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Timba: Das von dir genannte Aktenzeichen ist aus 2005 und betrifft einen Fall, in dem ein Schriftstück am Nachmittag des 31.12. einem Büro zugegangen ist. In diesem Fall gilt es erst als am 02.01 zugegangen, weil man "bei Zugrundelegung gewöhnlicher Verhältnisse" eben nicht nachmittags nochmal in seinen Briefkasten schaut, erst Recht nicht an Silvester. Das ist völlig unstreitig und hier auch nicht das Problem.
Den Einwurf kann man, wie gesagt, durch einen Zeugen belegen. Wenn der Empfänger weiter weg wohnt und man da nicht persönlich hinfahren kann, ist das natürlich ein Problem. Da hilft dann nur noch ein Bote (dem man natürlich auch das Schriftstück zeigen darf) oder eben wirklich ein Gerichtsvollzieher.
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Ich kann dir nicht folgen. Ich schrieb doch ausdrücklich: mit Zeugen! Den nimmt man dann im Einzelfall natürlich mit.
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Wie meinen? Ich sehe keinen Fehler. Der Nachweis der Zustellung gelingt in der Praxis ganz einfach durch Einwurf in den Briefkasten unter Zuhilfenahme eines Zeugen.
edit: Mit Briefkasten meine ich natürlich den des Empfängers.
Zitat
Original geschrieben von handyman1981
Falls der Vermieter dir eine Mieterhöhung per einfachen Brief zuschickt,kannst du theoretisch diese als Kaminanzünder verwenden,weil er dir den Zugang nie nachweisen kann......
Ui, Expertenalarm.
Der Nachweis gelingt ganz einfach in der beschriebenen Art und Weise.
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Der Empfänger einer Willenserklärung muss diese nicht tatsächlich zur Kenntnis nehmen, eine Willenserklärung gilt schon dann als zugegangen, wenn sie derart in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist, dass bei Zugrundelegung gewöhnlicher Verhältnisse mit der Kenntnisnahme durch den Empfänger zu rechnen ist.
Daher ist es auch völlig egal, ob der Vermieter zufällig im Urlaub ist oder drei Tage im Krankenhaus.
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Zitat
Original geschrieben von handyman1981
Und wenn ich mir die zugehörigen Foren dazu anschaue,wie man am besten das Jobcenter oder potenzielle Arbeitgeber austricksen kann,da ist immer mächtig was los und dort sind z.T. User,die sich das Sozialrecht aufgrund von Zeitüberschuss autodidaktisch beigebracht haben.Manch einer hat da zudem Kenntnisse im Staatsrecht und Verwaltungsrecht,da würden die meisten Jura Studis noch vor dem Examen kapitulieren.
Aber die ELOs benutzen es nur eingeschränkt für ihre Zwecke.
Und wer das für Polemik hält,einfach mal Hart4 Forum googlen und sich die Themenlagen anschauen.
Genauso wenig wie das Interesse an Handys und Mobilfunk in diesem Forum repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ist, wird es das Interesse an Sozialrecht und Suche nach Schlupflöchern in einem Hartz4-Forum sein. Soviel Differenzierung sollte man dann doch leisten können.
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Original geschrieben von mws55
Wer den Arsch hochkriegt, kann sich auch das leisten und wer nicht, der braucht eine menschenwürdige Grundabsicherung [...].
Genau, weil ja bekanntermaßen alle Bezieher von ALG2 oder Rentenaufstocker in Wirklichkeit bloß Faulpelze sind. 
Irgendwie scheint das Niveau hier zum Jahresende hin nicht gerade höher zu werden.
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Zur Info: Noch bis Ende des Jahres gibt es übriges 10% Rabatt auf alle Warehousedeals. Der Rabatt wird erst im letzten Bestellschritt an der Kasse abgezogen. Gerade ein Galaxy Note 10.1 für 410€ geschossen. Weihnachtsgeschenk an mich. 
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Original geschrieben von 7650w
Meine Pakete kamen übrigens auch pünktlich, per Hermes. Um die armen Schweine sollte sich der Bsirske mal besser kümmern. (War kein Sub, sondern ein Hermesfahrer)
Warum? Paketfahrer ist ebenfalls sehr schnell zu erlernen und einfach auszuführen. Das reicht doch, zumindest deiner Argumentation nach, um ein niedriges Gehalt zu rechtfertigen.
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Original geschrieben von autares
Es bleibt aber die Frage, ob und wie lange die Schere auseinandergehen kann, ohne das es zu Problemen bzw. Konflikten kommt. Du nennst das Problem ja selbst beim Namen: da der Wohlstand mehrheitlich beim oberen Bevölkerungsanteil ankommt.
Natürlich, da bin ich völlig bei dir. Die Schere darf nicht weiter auseinandergehen. Nur wie will man das Problem lösen? Höhere Steuern für Gutverdiener, Mindestlohn, etc. wäre mein Vorschlag. Ersteres haben die Grünen und die Linke im Wahlkampf angekündigt und damit nicht gerade Erfolge gesammelt. Mindestlohn scheint gesellschaftlich hingegen gewollt zu sein und wird nun selbst von der CDU durchgesetzt. Wir werden sehen, ob das hilft.
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Hast du gelesen, wie die Definition von Armut im Armutsbericht ist?
"Die Armutsquote berechnet sich anhand des durchschnittlichen Einkommens. Beträgt das Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in deutschen Haushalten, sprechen Fachleute von einer Armutsnähe oder Armutsgefährdung."
Im Klartext: Steigt der Wohlstand der Bevölkerung und damit das Durchschnittseinkommen, nimmt auch die Armutsquote zu, da der Wohlstand mehrheitlich beim oberen Bevölkerungsteil ankommt. Die Zunahme dieser Armut ist also kein Beleg dafür, dass Deutschland dem Ende zugeht (das ist zumindest konjunkturell grade nicht der Fall), sondern dass der Unterschied zwischen hohen und niedrigeren Einkommen größer wird. Das bedeutet aber nicht, dass die niedrigeren Einkommen nun alle in Armut leben.