[off topic an]
um 'mal den wahnsinn des derzeitigen umlagefinanzierten rentensystems am beispiel eines asozialen
vierfachen vaters wie erbes zu verdeutlichen: selbst bei der -- leider seltenen -- ungewöhnlich hohen zahl von vier kindern bedeutet dies, daß jedes seiner vier kinder jeweils ein halbes elternteil zu versorgen hat.
In konkreten zahlen (und unter der annahme inflationsbereinigter einkommen und renten):
erbes und frau erbes haben heute je 4.000.- brutto bzw. 2.000.- netto zur verfügung und bei den kindern wird dies (brutto) eines tages ebenso sein. Von diesen 4.000.- brutto zahlen sie heute 400.- arbeitnehmerbeitrag in die rentenversicherung. Nehmen wir nun an, daß die rentenbezüge von erbes und seiner besseren hälfte 70% des nettoeinkommens betragen sollen (was ja schon ein erheblicher einschnitt wäre). Das wären also zusammen 2.800.-.
Dann würde das bedeuten, daß jedes ihrer vier kinder von seinen je 4.000.- brutto 350.- für die eltern aufwenden müsste. Hätten die erbes nun aber nur zwei kinder, entfielen auf jedes kind schon 700.-. Und bei den statistischen 1,3 kindern pro frau in diesem unserem lande wären das dann entweder 1.075.- pro kind (also mehr als ein viertel des bruttoeinkommens (ca. 27% statt ca. 10% heute)) oder wesentlich niedrigere renten.
Ganz anders sähe das aus, wenn endlich von der rein umlagefinanzierten zur kapitalstockfinanzierten rente umgestellt würde. Das eigentlich erschreckende an diesem rentenschlamassel -- und v.a. dem kommenden der kinderarmen babyboomer-generation, die in ein paar jahren beginnend massenweise ins rentenalter kommen -- ist, daß der zukünftige rentenbedarf etwas ist, was selbst der dümmste politiker ca. 65 jahre im voraus berechnen kann.
Dennoch verschließt dieses unfähige pack seit jahrzehnten standhaft die augen vor den ergebnissen dieser rechnungen und steuert so quasi sehenden auges und gröbst fahrlässig in die kommende rentenkatastrophe. Ob die chinesen -- die mit ihrer 1-kind-politik selbst auf noch viel schlimmere altersarmut zusteuern -- dann wohl aushelfen werden ?
Davon, daß die monatliche beitragsbelastung bei einer kapitalstockfinanzierten rente viel geringer wäre, gleichzeitig die renten traumhaft höher ausfielen und somit aus arbeitseinkommen wie rente viel mehr verfügbares einkommen für wirtschaftswachstum bereit stünde, ganz zu schweigen...
Hätte man 1960 (!), als der zukünftige rentenbedarf der babyboomer absehbar war, begonnen, auf kapitalstockfinanzierte rente umzustellen, indem man jedes jahr den anteil der in den kapitalstock fließenden rentenversicherungsbeiträge um zwei prozentpunkte erhöht hätte, dann wäre die rente seit 2010 komplett kapitalstockfinanziert und es gäbe so gut wie keine altersarmut.
Wie gesagt, das war alles seit ewigen zeiten sehr konkret vorhersehbar, aber unsere politikversager haben's völlig verpennt.
[off topic ende, bevor ich in einen zustand gerate, in dem ich mehr kotzen müsste als ich essen kann]