sein, denn das ist genau die Art und Weise, wie "der Markt" das regelt.


    cu


    NoTeen

    Na, nu' biste ja wieder so, wie ich Dich kenne ;)


    Zwar bin ich noch gänzlich benommen darüber, daß Du mich gleich im ersten Satz praktisch zum Sprachrohr des Deutschen Einzelhandels erhebst. Im Übrigen spreche ich allerdings nur für den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, und auch das ganz und gar nicht offiziell.


    Trotz des Freudentaumels, der mich ergriffen hat, wage ich es dennoch, Deine Aussagen einigermaßen kritisch zu betrachten:


    Über zwei Euro zu nehmen gebührt sich für jeden Händler, der vernünftig kalkuliert, denn wenn ich das Spritgeld rechne und meinen (kalkulatorischen) Stundenlohn dazurechne, dann bin ich (inclusive Kommissionieren der Ware) locker beim Vier- bis Fünffachen. Und egal wie hoch der Einkauf ist: Wenn die Kosten den Gewinn auffressen, dann ist es eben - objektiv - nicht mehr rentabel, bestimmte Leistungen zu erbringen.


    Zitat


    Ahaha, als ob der Handel in Deutschland jemals etwas ausser Werbebroschüren an seine Kunden verschleudert hätte? Und nebenbei, gerade der Service ist das Wichtigste, auch diese Liefergeschichten. Kühltechnik für LKW etc. kost in Zukunft auch nicht mehr und wenns die Einzelhandelsketten nicht machen, dann machen das Geschäft andere im Verbund mit den Postzustellern.


    Wenn ich mir bewußt mache, daß hundert Gramm Sheba viermal so viel kosten wie hundert Gramm Hackfleisch, dann muß ich nicht lange überlegen, was der Handel die letzten Jahre sinn- und hirnlos verschleudert hat. Schade um die schönen Produkte, von denen so viele glauben, der "Geiz-ist-Geil-Preis" sei noch zu teuer.


    Wenn mir dann noch jemand erzählen möchte, was Service kostet und bringt, dann kann ich das im Grunde nur mit Dieter Nuhr kontern.


    Vielleicht solltest Du zwei Dinge nicht vermengen:


    Den Internetversender, der das Geschäft zusammen mit den Postzustellern abwickelt, kaum Lagerhaltungskosten und Ladenmiete zu tragen hat und nicht in Fleisch und Blut für die Kunden da zu sein hat, und


    "Onkel und Tante Emma", die schon eben noch das Tagesgeschäft stemmen (wenn sie Menschen und Ware mögen, noch ein bisschen besser als andere), und die vielleicht sogar gerne noch Abends um zehn Uhr zwei, drei Lieferungen spazierenfahren würden. Aber sicher nicht für irgendwelche Hirnis, die das als das Selbstverständlichste überhaupt ansehen - vielleicht noch mit dem Argument, es würde ja "in Amerika auch funktionieren".


    In letzter Konsequenz schließen sich Service und günstige Preise gegenseitig aus. Leider haben sich die Verbraucher in Deutschland (momentan) für günstige Preise entschieden. Aus dieser Ecke heraus mal wieder die "Servicewüste" zu beklagen, halte ich persönlich für vermessen.


    cu


    NoTeen


    *Der 99% seiner Kunden mag, sehr gerne und sehr häufig Service über das Normale hinaus anbietet und dem es auch lieber wäre, wenn einige Dinge anders wären*

    Kiddinx ist eine Vertriebsgesellschaft, die u.a. die Lizenzen für Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen-Geschichten hält. Unsere Tochter hat dort einen kostenfreien Account und es hat noch nie Streß mit denen gegeben (nicht mal mit Werbung, die denen zuzuordnen wäre).


    Vermutlich hat sich irgendein Kind mit euren Adreßdaten angemeldet und wartet jetzt vergeblich auf den Brief mit den Zugangsdaten (und das vor Weihnachten - arme Anja...).


    Also kein Grund zur Aufregung. Vielleicht solltest Du manche Dinge mal ein bisschen lockerer sehen. Wenn du im echten Leben tatsächlich so bist wie das hier im Forum manchmal den Eindruck erweckt, dann würde mich echt mal interessieren, ob Du den Rektalstock täglichst wechselst oder immer den gleichen verwendest :D


    cu


    NoTeen

    Erstaunlich, daß ich im Großen und Ganzen mal *fast* Deine Meinung teile :)


    Nur in diesem Punkt


    Zitat


    Was ne Idee gewesen wäre, wenn die Einzelhändler ihre Lieferservice in die Abendstunden verlegt hätten und eben dann ausgeliefert hätten, wenn der Kunde zu Hause ist. Aber sowas droht ja in "Dienst am Kunden/Service" auszuarten, solche Auswüchse werden in der BRD ja stets strikt vermieden.


    kann ich Deiner Haltung irgendwie nicht recht was abgewinnen.


    Ein solcher "Service" rechnet sich für keinen Händler, wenn er nicht entsprechend (in barer Münze) honoriert wird. In der Vergangenheit hat es sich jedoch hinreichend gezeigt, daß die Leute für Lieferservice kein Geld investieren.


    Wären meine Kunden bereit, 2-3 Euro für Lieferung zu investieren, dann wäre ich der Letzte, der sich einem solchen Service verschliessen würde.


    Leider wird solcher Service dann (wie es mir ja auch aus Deinem Post hervorzugehen scheint) als "selbstverständlich gratis" vorausgesetzt.


    Dafür ist kein Händler da. Soziale Dienste verrichten die Telefonseelsorge, die Bahnhofsmission und die Samariter. Der Handel will und muß gewinnorientiert arbeiten und kann nicht Arbeitskraft unter dem vom Kunden gerne herbeizitierten Deckmantel des "Service" verschleudern.


    cu


    NoTeen