Beiträge von Pitter

    Zitat

    Original geschrieben von Uelmuek
    Was demnach eine hundertprozentige Erfüllung der Forderungen seitens GDL wären, oder?


    ...


    Tarifverhandlungen enden in der Regel in Kompromissen, das was du darstellst ist kein Kompromiss, sondern die volle Akzeptanz der Forderungen.


    Hier kann man einiges zu dem von der Bahn angebotenen "Kompromiß" lesen:


    Zitat

    ...Der Bahn-Vorschlag sah zuletzt vor, dass sich die Bahn dann separat mit der EVG auf einen Tarifvertrag für die Zugbegleiter einigen darf. Und dass die früheren Tarifverträge der GDL, wenn sie dieser Einigung nicht zustimmt, für Zugbegleiter ungültig werden - und die GDL gleichzeitig Zugbegleiter auch nicht länger zu Streiks aufrufen darf. Damit säße die Bahn gegenüber der GDL wohl immer am längeren Hebel? Greiner: Natürlich....


    Wer als Gewerkschaftler so einen "Vergleichsvorschlag" unterschreibt, kann doch eigentlich nur gekauft sein.

    Zitat

    Original geschrieben von shelter
    ...Die Bahn ist, eben anders als beispielsweise ein Flugzeug, für einen Großteil der Menschen alltagszugehörig.


    Nicht nur im Fernverkehr, sondern gerade auch für Pendler oder schlicht in Großstädten als alltägliches Verkehrsmittel.


    Man stellt sich auf die Bahn ein, um zum Job zu kommen, hat eventuell nicht einmal mehr ein Auto und darf nun die Folgen eines Streiks ertragen, der sehr diffuse Gründe hat....


    Zum Streiten gehören immer zwei. Angegriffen wird aber merkwürdigerweise nur eine Seite. Warum gibt die Bahn nicht nach? Würden die der GDL einen Tarifvertrag für das ganze fahrende Personal zugestehen, wäre der Streit wohl recht schnell beigelegt.

    Im Fokus kann man sehen, auf welches "Niveau" die deutsche Medienlandschaft bereits herabgesunken ist. Wenn es keine richtigen Argumente mehr gibt und auch Gerichte nicht die gewünschten Urteile liefern, muss man wohl versuchen, die Protagonisten persönlich anzugreifen.
    Das nenne ich mal richtig "seriösen" Journalismus.

    Zitat

    Original geschrieben von mumpel
    ...Die EVG geht nunmal ihren eigenen Weg.


    Zu den Gegebenheiten bei der Bahn fehlen mir Informationen.
    Ein wenig aus kenne ich mich mit der Situation im öffentlichen Dienst. Dort hat sich die DGB-Gewerkschaft Verdi vor Jahren bei der Umstellung von BAT zu TVÖD sowas von über den Tisch ziehen lassen; so große Tische gibt es in ganz Deutschland nicht!


    Und das bei einer einmalig guten Verhandlungsposition, besser als sie jede andere Gewerkschaft haben kann.
    Es fallen einem eigentlich nur zwei Erklärungen hierfür ein: Entweder sind die so dumm oder sie sind geschmiert gewesen. Die Frage ist, was wäre den Gewerkschaftsmitgliedern lieber.

    Zitat

    Original geschrieben von mumpel
    ...Wieviele der Zugbegleiter in der GdL sind kann ich nicht sagen. Hier in "meinem Zuständigkeitsbereich" ist gerade mal ein Lokführer in der GdL (soweit ich darüber informiert bin). Alle anderen Bahner hier sind entweder in der EVG, fallen unter das Beamtenrecht oder sind in keiner Gewerkschaft organisiert ...


    Das scheint dann aber ganz untypisch zu sein. Irgendwo habe ich gelesen, dass Dreiviertel der Lokführer in der GDL sind.


    Und warum sollte das nicht darum gehen? Wenn viel mehr Zugbegleiter Mitglied der GDL sind als Mitglied der EVG, stellt sich m.E. sofort die Frage, warum soll die GDL keine Tarifverhandlungen für die Zugbegleiter führen können?

    Zitat

    Original geschrieben von flamesoldier
    ...dass die GdL gerne einen eigenen Tarifvertrag für die Zugbegleiter, die nicht bei der EVG, sondern der GdL sind, haben würde. Also lediglich Extrawürste, obwohl bereits ein Tarifvertrag mit der EVG für die Zugbegleiter existiert....


    Da stellt sich natürlich sofort die Frage, wieviele Zugbegleiter sind in der GDL und wieviele in der EVG organisiert? In den offiziellen Zahlen geht es ja immer nur um die EVG-Mitgliederzahlen im Gesamtkonzern. Zumindest habe ich bisher keine anderen lesen können.

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Selbstbeteiligungsfreie Privathaftpflicht habe ich schon immer für überflüssig gehalten, weil Versicherungen meines Erachtens ausschließlich hohe bis existentielle Risiken abdecken sollten...


    Hast du dir die Prämien mit und ohne Selbstbeteiligung mal angeschaut? Bei der geringen Differenz ist eine Selbstbeteiligung für den Kunden unsinnig.

    Zitat

    Original geschrieben von Nokiahandyfan
    ...Die Gleichberechtigungsgesetze haben zwar auch gewisse vorgaben, aber dort soll nur der Kandidat oder die Kandidaten auf den Posten kommen (wenn deren Geschlecht unterrepräsentiert ist), die auch wirklich gleichgeeignet sind.


    Nein. Zumindest in dem baden-württembergischen Gesetz ist das nicht geschlechtsneutral formuliert. Es geht im Gesetz fast ausschließlich um die Förderung von unterrepräsentierten Frauen. Das Wort Mann kommt praktisch nur in der Überschrift vor. Ob die Gesetze in den anderen Ländern anders formuliert sind? Wahrscheinlich nicht.
    Das zeigt, dass es nicht um Gleichberechtigung geht. Hier sollen Pründe für ein Geschlecht (und nur für dieses eine Geschlecht) erobert und gesichert werden.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Frau von der Wehr wurde schon als Gegenargument gegen die Einführung einer Frauenquote angeführt.


    Nehme ich aber nun die Personalie Günther Oettinger auf der Position des EU-Internet-Kommissars, frage ich mich allen Ernstes, was ihn für dieses Amt besser qualifiziert, als Frau vdL für das Verteidigungsressort in der Bundesrepublik.


    Antworten?


    Äpfel mit Birnen? Öttinger hat den Posten sicher nicht wegen seines Geschlechts erhalten. Ich will hier ja nicht diese Gründe verteidigen, diese hätten aber genauso eine Frau treffen können. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau ....Ich bin davon überzeugt, dass es auch unter Frauen geeignete Kandidatinnen für (fast) jedes Amt gibt. Nimmt man diese geeignete Kandidatin dann aber nicht, sondern irgend eine Lusche ... sind wir ... in der MÄNNERWELT! ...



    Ja kann sein, kann aber genauso anders herum laufen. Bei einem echten Wettbewerb sollte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eher der Geeignete oder die Geeigente durchsetzen. Quote bedeutet aber, dass man die Luschin nehmen muss, egal ob es geeignetere Kandidaten gibt.