Beiträge von andreasf

    Ist schwer auszudrücken was ich meine.


    Ich versuchs mal mit einem Beispiel.


    Ein top verdienender Manager in D mosert, dass sein amerikanischer Kollege viel weniger Sozialabgaben zahlen muss als er und will dies abgeschafft haben.


    Er sieht dabei aber nicht, dass sein Amerikanischer Kollege auf Wohltätigkeitsessen u.ä. freiwillig sehr viele Abgaben macht.


    Damit meine ich das rauspicken was einem passt.

    Zitat

    Original geschrieben von Mort

    Nicht unbedingt. Jeder hat die Möglichkeit, das Vakuum nach seinem eigenem Gusto füllen zu können. Es gibt Kapitalismus, unmengen Religionen und Sekten, viele Szenen, ...
    Meiner Meinung nach liegt es am Individuum selbst sowie dessen unmittelbarer Umgebung, ob dieser "Füllstoff" moralisch vertretbar ist, oder nicht. Und wie erwähnt: Auch Christen sind teilweise intolerante Leute, die von Kant meilenweit entfernt sind...


    Das Problem ist, man nimmt sich jeweils nur das was einem passt.


    Christen die von Kant meilenweit entfernt sind, nennen sich vieleicht so, sind aber keiner da sie vom den guten alten Grundsatz "Was du nicht willst ..." auch meilenweit entfernt sind.
    Nicht jeder der sich irgendwie nennt ist auch selbiges.


    ... dir deine Meinung


    Aber müssen solche Formulierungen sein?


    Man kann seine Meinung auch etwas dezenter, um nicht zu sagen niveauvoller ausdrücken, oder?

    Zitat

    Original geschrieben von Moe
    vielleicht ist es ja auch so, dass es in der Postmoderne aufgrund ... Mehrheit gleichzuschalten...?


    ISt das von dir, oder ein Zitat? :D


    Zitat

    Original geschrieben von Moe
    naja dann geraet er halt schnell an ein paar Bauern und die Sache geht schief, aber das haette derjenige dann fast wissen muessen oder?
    :D


    Also wer abens spazieren geht und überfallen wird ist selber schuld?
    Eine Faru mit kurzem Rock darf sich nicht wundern wenn sie vergewaltigt wird?


    Es ist nicht die Frage eine andere Meinung zu vetreten sondern die Art und Weise, und das ist unabhängig vom Thema zu sehen.

    Zitat

    Original geschrieben von Hotdog

    Man muß nicht an irgendwen oder irgendwas Glauben um anderen Menschen Respekt und Toleranz entgegen zu bringen!!


    Doch man muß an etwas glauben.
    Damit meine ich nicht Gott oder ein höheres Wesen.


    Aber wer soll die Werte festlegen?
    Die Uno
    Greeenpeace
    Ulrich Wickert


    Aber im Ernst.
    Wenn alle den von Kant definierten kategorischen Imperativ beachten würden, hätten wir ein gutes Wertesystem.


    Ich will hier nicht philosophieren, aber wo kommt ein Wertesystem her?
    Sind es Instinkte? Wohl kaum.


    Es ist also Prägung. Durch Erziehung und die Umwelt (Gesellschaft in der wir leben) und diese Gesellschaft ist durch ihre Kultur geprägt.
    Unsere Gesellschaft war lange durch das Christentum geprägt und somit stammt das "westliche" Wertesystem also irgendwie vom Christentum.


    Als das Christentum in unserer Kultur mehr und mehr an Bedeutung verlor entstand ein Vakuum, welches meiner Meinung bisher nicht gefüllt wurde.
    Also wo von, wenn nicht von einem Glauben an irgendwas/irgendwen soll ein Wertesystem abgeleitet werden?


    Ist keine rhetorische Frage, ich weiß es nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Saletti


    Willst Du damit ausdrücken, daß eine Gesellschaft nur dann an Werten festhalten kann, wenn Ihre Mitglieder an ein (oder mehrere) übernatürliche(s) Wesen glauben?



