Danke für den Dankanstoss, hätte ich ja auch selbst mal drauf kommen können.
Ist aber interessant, was man da findet. Allerdings muss ich wohl mal etwas ausholen.
Zunächst mal sind mir bei NetMeeting die Application-Sharing-Features wichtig, nicht Audio- oder Videokonferenz. Ich möchte das in erster Linie benutzen um jemandem etwas zeigen zu können während ich ihn eventuell am Telefon habe. (Mit separater SIM-Karte und damit unabhängig vom UMTS.)
Das ist wohl der Teil, bei dem NetMeeting mit dem dafür vorgesehenen Standard T.120 arbeitet. Und das funktioniert offenbar auch wenigstens auf einem statischen TCP/IP-Port, nämlich 1503. Wenn ich die betreffende Seite bei Microsoft
richtig lese, dann sollten auch die anderen erforderlichen Dinge, also Internet Locator Service (ILS) und H.323 Call Setup über statische Ports funktionieren. Also mal anders ausgedrückt: Solange ich nur Application Sharing machen möchte bräuchte ich auf der Firewall nur auf drei oder vier Ports Verbindungen zu ermöglichen. Mir ist allerdings noch nicht klar, ob nur rein oder rein und raus. Gut, das werde ich mal recherchieren.
Was mich ein wenig wundert ist folgendes: Ich hatte NetMeeting mal zwischen zwei PC die beide hinter NAT-Routern hängen, ausprobiert. Allerdings hingen die hinter demselben NAT-Router. Da die sich aber über den externen ILS-Server gefunden haben war ich davon ausgegangen, dass ich dieser Tatsache nicht allzu viel Bedeutung zuzumessen bräuchte. Scheint aber doch einen Unterschied zu machen.
Jetzt frage ich mich nur noch folgendes:
Selbst wenn es durch meinen zugegeben ungewöhnlichen Versuchsaufbau mit den beiden Rechnern im selben Netz hinter demselben NAT-Router zufällig geklappt hat: Logisch ist das nicht. Beide PCs machen ja offenbar eine ausgehende Verbindung von der Innenseite des Netzwerks zum ILS-Server. Dort kommen dann beide mit derselben (genatteten) IP an, der die mir mein ISP gegeben hat. Nun geht also der Call vom einen an den anderen doch aus dem Router raus und müßte dann an der Außenseite des Routers wieder ankommen. Aber wieso wurde er da durchgelassen?
Oder habe ich da eine Sicherheitslücke in meinem Router entdeckt? Wäre mal eine schöne Denksportaufgabe für einen Netzwerktechniker.
Zurück zur eigentlichen Frage:
Wenn es denn nun so ist, dass NetMeeting eingehende TCP/IP-Verbindungen benötigt, dann ist klar, wieso das über E-Plus mit dem normalen APN nicht geht, denn der ist ja bekanntlich genattet. Aber es gibt da ja extra den ipsec.eplus.de, für den man sich gebührenpflichtig freischalten lassen kann (was ich auch getan habe) und ich dachte, der wäre genau dazu da, nämlich eingehende Verbindungen zuzulassen, wie das bei einem klassischen IPSec ja erforderlich ist.
Oder kann der das etwa nur auf dem IPSec-Port, aber nicht auf allen anderen?
Forschen wir mal weiter ...
Gruß
Torsten