Ich mag den Münsteraner Tatort auch sehr, wobei dies natürlich ebenfalls kein "richtiger" Tatort ist, sondern eher eine seichte Krimi-Komödie. ![]()
Beiträge von Jimmythebob
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Und wegen versuchten Betrugs.
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Der Schreibstil dieser Meldung ist eine Beleidigung an alle, die einen IQ von >50 haben. Warum liest man so etwas?
Gewaltdelikte sind leider Alltag, auch wenn die Bild natürlich vorzugswürdig nur dann berichtet, wenn es sich bei den Tätern um "eine Horde Türken" handelt. -
Zitat
Original geschrieben von Timba69
-schnellere Bearbeitung
-schnellere Aburteilung
-nicht unbedingt härter, aber innerhalb des gesetzliches Spielraumes.Das impliziert aber geradezu, das Strafen (eben) doch abschrecken
Eine schnelle Bearbeitung impliziert, dass Strafen doch abschrecken? :confused:ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von Timba69
Stimmt nicht und lässt sich in Berlin
a) sehr gut beobachten und
b) auch öffentlich nachlesen.Das Modell ist, mit dem Tode der treibenden Kraft, quasi eingestellt worden.
Hier verwechselst du glaube ich was. Die Berliner Justiz ist sicher nicht dagegen, mehr Geld und Personal zu bekommen, um Hautptverhandlungen künftig möglichst zeitnah stattfinden zu lassen (so meinte Phonefux das auch). Nur leider liegt das nicht in ihrer Entscheidungskompetenz.
Im Übrigen ist mir nicht bekannt, dass das Neuköllner Modell zu einem messbaren Rückgang der Jugendkriminalität geführt hat. Wenn du da entsprechende Statistiken hast, immer her damit.
Und genau daran stoßen sich auch die Kritiker dieses Modells, welche der verstorbenen Richterin eben in erster Linie Effekthascherei und Populismus unterstellen und weniger eine von ihr behauptete nachhaltige Senkung der Kriminalität erwarten. Aber über die Kritiker wolltest du ja eh nicht reden.Und, wie Phonefux ebenfalls schon sagte, selbst wenn das Modell zu einem Rückgang der Jugendkriminalität geführt haben sollte, liegt das nicht an im Vergleich besonders schweren Strafen (welche das Modell grade nicht vorsieht), sondern an einer unmittelbaren Verurteilung nach der Tat. Im Jugendstrafrecht steht nämlich der Erziehungseffekt von Strafe im Vordergrund, und der ist natürlich bei merkbaren Konsequenzen erst ein Jahr nach der Tat (oder noch später) gleich Null. Ob die Konsequenz jedoch 5 Tage Jugendarrest oder 10 Tage sind, ist eben völlig nebensächlich. Darum geht es hier.
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Zitat
Original geschrieben von malinfo
Das ampelbeispiel zeigt doch wunderbar auf, welche rolle das sanktionsrisiko (a) das risiko des überhaupt-erwischt-werdens, b) die "schmerzhaftigkeit" der zu gewärtigenden sanktion) bei der durchsetzung von regeln spielt.
Das Ampelbeispiel beruht doch allein auf subjektivem Empfinden. Nach deiner weiteren Argumentation müsste es doch in Deutschland zig Rotfahrer an jeder Ampel geben, weil es hier so billig ist. Die Rotfahrer, die ich in meinem Leben in D gesehen habe, kann ich jedoch an einer Hand abzählen. Selbst wenn es statistisch mehr Fußgänger gibt, die Rot missachten, als Autofahrer, dürfte dies eher daran liegen, dass ein Rotlichtverstoß für Fußgänger als Kavaliersdelikt angesehen wird, dessen Verstoß im Grunde niemanden interessiert. Ein Autofahrer, der über Rot fährt, riskiert nicht nur die Beschädigung seines liebsten Spielzeugs, sondern auch die Missgunst seines Umfelds. Über-Rot-fahrende Autofahrer mag nämlich niemand. Letzteres ist zufällig auch ein wesentlicher Punkt, der Straftaten verhindert (steht alles in der Studie). Außerdem ist natürlich das Entdeckungsrisiko für Autofahrer wesentlich größer, wenn diese inkl. Nummernschild über eine Kreuzung fahren. Auch das wirkt (laut Studie) abschreckend.ZitatOriginal geschrieben von malinfo
Um im bereich straßenverkehr zu bleiben: warum fahren (und parken und alle sonstigen verhaltensweisen im straßenverkehr) deutsche in allen anderen ländern idR lammfromm ? Weil's dort viel teurer ist als hierzulande.
Hier ist mein Eindruck völlig anders. Ich kenne wenig Länder, in denen so zivilisiert die Verkehrsregeln beachtet werden, wie in Deutschland. Und das obwohl die Bußgelder zugegebenermaßen vergleichsweise gering sind. Mein Fahrstil ist im Übrigen im Urlaub im Ausland nicht anders, als in Deutschland und ich kenne auch niemanden, der hier regelmäßig über die Strenge schlägt und dann in Spanien auf einmal Strich-50 fährt. -
Wie ich bereits schrieb, können wir gerne diskutieren. Aber von dir kommt ja nichts sachliches, außer "Ich glaube der Studie nicht", "Steuergeldverschwendung" und seltsame Selbstempirie an deutschen Ampeln. Auf solch einer Grundlage können wir gerne mal bei einem Glas Bier diskutieren, mit sachlicher Auseinandersetzung mit dem Thema hat das aber nichts zu tun.