    Beachte hirzu vieleicht folgende Aussage weiter oben von mir:
    "Das Problem ist, dass in den späten 1960 und frühen 1970 die "alten" Werte lächlich gemacht wurden und aufgeben wurde.
    Ob zu Recht oder Unrecht sei mal dahingestellt.
    Das Problem ist, dass kein neues wertesystem entstanden ist. "


    Bis zum erwähnten Zeitraum existierte ein Wertesystem.
    Dieses wurde ausgehölt/abgeschaft.
    Aber kein neues geschaffen.


    Eine Gesellschaft braucht ein Wertesystem, ein "übernatürliches Wesen" ist nicht zwingend erforderlich.
    Aber welche Werte hat unsere Gesellschaft?
    Marktwirtschaft.
    Nicht Liebe deinem nächsten.
    Sondern zocke deinem Nächste möglicht viel ab.
    Das bringt den Entwicklungsländern auch nicht gerade viel.


    Ausserdem ist die Geschichte des Christentums in der neuen Welt etwas vielschichtiger als du sie hier mit "indem man die dort bereits vorhandene Gesellschaft rücksichtslos zerstört hat" aburteilst.

    Zitat

    Original geschrieben von Joe2
    ...Vielen würde es sicherlich gut tun, sich mal etwas intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen: möglicherweise hängt der nicht abzustreitende Verfall von Werten ja damit zusammen...


    Das Problem ist, dass in den späten 1960 und frühen 1970 die "alten" Werte lächlich gemacht wurden und aufgeben wurde.
    Ob zu Recht oder Unrecht sei mal dahingestellt.
    Das Problem ist, dass kein neues wertesystem entstanden ist.


    Der wichtigste Grundsatz des Christentums "Was du nicht willst was man dir tut, das fügt auch keinem anderen zu" oder formuliert nach Emanuel Kant ,,...handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde."
    existiert nicht mehr.
    Jeder macht was ihm gefällt, ohne Rücksicht auf den anderen.

    Ist der Thread auf den sich dieser bezieht gelöscht?


    Der Link von mUcKy676 führt wieder zu diesem Thraed.


    Was mir in diesem Thread auch wieder auffällt, ist, dass christlicher Glaube mit Kirche (meist der katholischen) gleichgesetzt wird,
    Klar christlicher Glaube funktioniert nur in der Gemeinschaft, aber wenn ich sage ich bin Christ, heißt das nicht zwangsläufig, dass ich alles was die (benutzen wir das abgedroschene Wort) Amtskirche macht von mir gutgeheißen wird.
    Im Umkehrschluss gilt aber auch, dass ich nicht sagen kann "Weil ich die Handlungen der Kirche ablehne, glaube ich nicht an Gott".


    Ein Theologe hat mal gesagt "Jesus verkündete das Reich Gottes, gekommen ist die Kirche"


    An all die, die meine sich über Christen lustig machen zu müsse:


    "Freiheit ist immer die Freiheit der anders denkenden" (Rosa Luxemburg)


    Bedenkt das immer. Man kann ja Diskutieren, aber mit Respekt und Toleranz, besonders bei solchen Themen


    Ob ich nun Christ bin oder nicht, weiss ich nicht so genau ...

    Ich hab den Film schon vor längerem (durch Zufall) im Sneak Preview gesehen...


    Für mich ist es einfach ein weiterer amerikanischer Heldenepos (Amerikaner die Kämpfen sind Helden, Somalis die kämpfen sind ein lynchender Mop) aufgeblasen mit pseudo philosophischen Monologen.



    Auch stellt sich mir immer noch die Frage, ob die Amerikaner dieses Himmelfahrtskommando nicht gemacht haben, um die anderen Nationen zu zwingen in die Kampfhandlungen einzugreifen.
    Der Film stellt die anderen Nationen als unfähigen Haufen von Zögerern dar. Nur die Amerikaner packen an und retten die Welt.