Beiträge von NoTeen

    Es wird wohl sicher das Geschickteste sein, ehrlich und natürlich zu sein und nicht bei dem Gespräch zu verkrampfen.


    Die Höhe des gewünschten Gehaltes solltest Du an Deinem Können festmachen und nicht blind umherlavieren.


    Ich habe diese Woche eine Bewerberin eingestellt, die hat, nachdem ich ihr das Gehalt angesagt hatte, gefragt: "Daß Sie mir ein paar Euro mehr zahlen, ist wohl nicht möglich, oder?" - Nein, SO ist das nicht möglich. Hätte sie mir noch ein paar gute Gründe genannt (Zusatzqualifikationen, Bereitschaft, unbeliebte Schichten zu übernehmen etc.), dann hätte ich vielleicht mit mir reden lassen...


    Noch wichtiger als Dein Gehalt sind allerdings die Zusatzleistungen. Nicht nur der Firmenwagen - auch Sonderzahlungen (Urlaubs-, Weihnachtsgeld, evtl. Erfolgsprämien?), ordentliche Anzahl an Urlaubstagen, vernünftige Überstundenregelung solltest Du ggf. ansprechen.


    Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Ich hoffe dennoch, Dir geholfen zu haben.


    cu


    NoTeen

    Ja, sorry daß ich mich unglücklich ausgedrückt habe:
    Natürlich würde es bei konsequenter Arbeitsruhe am Feiertag nicht um das Tanzverbot gehen, sondern darum, daß dennoch ab 0:00 Uhr die Tanzlokale schließen müßten.


    An dem Tanzverbot zu Allerheiligen nun gleich wieder die große Systemkritik festzumachen, halte ich persönlich für übertrieben.


    Genausogut könnte man mit irgendeiner schwachsinnigen Begründung jedes Schützenfest und jede Maibaumfeier verbieten lassen (z.B. "das Knallen der Gewehre schadet dem Trommelfell", "der Maibaum ist ein heidnisches Symbol" - ist er?).


    Ich selbst finde es nicht falsch, Traditionen bestehen zu lassen (selbst wenn ihr Ursprung tiefchristlich ist) und sich mit diesen Traditionen auch hin und wieder auseinanderzusetzen. Das ist ein Stück unserer Kultur, und daraus ist unsere Gesellschaft, so wie sie heute ist, hervorgegangen.


    Wen die kulturelle Komponente nicht interessiert, der muß ja nicht daran teilhaben. Auch ich war auf noch keinem einzigen Schützenfest, auf keiner Maibaumfeier, und mich interessieren solche Veranstaltungen auch nicht. Dennoch kann ich aber den Interessierten, den Kulturverbundenen oder auch den gläubigen Christen ein Stück Toleranz entgegenbringen.


    Daß Feiertage in der heutigen Zeit Sache des Staates bzw. der Regierung sind, ist zwar traurig. Noch trauriger wäre es aber, wenn die Kirche das bestimmen könnte. Da wären wir dann tatsächlich bei der von Dir ausgelobten Verquickung von Kirche und Staat angelangt.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Usul
    Der Staat, das Land oder die Gemeinde müßten also nur gewährleisten, daß die Feiertage als arbeitsfreie Tage eingehalten werden.


    Na ja, streng genommen trägt doch das Tanzverbot einen Teil dazu bei und müßte demnach eigentlich auf *jeden* gesetzlichen Feiertag ausgeweitet werden. Oder glaubst Du, das Discothekenpersonal hält an Feiertagen zum eigenen Vergnügen das Lokal geöffnet?


    Was dann wiederum mit "24/7-Personal" wie Polizisten, Notärzten, Taxifahrern, Lokführern usw. geschehen soll, wäre dann wiederum die nächste Frage.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Usul
    Nun könnte man anführen, daß man ja auch an christlichen Feiertagen in seiner Freiheit eingeschränkt wird - nämlich dadurch, daß da die Läden zu haben z.B. Aber dieses Argument ist ein falsches, denn wie gesagt, es geht nicht um Feiertage an sich, sondern um die aufgezwungene Quasi-Sperrstunde, die für sich betrachtet überhaupt keinen Sinn macht. Warum soll ich nicht feiern und tanzen, während andere Leute der Toten oder was auch immer gedenken? Diese Frage läßt sich vollkommen unabhängig von der Frage beantworten, ob man jetzt Feiertage abschaffen muß oder nicht.