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Wir drehen uns hier im Kreis. Wenn Studien schlicht ignoriert werden "neben der Realität, wie immer", können wir die Diskussion gleich einstellen. Es lebt sich halt einfach in eurer Welt voll Vorurteilen und schlichten Lösungen, andere halten sich eher an die Ergebnisse von Wissenschaft und Forschung. Jeder wie er mag.

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@ thomasGr:
Hier vergleichst du Äpfel mit Birnen. In einem Flächenstaat wie Deutschland herrschen komplett andere soziale, kulturelle und gesellschaftliche Voraussetzungen als im Stadtstaat Singapur, der zu 80% aus wohlhabenden Expats besteht.
Meine Bemerkung bezog sich darauf, dass hohe Strafandrohungen keinerlei generalpräventive Wirkung haben. Wenn also in Singapur eine niedrigere Kriminalität herrscht, dann liegt das an den anderen Voraussetzungen (s.o.) und nicht an den Strafen für Kaugummispucken (was wohl im übrigen eh eine Urban Legend ist).Dass das so ist, kannst du in zig seriösen Studien nachlesen. Beispielhaft hier mal ein Dokument von Prof. Dr. Heinz, der sich seit Jahren mit den Ursachen für Kriminalität, Strafvollzug und Kriminalitätsprävention beschäftigt: http://www.uni-konstanz.de/rtf…lassischen_Sanktionen.pdf Auf seiner Seite findest du noch mehr seiner Studien: http://www.jura.uni-konstanz.de/heinz/
Daraus kannst du zum Beispiel folgende Aussage entnehmen:
"Hinsichtlich der generalpräventiven Wirkung von Strafandrohung, Strafverhängung und Strafvollstreckung wird von Teilen der Politik in Deutschland die Erwartung geäußert, durch eine Verschärfung eine höhere Präventionswirkung erzielen zu können. Für die Richtigkeit dieser Erwartungen gibt es indes keinerlei empirisch gestützte Anhaltspunkte."
Für diese Aussage werden wiederum zahlreiche Quellen zu Studien und Publikationen angegeben. Wenn du anders lautende Studien kennst, können wir gerne darüber diskutieren. Ansonsten sehe ich die Aussage "Harte Strafen = weniger Straftaten" hiermit als widerlegt an.
Noch etwas zu dem von dir zitierten "Kommentar": Ich finde es wenig hilfreich, sich auf anonyme Kommentare im Internet zu beziehen; die nicht vorhandene Qualität solcher Kommentare sollte mit einem Blick auf die Kommentarfunktion der gängigen Nachrichtenseiten jedermann bekannt sein. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, die Aussage: "Wir holen uns Roma ins Land", als wenn es sich dabei um eine tödliche Krankheit handelt, die man sich "holt", ist allerdings fast schon ekelhaft. Der dumme Stammtischansatz ala "Segeltörn für Intensivstraftäter" macht es ebenfalls nicht besser.
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Herr, lass Hirn regnen.
Lieber TE, was soll solch ein Beitrag? Versuch beim Erstellen eines Threads doch wenigstes den Anschein zu erwecken, du seist an einer sachlichen Diskussion interessiert.
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Wenn wir das gesamte Handeln des Staates nur nach Umfragen ausrichten würden, hätten wir in der Tat bald wieder die Todesstrafe, Kastration für Sexualstraftäter, Abschiebung aller Ausländer und eine Einkommenssteuer von 20%. Ich bin ganz froh, dass an den wichtigen Stellen Menschen sitzen, die das gelernt haben und nicht solche, die meinen nach 2 Bier alles besser machen zu können.
Wie sieht denn Schritt 2 der 57% aus, die unsere Justiz als zu milde empfinden? Glauben diese, dass sich durch harte Strafen irgendwelche Straftaten verhindern ließen? Vergleiche mit Ländern, in denen selbst auf Kaugummispucken 10 Jahre Knast stehen und Kinder wegen Schuleschwänzen mit Handschellen vorgeführt werden, sprechen dagegen. Auch sagen alle Studien, dass ein Gefängnisaufenthalt die Menschen nicht besser macht. Im Gegenteil, die Rückfallquote ist extrem hoch und oft werden aus Kleinkriminellen nach einem Gefängnisaufenthalt Schwerkriminelle, weil sie aus ihrem Beruf und sozialen Umfeld raus sind, und nach der Entlassung vor dem Nichts stehen. Zudem haben sie die entsprechenden "Freunde" im Gefängnis erst kennengelernt und können dann Dank neuer Connections erst so richtig loslegen. Tolle Sache!
Man muss nicht bei der Strafe ansetzen, sondern schon viel früher. Aber um das zu verstehen muss man eben auch mal andere Sachen lesen als die aktuelle Bild-Umfrage.
