Beiträge von malinfo

    Wenn Dir die kostenbremse wichtig ist: warum dann nicht einfach 'ne normale festnetznummer ? Festnetzflat hat heute wahrscheinlich fast jeder, und selbst wenn nicht, dann kosten anrufe zu 'ner festnetznummer fast nix.

    nachdenkseiten.de zum thread-thema


    Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    ...Wenn man also künstlich die ca 30% Ärzte ins Land geholt hätte, müssten ja 30% deutsche Ärzte arbeitslos sein. Haben wir aber nicht....


    Sehr eigenartige logik: nur weil bei einer bestimmten berufsgruppe ein prozentsatz x mit ausländern besetzt ist, heißt das doch noch lange nicht, daß x % der deutschen in der betreffenden berufsgruppe arbeitslos sind !?!?


    Was konkret die deutschen ärzte angeht: die arbeitsbedingungen insbesondere in der immerhin mindestens fünf jahre dauernden assistenzarzt-zeit sind derart gottserbärmlich --- wichtigste qualifikation: dem chefarzt mit begeisterung (!) dorthin kriechen, wo's am dunkelsten ist ---, daß ca. die hälfte aller fertigen mediziner nicht als arzt arbeitet, und von den anderen 50% mittlerweile ein gutteil in andere länder mit -- weit -- besseren arbeitsbedingungen abwandert (in keinem anderen studienfach ist der anteil der auswanderer auch nur annähernd so hoch). In diesen anderen ländern, in denen die ausbeutung von (assistenz- bis ober)ärzten nicht oberstes ziel des krankenhausbetriebes ist, werden die jungen deutschen ärzte wegen ihrer (zumindest in der theorie) hervorragenden ausbildung mit handkuss genommen.

    Zitat

    Original geschrieben von Educator
    ...Öffentlicher Dienst oder Zeitarbeitsbuden ... haben richtig kranke Vorstellungsgespräche- und Fragen....


    Plauder' doch 'mal ein wenig aus dem nähkästchen --- könnte mir vorstellen, daß das richtig amüsant werden könnte.... ;)

    Diese überzogene selbstüberzeugtheit ist imho ergebnis der entwicklung hin zu einzelkinder-prinzen-, aber insbesondere -prinzessINNEN-familien und des von den älteren / eltern in falsch verstandenem liberalismus (=aus bequemer konfliktscheu nicht stattfindende erziehung) nicht mehr eingeforderten respekts vor menschen mit mehr lebenserfahrung u/o mehr wissen.


    [small]Setzt euch 'mal heutzutage in 'ne vorlesung. Die störung durch den geschwätzpegel ist unglaublich. Ich versteh' das nicht: warum geht man in eine nicht präsenzpflichtige veranstaltung, wenn man eh' nicht aufpasst, sondern nur durch geschwätz stört ? Sogar in aller herrgottsfrühe. Wenn wir früher keinen bock auf vorlesung hatten, zumal "mitten in der nacht" ;), dann taten wir alles mögliche, aber wir setzten uns ganz bestimmt nicht in einen. meist auch noch tageslichtlosen, hörsaal, um dort desinteressiert schwätzend diejenigen zu stören, die zuhören wollen.


    "Mein kind ist das beste" *) und das muss natürlich, notfalls mit hilfe der verwaltungsgerichte, bis zum abitur getragen werden. Das ergebnis ist dann das vielfach strunzdumme, aber vor unbeirrbarem selbstbewusstsein triefende volk, das (nicht nur) an den unis leider mehr und mehr zu "bewundern" ist. Und zwar selbst in einser-abiturienten-studiengängen wie medizin, in denen die sympathischsten UND sozial kompetentesten / empathischsten häufig diejenigen sind, die --- wegen eben nicht ganz so guter noten --- erst nach längerer wartezeit einen studienplatz erhielten. Das, die soziale kompetenz/empathiefähigkeit, korreliert übrigens auch auffallend häufig mit der geschwisterzahl. Aus china wird uns die egomanie als folge der einzelkind-politik des regimes noch ganz gewaltig um die ohren fliegen.


