*#* SPOILER *#*
Ich weiß, daß ich mich eigentlich hier aus dem Thread raushalten wollte, aber nach einem gelungenem "Double Feature" im Kino vor ein paar Tagen, kann ich es halt auch nicht lassen. Man möge mir verzeihen. 
Kurzfassung: nichts halbes und nichts ganzes
Ich fand die Umsetzung leider etwas unglücklich. Spielberg hat wohl den Spagat zwischen den "alten Umsetzungen" und einem "neuem Sommer Blockbuster" zu sehr versucht. Mir hätte der Film wohl in einer deutlich spartanischeren Version deutlich besser gefallen - also viel weniger Special Effects und weniger visuelle Stimulation. In einer Independance Produktion mit wenig Geld hätte man sicherlich mehr Wert auf die Charaktere, die Grundstimmung und den Erzählrhythmus gelegt. Dann hätte man sich viel mehr darauf konzentrieren können, Angst in den Köpfen der Zuschauer unterschwellig zu erzeugen, statt das von Spezialeffekten und furchterregenden Monstern überreizte Publikum mit Aliens zu langweilen. Ein einfaches Beispiel: man hätte ruhig auf die Szene, wo man die Aliens das erst mal richtig sieht, verzichten können. So wurde einfach wieder ein Stück "Spannung" zerstört - wohl ein Zugeständnis an das amerik. Publikum, das sowas einfach "verlangt". Gleiches gilt wohl auch für die verschiedenen Arten, wie Menschen umkommen - macht von der Story her ja auch nicht viel Sinn. Das Radio Hörspiel hat ja gezeigt, auf welcher Ebene, die Geschichte funktionieren kann und im Kopf spielt sich immer mehr ab, wenn man mehr Raum und Zeit für wilde Gedankenspiele lässt. Gut, fand ich tendenziell den leichten "retro look" des Filmmaterials... evtl. hätte sich der Film auch mit demselben "look+feel" von "Sky Captain and the world of tomorrow" gut gemacht. Durch die Special Effects ist halt jeder jüngere Kinogänger gleich auf der "Independance Day"-Schiene - wo der Vergleich natürlich mühsam ist. Aber daran dürfte Spielberg schon selber schuld sein. Ein Shyamalan oder Nolan hätte vielleicht den dunklen Charakter der Geschichte besser herausgebracht. Witzig sind dann natürlich die Kommentare à la "diese Art Geschichte ist doch schon so abgedroschen und so oft erzählt worden" - da diese Geschichte im Kern das Original ist (wie gesagt, das Buch ist von 1894 oder so). Schade... der Film hätte durchaus vom Potential ein "dunkler E.T." werden können. Insgesamt fand ich ihn aber stellenweise recht gelungen und damit nicht so schlecht, wie manch anderer hier. 
Am schlimmsten finde ich, daß wg. Krieg der Welten der Drehbeginn von Mission Impossible 3 verschoben wurde... nicht weil ich die anderen beiden Teile so toll fand, sondern weil in Teil 3 J.J. Abrahms (Alias, Lost) Regie führt. Würde mich einfach mal interessieren, was der daraus macht. Schade nur, daß er nicht gleich auch die Story geschrieben hat... aber genug OT. 
Hab ihn mir schon zum zweiten mal gegönnt... um all die schnellen Schritte richtig zu verkraften hat es immer noch nicht ganz gereicht!
Kennt jemand den DVD Kommentar von Rodriguez auf seiner Desperado DVD? Da beschreibt er sehr gut, wie man bei Actionfilmen enorm Geld sparen kann, ohne dass es jemand merkt. Der Film ist echt gelungen - war auch nicht anders zu erwarten von Christopher Nolan IMHO. Die großen Schauspieler wurden herrlich einer nach dem anderen "verheizt". Die Besetzung mit Katie Holmes fand ich ehrlich gesagt etwas daneben... hat irgendwie gar nicht gepasst - irgendwie hat die deutlich zu jung gewirkt (auch wenn sie es evtl. sein sollte). Liam Neeson war großartig wie immer - auch wenn er mich öfter an eine andere "schwertschwingende Rolle" erinnert hat. Caine, Oldman, Freeman, Hauer und Wilkinson waren auch stark - ohne aber zu aufdringlich zu wirken; eine Hauptgefahr bei sovielen grandiosen Schauspielern. Christian Bale hat mir insgesamt gut gefallen... bei den Szenen, wo er im Maßanzug als "Geschäftsmann" + "Playboy" herumsaß, hat er mich allerdings zu sehr an American Psycho erinnert.
Hab gehört er ist ja neuerdings auch Syncronsprecher (neuer Miyazaki Film). Etwas irritierend fand ich am Ende den Dialog mit Katie Holmes, wo man ein "quasi Happy End" geschaffen hat - also erst das Happy End für die Frauen und dann die Vollbremsung für die Jungs, die schon schreien wollten, daß Batman gar keine Freundin hat! Gut fand ich die Balance zwischen "Film noir Stimmung", Action, Gefühlen und "großem Gerede" - außerdem war das Tempo des Films gut abgestimmt. Auf jeden Fall ein "must see movie" für diesen Sommer.