    Ich will irgendwie nicht so recht verstehen, warum Du hier mit zweierlei Maß messen möchtest.


    Warum kann ich als Kunde nicht einkaufen, nur weil ein paar Hardcore-Christen da ihren Feiertag begehen möchten?


    Störe ich als Händler jemanden bei der Ausübung seiner Religion, wenn ich meinen Laden öffne? Nein, das tue ich nicht. Im Gegenteil, ich erleide einen meßbaren finanziellen Schaden dadurch, daß mir ein Umsatztag verlorengeht, denn Löhne und Sachkosten wie Miete, Strom etc. muß ich dennoch bezahlen.


    Wo also möchtest Du die "Rechte" festmachen, die Deiner Ansicht nach an einem solchen Feiertag eingeschränkt werden? Und, wenn jeder "seine" Rechte einfordert und zugesagt bekommt (der Feiernde darf feiern, der Händler darf den Laden öffnen usw.), was bleibt dann an dem "Feiertag" noch "Feiertäglich"?


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Ich hab's ja immer befürchtet... Dir gehört also doch der Edeka um die Ecke... :rolleyes::D


    Korrekt. Kommt allerdings darauf an, um welche Ecke :D


    Zitat


    Eine Kneipe/Club/Disco zu betrieben kostet Geld. Man muss Grundsteuer zahlen, Miete, Werbung, Versicherungen und vieles mehr. Es ist viel einfacher, diese Kosten wieder reinzuholen wenn man viele Tage geöffnet hat. Da es der Branche nicht wirklich gut geht, kann es für kleinere Lokale schon das Zünglein an der Waage sein, wenn wegen Feiertagen Einnahmen ausbleiben.


    Und ja, es gibt Strafen wenn man sich nicht an die Verbote hält. Diese sind gestaffelt, meist Geldbeträge und so kann es sich lohnen, die Strafe zu akzeptieren und trotzdem weiterzumachen.


    Ansonsten bin auch ich der Meinung, daß es jedem selbst überlassen sein sollte ob er an einem Feiertag in die Disco oder in die Kirche geht - schließlich hat jeder EU-Bürger das Grundrecht der Selbstbestimmung. Vor man den Leuten das Ausgehen verbietet soll man lieber zuerst an anderer Stelle für Gerechtigkeit sorgen.


    Auch einen Supermarkt zu betreiben kostet einen ganzen Arsch voll Geld. Wenn ich jeden Monat so viel Geld übrig hätte wie ich Rechnungen bezahle, dann wäre ich stinkreich.


    Dennoch war ich über die geltende Rechtslage informiert, als ich meinen Laden eröffnet habe, und ich muß es hinnehmen, daß auch ich meine Hütte an den gesetzlichen Feiertagen geschlossen halten muß.


    Sollte (rein fiktiv!) ein Herr Ströbele es nun z.B. durchsetzen, daß in unserem Land ein zusätzlicher islamischer Feiertag eingeführt wird, dann kann ich zwar wohl jammern und meckern, werde mich aber dennoch der geltenden Rechtslage beugen und meinen Geschäftsbetrieb auch an einem solchen Tag ruhen lassen müssen.


    Jeder Discothekenbetreiber weiß, daß es Feiertage mit Sonderregelungen gibt und hat sein Geschäft in Kenntnis der Rechtslage eröffnet. Es ist mir also nicht wirklich eingängig, wie Du argumentieren kannst, daß solche Tage ggf. "das Zünglein an der Waage" sein können. Wenn das Jahresergebnis vom Umsatz einer Nacht abhängt, dann sollte man sich vielleicht generell mal Gedanken über die Erfolgsaussichten des eigenen Geschäftsbetriebes machen.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Wir haben Religionsfreiheit und ein ganz elementarer Bestandteil diesen Begriffes ist für mich, auch "frei" von Religion (was im übrigen nicht mit Glauben gleichzusetzen ist) sein zu dürfen und mich nicht von den religiösen Bedürfnissen anderer einschränken lassen zu müssen, egal ob von Christen, Moslems, Buddhisten etc.


