Zitat
Für dieses 1x1 der Betriebswirtschaft hast du doch auch Verständnis, oder?
Ich habe durchaus Verständnis dafür, allerdings gibt es AFAIR da rechtliche Zweifel.
Persönlich bin ich der Meinung, das eine Pauschale Vertragsverlängerung um immer 24 Monate nicht der korrekte Weg ist. Wenn jemand beispielsweise 20 Monate schon rum hat und nun Umziehen muss wieder 24 Monate aufzubrummen , im Gegensatz zu demjenigen der 2 Monate dabei ist und genauso 24 Monate bekommt... das ist irgendwie nicht fair. Außerdem ist es idR beim Umzug ja so, dass der Kunde die bereits subventionierten Geräte weiter behält und mit Umzieht, ausserdem keine Werbekosten/Provisionen mehr anfallen -->es sind rechnerisch also IMHO nicht mehr weitere 24 Monate nötig. Richtig, die Tcom verlangt immer ihre An/Abschlussgebühren beim An/Abmelden einer TAL, die refinanziert werden müssen. Dazu sollten aber dann 12 Monate Verlängerung locker reichen.
Jedenfalls gabs AFAIR einen Fernsehbereicht diesbezüglich, in dem die Verbraucherschutzorganisationen diese Verhalten gerügt hatten und meinten, dass Vertragsrechtlich eine automatische Verlängerung bei Umzug nicht haltbar wäre. Wenn ich mich recht erinnere, war erst auf den vom Kunden zu unterschreibenden "Umzugsformularen" eine Klausel über eine "freiwillige" MVLZ Verlängerung enthalten. Der Kunde unterschreibt also die Verlängerung rechtlich gesehen "freiwillig".
Ob nun also das verwenden eines "formlosen" Umzugsformulars, also ohne die Klauseln, bzw das streichen der Klauseln im Formular rechtlich irgend was bringt ist mehr als fraglich. Man wird in jedem Fall scherereien bekommen.
Was ich immer nicht verstehe, ist warum man es dem Kunden nicht transparent macht was Sache ist. Früher war das offensichtlicher: Man konnte wählen zwischen 99€ Einrichtungsgebühr und keine MVLZ ODER 0€ Einrichtung dafür X Monate MVLZ. Dann ist es offensichtlich, wer die MVLZ nicht einhält muss nachträglich die Einrichtung selber zahlen, nur wer die MVLZ übersteht dem wird die Gebühr "geschenkt". Wer umzieht verursacht wieder Kosten, die man IMHO ruhig in der Preisliste beziffern kann, und ebenfalls in einen alternativen Gegenwert in MVLZ Monaten belegen kann.
Übrigens ist Arcor in dieser Hinsicht noch human, denn in den AGB gibt es tatsächlich noch die Möglichkeit, sich JEDERZEIT gegen Zahlung der 99€ Vertragsstrafe die MVLZ abzulösen. Mit anderen Worten: Akzeptiert man die Vertragsstarfe um eine MVLZ abzubrechen, ist es genauso wie wenn man das Modell "Einrichtungsgebühr + keine MVLZ" am Vertragsbeginn gewählt hätte.
Andere Anbieter verlangen als Ablöse den kompletten monatlichen Rechnungsbetrag für die ganze Restlaufzeit - ohne Gegenleistung!!!
Es ginge natürlich noch viel fairer, in dem man die 99€ Einrichtungsgebühr nur Anteilig für die Restlaufzeit zurückzahlen müsste....aber da wirds dann unübersichtlich und kompliziert..
Zur Threadfrage:
IMHO kann man evtl mit der Hotline reden. Ich habe auch schon Paketwechsel gemacht, die eigentlich 24 Monate Verlängerung gebracht hätten. Mit einem guten Hotliner kann man da auch mal z.B. nur 12 Monate raushandeln.
Sowas könnte man also evtl raushandeln, weniger bestimmt nicht, da wiegesagt Arcor erstmal einen Haufen Kohle hinblättern muss, damit dein Anschluss von der T-Com umgeklemmt wird. Alternativ, wenn du eh am neuen Standort Arcor nach z.b. 3 Monaten eh kündigen willst, könntest du versuchen Arcor zu überzeugen dich rauszulassen, da ein Umzug Arcor teurer kommt (Hierbei wäre es eben wichtig zu wissen ob die 24 Monate Verlängerung nun rechtens ist oder nicht)
Viel Hoffnung hätte ich da aber nicht.
Das Aktzeptieren der Vertragsstrafe ist da wohl immer das einfachste.