Beiträge von Jimmythebob

    Stimmt einen Vertrag hast du mit der GEZ nicht, das Rechtsverhältnis wird der Einfachheit halber stattdessen per Gesetz geregelt. Und darin steht, dass Änderungen der Verhältnisse schriftlich mitzuteilen sind. Erst ab dann, bzw. zum Ende des jeweiligen Monats der Mitteilung, entfällt die Beitragspflicht und nicht schon ab "Wegfall" des Haushalts.


    Das kann man mögen oder nicht, aber die eigene Verspätung jetzt der GEZ anzulasten finde ich dann auch etwas daneben.

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    Original geschrieben von Nezhoni
    1. ist schlichtweg falsch. Entsprechende Urteile darfst Du Dir gerne selbst raussuchen.


    Das würde mich jetzt auch mal interessieren. Ein gebrauchtes Gerät soll als "NEU" verkauft werden dürfen und der Käufer muss sich damit zufrieden geben? Über eine Quelle für deine Aussage würde ich mich sehr freuen.

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    Original geschrieben von Printus

    Der 2. Weltkrieg und die paar Tage Flut sind schlechte Beispiele: da kam es nicht zum Erliegen öffentlicher Strukturen. Es gab immer staatliche Strukturen, die für Ordnung gesorgt haben. Du kannst aber in jedem Szenarium, in dem die bürgerliche Ordnung zum Erliegen kommt, davon ausgehen, dass Anarchie eintritt.


    Naja, offiziell gab es vielleicht noch staatliche Strukturen, die Frage ist aber wie Durchsetzungsfähig der Staat tatsächlich war, wenn z.B. alle Gebäude, Infrastrukturen komplett zerstört waren und man eben nicht mal eben so staatliche Hilfe holen konnte. Das nenne ich ein Erliegen der öffentlichen Strukturen. Spätestens aber mit der Kapitulation Deutschland kam es auch offiziell zu einem kompletten Erliegen der Handlungsfähigkeit des dt. Staates, auch innerhalb des Staatsgebietes. Niemand wusste wie es weiterging. Bis die Alliierten wieder für staatliche Ordnung gesorgt haben und ein Polizei-/Versorgungssystem aufgebaut hatten, vergingen ein paar Tage...


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen (und entsprechende Argumente habe ich auch von dir noch nicht gehört), warum ein "Kollaps" des Finanzsystems zu schlimmeren Folgen führen sollte, als die Zerstörung nach dem 2. WK. Im Gegensatz zu damals sind heute sämtliche Strukturen und Infrastrukturen im Kern vorhanden und einsatzbereit. Felder und Fabriken sind nicht zerstört, die Bevölkerung ist nicht dezimiert worden. Kraftwerke und Wasserwerke sind voll funktionsfähig. Und in solche einem Szenario sollen Chaos und Plünderungen herrschen? Niemals, dafür gibt es absolut kein Beispiel in der neueren westlichen Geschichte. Auch in NY oder New Orleans gab es doch kein unkontrollierbares Chaos, ich bitte dich. Das waren im Einzelfall Kriminelle, die die Gunst der Stunde genutzt haben aber doch kein verzweifeltes Durchdrehen der gesamten Bevölkerung aus Angst vor dem Hungertod. Und im Gegensatz zu einem Finanzkollaps gab es in NY und New Orleans Zerstörungen und Tote.


    Es ist viel realistischer, dass im Falle eines Finanzkollaps eine Währungsreform ansteht, die ähnlich wie 1948 innerhalb eines Tages erledigt ist. Man kann davon ausgehen, dass entsprechende Notfallpläne schon längst in den Schubladen liegen. Es wird jedenfalls kein Hunger, kein Chaos und keine Plünderungen geben.

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    Original geschrieben von Printus
    Wenn aber weltweit alles zum Erliegen kommt und in jedem Land flächendeckend keine Wirtschaft mehr stattfindet, bricht Chaos aus. Ratzfatz sind die Supermärkte zu, Wasser- und Stromversorgung außer Betrieb, Plünderer unterwegs.


    Mich würde auch mal interessieren, wie du auf solche apokalyptischen Szenarien kommst. Die deutsche Geschichte hat gezeigt, dass selbst in Zeiten größter Not und dem praktischen Zusammenbruch von staatlichen Strukturen kein Chaos ausbricht, sondern sich die Leute ganz gesittet benehmen. Als Beispiele sei z.B. der 2. Weltkrieg genannt, als selbst bei Hunger und Zerstörung der meisten Städte keine plündernden Horden durch die Dörfer zogen, sondern sich die Leute ganz brav mit ihrer Essensmarke angestellt haben. Selbiges gilt in der Zeit zwischen '45 und '48. Ich sehe keine Anzeichen, dass sich diese Verhaltensweisen erheblich geändert haben sollten. Neustes Beispiel ist die Flut Mitte des Jahres gewesen: Anstatt in Chaos zu versinken, weil ganze Landstriche von der Außenwelt abgeschnitten waren, hat man, anstatt den nächsten Edeka auszuplündern, gemeinsam Sandsäcke gepackt und Abends bei Kerzenschein ein Bier getrunken. :D

    So ist es. Das Risiko des Widerrufs muss ich als Unternehmer eben tragen und entsprechend beim Preis berücksichtigen. Es kann nicht sein, dass dieses Risiko dann der Käufer tragt, indem ihm benutzte Ware zum Neupreis untergejubelt wird. Das ist schlicht unseriös.


    Es steht natürlich jedem Onlinehändler frei, sich der lästigen "Widerrufsmentalität" zu entziehen, indem er einfach ein klassisches Ladengeschäft eröffnet und auf die Einnahmen aus dem Onlinehandel verzichtet. Aber das will dann wohl doch niemand.

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    Original geschrieben von wrywindfall
    Gutachten werden von Psychiatern und nicht von Psychologen erstellt! Psychiater sind Ärzte, Psychologen eben nicht. In forensischen Kliniken haben die Ärzte das letzte Wort bei Berichten! Und wenn es um Straftäter geht, entscheidet immer, immer, immer ein Richter, kein Staatsanwalt, kein Arzt, kein Psychologe. In Gutachten wird mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet. Man kann nie ganz sicher sein, dass etwas oder eben auch nicht passiert. Viele der netten Lynchfraktion hier können ja auch nicht ganz ausschließen, jemals im Leben eine Straftat zu begehen!


    Da magst du Recht haben, das ändert aber nichts daran, dass sich auch Psychiater irren können, bzw. Wahrscheinlichkeiten falsch einschätzen können. Und natürlich entscheidet über einen Straftäter am Ende des Tages (zum Glück) ein Richter, aber dieser orientiert sich ja in 99,9% der Fälle an dem Ergebnis des Gutachtens, weil ihm selber ja die Fachexpertise fehlt. Wenn er die hätte, bräuchte das Gericht ja gar kein Gutachten. ;)


    Was den Rest angeht, stimme ich dir 100%ig zu. :top:

    Dass, was viele leider nicht verstehen, ist, dass hohe Strafen und ewiges Wegsperren der Täter leider überhaupt keine abschreckende Wirkung haben. Das ist nur teuer und zerstört im Endeffekt zwei Leben.


    Erst letztens war wieder im Spiegel ein Artikel über Drogenstraftaten in den USA: Wiederholungstäter bekommen dort drakonische Strafen und werden teilweise selbst für kleine Mengen ohne richterliches Ermessen Jahrzehnte weggesperrt. Trotzdem sind die USA jetzt nicht grade für ihre Drogenfreiheit bekannt...