15.02.2005 22:25 Uhr 3sat
Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film
Stanley Kubrick - Tom Cruise - Steven Spielberg - Woody Allen - Martin Scorsese - Malcolm Mcdowell - Jack Nicholson - Ken Adam - Arthur C. Clarke - Christiane Kubrick - Nicole Kidman - Shelley Duvall - György Ligeti - Paul Mazursky - MATTHEW MODINE - Tony Palmer - Alan Parker - Sidney Pollack - Douglas Trumbull - Jan Harlan - Sir Peter Ustinov
Dokumentarfilm, England 2000
Regie: Jan Harlan
Buch: Jan Harlan
Stanley Kubrick starb 1999 nur drei Wochen nach der Uraufführung seines Films "Eyes Wide Shut" mit Nicole Kidman und Tom Cruise in den Hauptrollen. Schon bald nach seinem Tod begann Kubricks Schwager Jan Harlan - seit "Uhrwerk Orange" (1971) als ausführender Produzent für Kubrick tätig - mit der Arbeit an einer umfänglichen Dokumentation über den Ausnahmeregisseur. In "Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film" zeigt Harlan unveröffentlichte Amateuraufnahmen aus dem Privatarchiv des öffentlichkeitsscheuen und zurückgezogen lebenden Regisseurs, der in seinem Leben nur äußerst selten Interviews gab. Eine kleine Sensation sind die von Kubricks Vater auf 16 Millimeter gedrehten Filmaufnahmen, die den zehnjährigen Stanley beim Tanzen zeigen. Ein witziges Dossier, in dem Kubrick seinen Familienmitgliedern Anweisungen gab, wie ein Streit zwischen seinen zwei Lieblingskatzen zu schlichten sei, geben Einblicke in das Denken des Perfektionisten, der selbst sein Privatleben wie ein Schachspiel durchdachte. Kein geringerer als Tom Cruise begleitet als Conférencier und Offsprecher den Zuschauer durch diese überaus gekonnt zusammengestellte Mischung aus Nachruf und filmischer Biografie. Von seinem ersten Dokumentarfilm "Day of The Fight" (1951) bis hin zu seiner Schnitzler-Verfilmung (1999) wird Kubricks Werk in chronologischer Reihenfolge vorgestellt, fachkundig kommentiert von Regiekollegen, Autoren und Komponisten. Bislang unveröffentlichte Archivaufnahmen von den Dreharbeiten sowie interessante Statements von prominenten Regiekollegen wie Steven Spielberg, Woody Allen und Martin Scorsese geben faszinierende Einblicke in die einzelnen Etappen der künstlerischen Entwicklung dieses visionären Filmemachers, der sich neben Chaplin, Welles, Lubitsch, Huston und Altman in die Ehrengalerie derjenigen einreiht, die nie einen "Oscar" erhielten.