    *) sehr eindrucksvoll auch bei den zahllosen, sich maßlos selbst überschätzenden dsds-kandidaten zu besichtigen, die ganz offensichtlich von keinem verwandten eingebremst (und, was eigentlich deren verdammte fürsorgepflicht wäre, vor absehbar abgrundtiefen blamagen bewahrt) werden (schon lange nicht mehr gesehen, aber wird wohl kaum besser geworden sein)[/small]


    BTT: das wort "tribunal" tauchte, falls ich nichts überhört habe, übrigens erst NACH auflösung der frage auf. Wär's vorher gewesen, dann hätte sich die (richtige) lösung wohl allen aufgedrängt.


    Im übrigen muss ich zu meiner schande bekennen, daß trotz latinum und, ich glaube, guter allgemeinbildung, auch ich nicht ans tribunal gedacht und ebenfalls zur almosen-antwort tendiert hatte. Dass mir das wort "tribunal" nicht in den sinn gekommen war, bestürzt mich im nachhinein irgendwie ... ... ... nach dem motto "Wie konnte das passieren, daß ich daran nicht gedacht hatte?"....


    BTW: viel hämischer als gegenüber dem junggemüse mit [small]--- a bisserl brüderle muss sein: trotz arg fettem a... ---[/small] selbstüberschätzungstendenz ist übrigens meine klammheimliche freude über das offensichtliche versagen der angeblichen gedankenlesekunst des (ansonsten durchaus sympathischen) kandidaten.... Denn den fehlschluss der publikumsjokerin kann ich irgendwo verstehen....

    Der einzige fachkräftemangel, den es gibt, sind fachkräfte, die bereit sind, auch noch geld mitzubringen, um sich zu hungerlöhnen ausbeuten zu lassen. Deshalb zielt die hinterhältige legende vom fachkräftemangel ja auch nur darauf ab, die grenzen für ausländische lohndumper immer durchlässiger zu machen, und so die löhne und gehälter immer weiter zu drücken. Daher sind die betreffenden kreise auch absolut NICHT an einer lösung der euro-krise interessiert, sorgt sie doch für massenhafte zuwanderung von zu allen (entlohnungs)schandtaten bereiten sklaven aus den verarmenden pleiteländern.


    Wer auf diesen ausbeuterpropaganda-mumpitz von fachkräftmangel 'reinfällt, der glaubt auch, daß zitronenfalter.... ... ...




    [small]... ... ... und hat wohl noch nie gehört, daß arbeitslose fachkräfte über 40 kaum noch eine chance auf einen arbeitsplatz haben.


    Und zwar perverserweise insbesondere dann, wenn sie qualifizierte fachkräfte sind :


    ihrer qualifikation angemessene stellen finden sie nicht, weil sie zu viel (!) erfahrung haben (und deshalb in aller regel erst gar nicht zu vorstellungsgesprächen eingeladen werden, weil potentiell zu teuer, sodass sie nicht einmal die gelegenheit erhalten, im vorstellungsgespräch ihre --- meist durchaus gegebene --- bereitschaft zu zugeständnissen bei der vergütung zu bekunden).


    Auf stellen unter ihrer qualifikation werden diese fachkräfte nicht genommen, weil überqualifiziert und ihnen deshalb schnellstmögliche wieder-abwanderung unterstellt wird (was, wie ich weiß, bei vielen gar nicht der fall wäre. weil sie sich ja nur deshalb auf solche stellen bewerben, weil sie eben nichts ihrer qualifikation enstprechendes finden. Deshalb würden sie auch auf solchen stellen, für die sie überqualifiziert sind, nolens volens bleiben)


    Ich kenne dutzende solcher fälle und bekomme deshalb das große kotzen, wenn ich vom angeblichen fachkräftemangel höre/lese ![/small]

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    ... Ein Glück, daß ein Themenstarter weder eigenhändig abriegeln kann ... gehört ein Thema niemandem persönlich, auch nicht dem Themenstarter. (-:=


    Das sehe ich anders. Ich fände es gut, wenn ein TE im betreffenden thread jeweils moderationsrechte hätte (ist in keinem mir bekannten forum so, trotzdem fänd' ich's gut).
    Denn
    zum einen könnte der TE so das abdriften ins OT verhindern,
    zum anderen würde auch sonstigen entgleisungen ein wirksamer riegel vorgeschoben.