    Na ja, so funktioniert eben das "System Gesellschaft". Du erwartest selbst bedingungslose Toleranz gegenüber Deinem Bedürfnis "einen draufzumachen, egal wann", bist aber selbst nicht tolerant genug, einer Religionsgemeinschaft, oder - allgemein gesprochen - Menschen, die andere kulturelle Bedürfnisse haben als Du, Raum zu geben, ihre kulturellen und sozialen Bedürfnisse auszuleben, die - abgesehen davon, daß Deine Lieblingsdisse vier Stunden eher schließt - auf dich keinerlei negative Auswirkungen haben, da Du Dich ja ohne große Mühe dem kulturellen treiben fernhalten kannst.


    Im Gegenteil, Du profitierst noch durch einen arbeitsfreien Tag, der Dir genaugenommen gar nicht zusteht, da Du ja (kulturell) sowieso nichts damit anfangen kannst.


    Sicher behinderst DU möglicherweise keinen Christen in Ausübung seiner Religion. Allein die Möglichkeit, daß an einem "stillen Tag" (ja, so heißen die) um sechs Uhr früh drei Besoffene laut singend vor einem Haus voller Katholiken vorbeilaufen, die sich gerade auf die innere Einkehr vorbereiten (davon abgesehen, daß der Tag - und damit die Zeit der Besinnung - rechtlich nun mal um 0:00 Uhr beginnt), läßt sogar mir als Nichtchrist eine solche Regelung als durchaus sinnvoll erscheinen.


    cu


    NoTeen

    Mal unter uns gesprochen, Goodzilla: Hast Du eigentlich wirklich überhaupt gar gar keine Sorgen, also nicht mal ganz klitzekleine Sorgen, daß Du Dich an so einem Blödsinn hochziehen musst? :D:D


    Zum eigentlichen Thema möchte ich vorweg schicken, daß ich zwar in einem katholischen Umfeld aufgewachsen bin, aber zuletzt vor ca. 10 Jahren eine Kirche von innen gesehen habe.


    Ich bete nicht, spende nicht für den lieben Gott und glaube lieber an meine eigenen Leistungen als an die einer höheren Macht.


    Dennoch finde ich es absolut in Ordnung, zumindest dort wo es seit jeher so war, den Menschen ein- oder zweimal im Jahr Gelegenheit zum "Durchschnaufen" und zur inneren Einkehr zu geben. Wie jeder für sich einen solchen besinnlichen Tag gestaltet, das bleibt ja jedem Menschen selbst überlassen. Der eine geht in den Gottesdienst, der andere bleibt den ganzen Tag im Bett und guckt Pornos. Zeit für sich haben beide an einem solchen Tag, und das ist es, worauf es ankommt. Wenn das dann mit einem sog. Tanzverbot einhergeht, ja warum denn nicht?


    Wer einen solchen Tag als aufoktroyiert oder dogmatisch empfindet, der kann eigentlich nur zu den Gesellen gehören, die auch nicht arbeiten gehen, denn die 37,5 Stunden Woche ist ja letztendlich auch nichts, was man freiwillig mitmacht, oder? :D;)


    Ich muß dazusagen, daß ich es in unserer Gegend (Raum Augsburg) eigentlich seit jeher nicht anders kenne, als daß am 31.Oktober um 23:59 Uhr die Musik in den Discotheken abgeregelt wird.


    Für mich war das nie ein großes Drama, und im Nachhinein hat es mir nie geschadet, mal einen Feiertag lang nicht auf den Putz hauen zu können. Im Gegenteil: Ich habe mich dann eben zuhause mit Freunden getroffen und wir haben dort gemütlich zusammengesessen, oder ich habe mir tatsächlich einen Tag nur für mich gegönnt.


    Soweit mir bekannt ist, ist die abendländische Kultur davon bis zum heutigen Tage noch nicht untergegangen. Ich weiß auch von keinem Menschen, der nachhaltige Spätfolgen erlitten hätte, weil er an einem bestimmten Tag im Jahr nicht bis fünf Uhr früh in die Disco gehen konnte.


