Hier mal ein Artikel aus dem Stader Tageblatt vom 12.12.2008:
Bürger-Protest gegen den Mobilfunk-Turm
„E-Plus“ schafft erste Tatsachen in Estebrügge
Estebrügge (bv). Das Mobilfunkunternehmen E-plus hat gestern Tatsachen geschaffen – und den Mast mit Hilfe eines Krans an der Buxtehuder Straße aufgestellt. Am späten Abend folgten Bürger aus ganz Estebrügge, unter ihnen besorgte Eltern, und Anlieger aus dem Wetternweg und der Neuen Straße dem Aufruf der örtlichen Bürgerinitiative „Wellenbrecher“ und versammelten sich mit ihren Fackeln als Symbol des Protestes unterhalb des Turms; die Anlage ist noch nicht angeschlossen.„Dieses Vorgehen ist ziemlich unsensibel“, kritisierte Wellenbrecher-Sprecher Jürgen Reimers das Vorgehen von E-plus. Der Wille der Bevölkerung werde vom Betreiber, aber auch von Landkreis Stade, Gemeinde Jork und Bundesnetzagentur „ignoriert“, klagt der Altländer, der – wie die Mehrheit der Initiative – „nicht grundsätzlich gegen Mobilfunk ist“, aber einen Standort wie diesen, in der Nähe von Schule, Kindergarten und Wohnbebauung, ablehnt.Die Gemeinde Jork lädt für Donnerstag, 18. Dezember, 18 Uhr, zu einem Informationsabend über den Mobilfunk-Mast von E-plus in Estebrügge an der Buxtehuder Straße, im Hotel Altes Land in der Schützenhofstraße in Jork ein. „E-plus möchte interessierte Bürger über die bereits genehmigte Funkfeststation – umfassend – informieren“, sagt Bürgermeister Rolf Lühmann. Hierzu wird Dr. Lienhard Linke von E-plus-Mobilfunk das Projekt vorstellen, ergänzend Dr. Hauke Brüggemeyer vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz die rechtlichen Rahmenbedingungen erläutern. Für die Bürgerinitiative „Wellenbrecher“ wird Professor Dr. Lebrecht von Klitzing anwesend sein, so Reimers. Der bekannte Medizinphysiker sieht im Mobilfunk eine Gesundheitsgefahr, unter anderem werde das Krebsrisiko erhöht. Hirnströme und andere Funktionen des Nervensystems könnten durch die Strahlung beeinträchtigt werden. Nach den drei Vorträgen besteht die Möglichkeit, Fragen an die Podiumsteilnehmer zu stellen.Die „Wellenbrecher“ wollen im Vorfeld am Montag, 15. Dezember, 20 Uhr, eine DVD im Gemeindehaus in Estebrügge zeigen. Zwei in der Bürgerinitiative Puls-Schlag aktive Ärzte und ein Physiker berichten über die Auswirkungen der Mobilkommunikation auf Gesundheit und Umwelt. „Nur wer informiert ist, kann mitreden“, betont die Vorsitzende des Vereins in Gründung, Tina Benecke.Weitere Informationen – wie etwa DVDs und Broschüren – der „Wellenbrecher“ gibt es jetzt unter anderem im Altländer Kernhaus in der Estebrügger Straße 147. Und: Ein Spendenkonto der Initiative gegen den Mobilfunkmast ist bei der Sparkasse Stade-Altes Land (Konto-Nummer: 100 000 20 79; BLZ: 24151105) eingerichtet.