Arena: Bundesliga-Konferenz im Free-TV bei Sat.1?
Möglicherweise wird der Auftakt der Fußball-Bundesliga am 11. August als Konferenzschaltung beim Free-TV-Sender Sat.1 zu sehen sein.
Eine etwaige Ausstrahlung stehe aber nicht im Zusammenhang mit den stockenden Verhandlungen zwischen dem Rechteinhaber Arena und dem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, sagte eine Sprecherin der SAT+KABEL am Montag nachmittag auf Anfrage.
Sie bestätigte damit nur teilweise einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" (Montag) und der Berliner Tageszeitung "Tagesspiegel" (Dienstag). Ob eine Einigung mit dem TV-Konzern zustande kommt, ist noch immer offen. Dies hängt nicht zuletzt von einem Einverständnis der ARD ab, die die Free-TV-Rechte im vergangenen Dezember erworben hatte (SAT+KABEL berichtete mehrfach). Für Arena sei die Ausstrahlung einer Konferenzschaltung im Free-TV ein willkommener Promotioneffekt. Viele Zuschauer könnten sich darunter kaum etwas vorstellen, sagte die Sprecherin.
Bereits am Anfang des Jahres hatte es Spekulationen gegeben, wonach die Sportrechteagentur einige Spiele an ProSiebenSat.1 oder RTL sublizenzieren könnte (SAT+KABEL berichtete). "Wir haben grundsätzlich Interesse an Live-Fußball", bestätigte ein RTL-Sprecher, damals, auch eine Sprecherin der Unternehmensgruppe ProSiebenSat.1 sagte: "Attraktive Sportrechte sind für uns interessant. Es kommt aber darauf an, dass man sie refinanzieren kann." Grundsätzlich sieht der Vertrag zwischen Arena und der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Sublizenzierung vor.
Zur Übertragung der Spiele käme zunächst Sat.1 in Frage. Dessen sportliches Aushängeschild, TV-Moderator Oliver Welke, war zuvor zu Arena gewechselt. Neben Sat.1 könnte auch ProSieben oder Kabel1 zum Zuge kommen, die jeweils ein Spiel live zeigen, hieß es.
Unterdessen steht eine Einigung des Pay-TV-Anbieters mit dem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) noch immer aus. Rund 10 Millionen potentielle Interessenten können nach derzeitigem Stand zum Bundesliga-Start kein Live-Angebot empfangen. Brancheninsider hatten die schleppenden Verhandlungen in der vergangenen Woche mit einer engeren Zusammenarbeit oder Fusion von KDG und Premiere begründet.
Quelle: http://www.satundkabel.de