    Im Übrigen bin ich trotz meiner inzwischen grundsätzlich eher atheistischen Haltung durchaus der Meinung, daß eine solide christliche Wertevermittlung (ich betone: christlich, nicht kirchlich) keinem wirklich schadet. Ich persönlich finde es z.B. erschreckend, wie wenige Jugendliche heute noch den Ursprung von Weihnachten oder Ostern erklären können.


    just my 2c


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Also: ich fahre meinen Einkaufswagen tatsächlich auch zurück ins Depot und lasse ihn nicht irgendwo herumstehen, genauso wie ich auch bei Mickey D's die Tabletts in den dafür vorgesehenen Wagen stelle.


    Alles Andere hätte mich bei Dir auch sehr gewundert ;)


    Obwohl... - für einen kurzen Moment hatte ich schon überlegt, ob das Dein Ernst sein kann :eek:


    Im Grunde stimme ich Dir auch zu: Es ist doch vollkommen egal, ob irgendwo auf einem Parkplatz in D ein besch...euerter Einkaufswagen stehen bleibt, oder ob in China ein Reissack umfällt.


    Nicht egal ist mir aber die Haltung mancher Leute, die nicht offen zugeben können, daß sie erstens zu faul zum Laufen sind und ihnen zweitens mögliche Folgen ihres Verhaltens scheißegal sind, sondern die jedesmal den eigenen Scheiß mit dem noch größeren Scheiß "der Anderen" (wer immer das dann konkret sein mag) "gut-argumentieren" *grummel*


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Aronia
    ...jeder Händler nimmt das, was er meint, was die Kunden zahlen. Der Einkaufspreis oder andere Kosten interessieren da erstmal sekundär. Da Du offenbar selbst Händler bist, solltest Du das doch eigentlich wissen...


    ...


    ...Bist Du Besitzer einer Kette oder eines kleinen Lebensmittelgeschäftes?


    Ja, ich bin Inhaber eines kleinen Lebensmittelgeschäftes, und glaube mir, ich weiß, wie man Preise kalkuliert ;)


    Wenn Du allerdings glaubst, diese würden sich heutzutage beim einzelnen Händler an Angebot und Nachfrage orientieren, dann bist Du leider sehr weit weg vom Thema.


    Das Preisgefüge orientiert sich nun mal vorrangig an den Kosten. Die Händler kalkulieren in der heutigen Zeit nicht mehr so, daß sie schnellstmöglich Millionär werden, sondern so, daß sie nicht irgendwann von den Kosten erdrückt werden.


    Wenn Du dann irgendwann mal in irgendeiner Zeitung lesen kannst, daß der Lebensmittelkonzern A,E oder N im vergangenen Jahr xxx Millionen Gewinn gemacht hat, dann solltest Du Dich auch fragen, warum er dazu +/- 10000 Filialen unterhalten muß. Wenn Du den Gewinn dann auf eine einzelne Filiale herunterrechnest, dann sieht das Ergebnis schon eher mager aus...


    Zitat


    Im Übrigen ist mein Argument auch nur das, dass sich (die meisten) Ketten eben sehr unmoralisch verhalten und ich nicht einsehe, mich gegenüber diesen dann moralisch zu verhalten. Das ist meiner Meinung nach auch nicht weit hergeholt.


    Das ist es, was ich als Polemik interpretiere. Ohne z.B. meinen Markt zu kennen, ohne mich und mein Personal jemals gesehen zu haben, bildest Du Dir ein Urteil, denn die Kette, der ich zuarbeite, verhält sich (möglicherweise) sehr unmoralisch. Aus diesem Grunde hast auch Du das Recht, Dich unmoralisch zu verhalten, indem Du mich und mein Personal dafür büßen lässt, daß "mein" Konzern möglicherweise (zumindest in Deinem Kopf) kein gutes Image hat. Findest Du das nicht doch ein bisschen sehr weit hergeholt?


