Zitat
Original geschrieben von JanJ
Wobei, ich sag mal aus meiner Erfahrungen, wenn die Postbank erstmal alles richtig eingestellt hat, dann läufts auch problemlos ...
Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung - sowohl privat als auch so. Was Alltagsprobleme angeht, bei denen ausschließlich klare und vorgegebene Prozesse ausgeführt werden müssen (z.B. so banale Sachen wie die Sperrung nach Diebstahl), würde ich sogar das Prädikat "hervorragend" verleihen. Da klappt dann zumindest meiner Erfahrung nach alles wirklich schnell und so, wie es auch sein sollte und das ist eben (leider) keine Selbstverständlichkeit.
Das Problem sehe ich bei Sachverhalten, die nach individueller Prüfung wirklich entschieden werden müssen - eben das, was früher mal so schön politisch-unkorrekt "mid-level support" hieß und jetzt so ein krummer T2-Support-Fall ist). Da geht oftmals aus Kundensicht was mächtig daneben, weil das Ergebnis eben nicht das gewünschte ist. Das ist natürlich z.T. auch verständlich, weil es a) in diesem Bereich sehr darauf ankommt, dass man einen Sachverhalt auch kurz, klar und verständlich darstellen kann und b) es eben keine "Abnick-Instanz" dafür ist, dass jemand das Bestmögliche für sich herausholt. Ersteres ist ein Problem weil es den meisten Menschen naturgemäß sehr schwer fällt ein eigenes Problem kurz darzustellen, aber dabei nichts auszulassen, dass für einen Unbeteiligten das Verständnis erschwert oder unmöglich macht. Zweiteres ist barsch ganz einfaches "dies ist ein Wirtschaftsunternehmen und nicht die Wohlfahrt"-Abwehrverhalten und findet in allen Branchen statt. Steckt man hier fest, wird es schnell nervig - besonders wenn ein wirklich klarer Fehler vorliegt.
Was darüber in Richtung Management-Ebene passiert, habe ich bisher als sehr positiv und vor allem reaktionsschnell erlebt. Da darf man dann natürlich nicht erwarten, dass man einen Entscheidungsträger ans Telefon bekommt, sofern es sich nicht gerade um größere Summen handelt. Aber selbst bei etwas komplexeren Sachverhalten am nächsten Tag einen von Hand unterschriebenen Brief der Postbank im Briefkasten zu haben, ist nicht selten. Privatkunden mögen da zugegebenermaßen nicht unbedingt die Priorität haben, aber das ist bei anderen Instituten mit Ausnahme der Privat- und Spezialbanken oft genau so. Die Select-Hotline würde ich übrigens (wenn man Select-Kunde ist) vorziehen.
Wie bei mir fast schon üblich: (zu) lange Rede, kurzer Sinn: Belege aufbewahren. Wenn es nach längerem Hin und Her wirklich nicht weitergeht, alles verständlich zusammenfassen ohne eine Enzyklopädie daraus zu machen und alles mit der Bitte um erneute Prüfung an die Postbank senden. Im Anschreiben hilft es dabei zu erwähnen, dass man sich schon vergeblich um Klärung bemüht hat (was man natürlich auch tun sollte). Wenn man dabei freundlich und sachlich bleibt, hat man meiner Erfahrung nach mit der Postbank selbst bei sehr viel komplizierteren Sache als einer Kontoeröffnung eigentlich ganz gute Chancen auch ans Ziel zu kommen.