    Die schlechte datenverbindung mag ärgerlich sein, aber dafür kann felix nichts (und mehr als standardantworten, so unbefriedigend das sein mag, kann er vermutlich schon deswegen nicht geben, weil er selbst von VDF wahrscheinlich nur standard-gesülze erhält). Wenn der kleine felix zur großen VDF sagt "Du, du, du, das find' ich aber gar nicht gut". glaubst Du, das juckt diesen arroganten roten riesen ?
    Mit verlaub: sollte man sich nicht selber VOR einem anbieter-wechsel schlau machen, wie denn ganz konkret die versorgung am (an den) gewünschten standort(en) ist ?
    Das felix anzulasten, mag zwar bequem sein, aber befreit es Dich wirklich von einem mindestmaß an eigeninitiative bei der vor-anbieterwechsel-recherche ?


    Freu Dich doch über die konkurrenzlos günstige allnet-flat (denn zumindest telefonie funzt ja anscheinend).


    [small]Wir haben die (anfangs zufriedenstellende) datenkarte bei o2, als die datenübertragung immer schlechter wurde, nach zig ergebnislosen reklamationen und vertröstungen gegen eine von e-plus (base) getauscht. Seitdem geht's wieder, auch wenn von einer verbesserung durch die großspurig angepriesene speed-option (siehe betreffenden thread) leider rein gar nichts zu bemerken ist.[/small]

    Bei der w.o. verlinkten FAZ-graphik zur einkommensverteilung darf man übrigens einen wichtigen aspekt nicht außer acht lassen: in der graphik geht es um das "zu versteuernde" einkommen. Erfahrungsgemäß ist die differenz zwischen brutto-einkommen und zu versteuerndem einkommen aber umso größer, je mehr jemand verdient (absetzungsmöglichkeiten, steuersparmodelle, etc, die umso eher und intensiver --- zur vermögensbildung im engen oder weiteren sinne --- genutzt werden können (und werden), je höher das bruttoeinkommen ist).


    In anderen worten: jemand mit einem bruttoeinkommen von 40 TEUR kommt, wenn er sehr geschickt ist, vielleicht auf ein zu versteuerndes einkommen von 32 TEUR. Jemand aus der erwähnten oberste-3%-kategorie hat aber schlechte berater, wenn seine 78 TEUR zu versteuerndes einkommen nur aus einem bruttoeinkommen von 86 TEUR resultieren. In dieser einkommensklasse ist es dann schon wahrscheinlicher, daß das tatsächliche bruttoeinkommen bei 120 und mehr TEUR liegt und durch geschickte --- wohlgemerkt legale --- gestaltung auf 78 TEUR kleingerechnet wird.


    D.h. der mittelverdiener schafft es, wenn er sehr gut (beraten) ist, gerade einmal 8 TEUR oder 20% seines bruttoeinkommens steuermindernd auszugeben. Der besserverdiener mit dem scheinbar gerade einmal doppelt so hohen (zu versteuernden) einkommen hat dagegen (mindestens) steuermindernde möglichkeiten i.H. des gesamten (!) einkommens des mittelverdieners bzw. von mindestens einem drittel / 33% seines tatsächlichen bruttoeinkommens. Das bedeutet, daß die ach so üble progression schon ganz erheblich dadurch gemindert wird, daß viele legale UND illegale steuerverkürzungsmöglichkeiten überhaupt erst mit hohen (brutto)einkommen genutzt werden können.


    Oder wie schon angesprochen: die effektive, unvermeidbare besteuerung des gesamteinkommens ist bei geringen einkommen dadurch erhöht (und somit ein evtl. progressionsvorteil mehr oder weniger aufgefressen), daß der geringverdiener sein ganzes einkommen zum leben ausgeben muss (und auf diese ausgaben letztlich mehr steuern entrichtet als auf sein einkommen....).


    Daß der mittelverdiener (und geringverdiener erst recht) dadurch, daß er nichts oder nur viel zu wenig sparen kann, im alter dann zum sozialfall wird, wäre dann ein weiteres thema....