    Ich persönlich finde es unfair und nicht sehr intelligent, über so verallgemeinernden Begriffen wie "die Konzerne" regelmäßig zu vergessen, daß hinter jedem Konzern - und sei er noch so "unmoralisch" oder sonstwas - echte Menschen stehen. Menschen, die nichts dafür können, daß sie ihre Arbeit dort und nicht woanders machen. Menschen, die Morgens genauso in den Spiegel schauen wie Du, die sich genauso "gut" oder "schlecht" verhalten wie jeder, dem Du jeden Tag irgendwo anders begegnest.


    Unfair finde ich es, daß Du Dir - nach Deiner Argumentation - ein Urteil über mich als Händler bildest, ohne mich auch nur einmal gesehen zu haben, und geradezu hirnverbrannt finde ich es, sich selbst das Recht auf ein Fehlverhalten herauszunehmen, weil "andere ja was anderes tun, was falsch ist". Ich dürfte dann also mal Deine Eier abkauen, weil der Kannibale von Rothenburg ja auch schon mal ein menschliches Geschlechtsteil gegessen hat? Interessant.


    Aber, bitte, wir sollten nicht vergessen, daß es hier nur um ein paar popelige EKW-Chips geht. Die Welt geht nicht unter, wenn auf meinem Parkplatz mal ein herrenloser Wagen steht.


    An der Geisteshaltung mancher Mitmenschen, die man speziell in diesem Thread mal wieder erkennen kann, stoße ich mich dennoch reglmäßig.


    cu


    NoTeen

    Zitat

    Original geschrieben von Aronia
    Überlegt euch lieber einmal, wer die wirklichen Übeltäter sind, bevor ihr so über uns herzieht. Wieso soll ich es Lidl ermöglichen, nochmehr Geld zu scheffeln, indem sie den Einkaufswagenwegräumer einsparen, wenn ich dies mit einem einfachen Trick umgehen kann? Ich verstehe absolut nicht, wieso ihr diese Konzerne auch noch so verteidigt. Nahezu kein Konzern verhält sich auch nur ansatzweise moralisch und dann soll ich als Kunde dies tun? Da läuft doch etwas kräftig schief...


    Vielleicht würde es Dir nicht schaden, Dein Anliegen sachlich und objektiv darzustellen (i.e. Du bist zu faul, zwei Schritte zu laufen, und die latente Gefahr, daß so ein herrenloser EKW ein Fahrzeug beschädigt, ist Dir scheißegal - "der Händler ist ja schließlich versichert"), anstatt irgendwelche Null-Argumente aus dem polemischen Nirvana zu holen, die nicht wirklich für eine intelligente Betrachtung der Dinge sprechen:


    Nur weil sich - Deiner Ansicht nach - "nahezu kein Konzern" moralisch verhält, heißt das noch lange nicht, daß für Lebensmittelverkäufer in dieser Sache das gleiche Urteil gilt. Oder haben wir jetzt für Unternehmen die Sippenhaft wieder eingeführt?


    Dein "einfacher Trick" (clever ausbaldowert, Johnny :top: ) verhindert übrigens nicht, daß Lidl noch mehr Geld scheffelt, sondern hat den Effekt, daß entweder ein Arbeitsplatz neu geschaffen wird (Einkaufswagenwegräumer) oder die Versicherungsbeiträge für die Betriebshaftpflicht des Händlers im nächsten Jahr steigen, oder gar beides.


    In jedem Fall wird das (langfristig und gesamtwirtschaftlich) auf die Verkaufspreise wirken. Selbstverständlich wirst DU dann schon längst woanders einkaufen, weil DU diese böse, böse Preistreiberei ja nicht mitmachst. Clever, Johnny. Echt clever!


    Bei den BW-Funkern gibt es einen Merksatz, der heißt "Denken - Drücken - Sprechen".


    Wäre schön, wenn Du den vor Deiner nächsten polemischen Einlassung beherzigen könntest.


    Schöne Grüße von einem Lebensmittelhändler, der sich jetzt von den gestern gescheffelten Millionen mal einen Porsche in einer neuen Farbe bestellen geht. Außerdem muß ich dann noch die Anhängerkupplung an meinem Ferrari reparieren - der Anhänger mit dem ganzen Geld war einfach zu schwer gestern.


    cu


    NoTeen