Hier bisschen mehr zusammengefasst.
Quelle: at-mix.de
Siemens - Handy-Sparte 1 Mio. Euro Verlust täglich
Nach dem der scheidende Siemens-Chef Heinrich von Pierer die Krise im Handygeschäft bei Siemens ins Gespräch gebracht hat, wollen die Gerüchte und Spekulationen nicht verstummen. Seinerzeit meinte Pierer: "Es wäre naiv, anzunehmen, dass man besenrein übergeben kann. Man kann nicht mit der Brechstange vorgehen, nur um pünktlich zum Wechsel an der Spitze eine Lösung zu präsentieren" .. und damit war die Handy-Sparte gemeint. Sonst hatte Pierer auf Hauptversammlungen und Pressekonferenzen immer die neuesten Handy - Modelle in die Höhe gehalten, um für Käufer zu werben. Doch schon seit dem Sommer 2004 steckt dieser Geschäftsbereich tief in der Krise.
Zum Zeitpunkt der Machtübergabe an Siemens Chef Nachfolger Klaus Kleinfeld war nicht sicher, was eigentlich mit der verlustreichen Sparte geschehen sollte. Spekulationen in den Medien sprachen von einer Abgabe der Sparte an einen Konzern aus dem asiatischen Bereich. Mit welchem Unternehmen seinerzeit verhandelt wurde, ist bisher nicht bekannt und offenbar sind entsprechende Verhandlungen (wenn es sie denn gab) nicht zum Abschluss gekommen.
Die Welt am Sonntag veröffentlicht ein Interview vom neuen Siemens-Chef Kleinfeld wo es heißt: "Wir halten uns in der schwächelnden Handy-Sparte alle Optionen offen. Siemens hat es versäumt, rechtzeitig UMTS-fähige Mobiltelefone zu entwickeln, nun kommt der Konzern bei den Preisen für seine aktuellen Geräte unter Druck. Wir haben in dieser Sparte in den letzten Monaten mehr als eine Million Euro pro Tag versenkt." Das belegen auch die veröffentlichten Zahlen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004 / 2005. Hiernach ergab sich für Siemens im Bereich Mobiltelefone ein Verlust von 143 Millionen Euro.