ZitatOriginal geschrieben von D-Love
Wenn man über soziale Gerechtigkeit diskutiert, muss man auch mal diskutieren, wie "gerecht" das ist.
Wer sehr viel verdient, kann ohne Probleme viel mehr für den Sozialstaat geben. Daher sollte er es auch tun. Wenn Du einer Verkäuferin 50% Steuern auf ihren Monatslohn berechnest, verhungert sie. Wenn Du einem Einkommensmillionär 50% abziehst, kann er sich statt 4 Yachten nur noch 2 kaufen. Was bitte ist gerechter?
ZitatOriginal geschrieben von D-Love
Zudem sind auch viele nicht mit Millionen auf dem Konto geboren worden, sondern haben einfach mehr als andere geleistet (und haben daher anderes, wie z.B. Privatleben, entbehren müssen) und sich ihren Verdienst und ihr Vermögen erarbeitet.
Die wenigstens haben das. Es hat ja einen Grund, dass der Armutsbericht der Bundesregierung ausweist, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Das liegt u.a. daran, dass eben nicht alle von vorne anfangen sondern immer mehr Personen reich geboren werden.
ZitatOriginal geschrieben von D-Love
Ich bin eigentlich ein Freund von Chancengleichheit, nicht noch von Gleichmacherei. Denn ohne diese Leistungsträger im finanziellen Kontext geht es in unserem Land genauso wenig wie ohne Leistungsträger im Sozialen, wie den oft zitierten Krankenschwestern.
Ich bin auch ein Freund von Chancengleichheit. Aber dazu gehört für mich fairerweise, dass alle mehr oder weniger gleiche Startbedingungen haben. Also bin ich dafür, dass auf Vermögen über sagen wir 500.000 EUR eine Erbschaftssteuer von 90% erhoben wird. Keine Ahnung, inwiefern das wirklich realisierbar ist, aber die Details muss man eben noch ausarbeiten.