Beiträge von Jimmythebob

    Welche grüne Themen hat sich die Union denn auf die Agenda geschrieben? Mir fällt da nur die PKW-Maut ein. Atomausstieg ist parteiübergreifender Konsens und die Energiewende verläuft auch eher schleppend und für den Privatmann sehr teuer. :confused:

    Die müssen ja nichtmal unbedingt abwandern, es reicht, wenn bei steigender Wahlbeteiligung einfach keine neuen mehr dazu kommen. So geschehen in Bayern, dort haben die Grünen sogar 20.000 Stimmen mehr als bei der letzten Wahl und trotzdem prozentual verloren.

    Ich sage ja keinesfalls, dass ich die Pläne, die die USA ursprünglich gehabt haben gut seien oder gar 1:1 umgesetzt werden sollten. Ich sage nur, dass die menschenunwürdige Situation der Zivilbevölkerung in Syrien so einschätze, dass es eine gesellschaftliche Pflicht gibt, diese (auch militärisch) zu verbessern. Das magst du (Frank) anders sehen und ich respektiere selbstverständlich deine pazifistische Überzeugung. Vielleicht akzeptierst du dann einfach auch meine Überzeugungen, ohne gleich mit einem (m.E. unberechtigten) Gefühl der moralischen Überlegenheit mich als schizophren zu bezeichnen oder meinen Überzeugungen ohne Eingehen auf Argumente jede Humanität abzusprechen. Ist es etwa humaner, die Syrische Bevölkerung sich selbst zu überlassen?


    Goyale: Das ist ja jetzt mehr oder weniger plumpes Ami-Bashing, was du hier betreibst. Die Amerikaner kann man sich für vieles kritisieren, was das aber mit der leidenden Bevölkerung in Syrien zu tun hat, erschließt sich nicht ganz. Im Übrigen bin ich auch der falsche Ansprechpartner, ich heiße weder alles gut, was die Amerikaner in der Vergangenheit gemacht haben, noch habe ich behauptet, dass deren Pläne in Bezug auf Syrien 1:1 durchgesetzt werden müssen (s.o.).
    Dein ewiges Gerede von "Kriegsverbrechen" wird auch nicht richtiger, wenn du es laufend wiederholst, das Thema ist doch eigentlich seit gefühlt Seite 3 dieses Threads durch.


    Ich weiß auch nicht, warum du die Diskussion auf so eine persönliche Eben ziehst und dich dazu hinreißen lässt, mich als "Kriegstreiber" zu beschimpfen. Wenn du auf diesem Niveau weiterdiskutieren möchtest, dann lass dir folgendes gesagt sein: Wenn alle Verantwortlichen solche Was-geht-mich-das-Leid-anderer-Menschen-an-Einstellung an den Tag legen würden wie du, wäre Deutschland heute sicher keine Demokratie und in Polen und Frankreich würde Deutsch gesprochen. Von anderen Ländern, denen von Dritten geholfen wurde, ganz zu schweigen.

    Assad ist der Oberbefehlshaber und Präsident des Landes und trägt mithin die volle Verantwortung für seine Truppen in Syrien. Außerdem soll eine Militäraktion ja nicht ihn persönlich bestrafen, sondern bestenfalls zukünftige Tötungen von Zivilisten durch das Assad-Militär verhindern.


    Ich wiederhole gerne nochmal, was ich bereits zu Beginn dieser Diskussion gesagt habe: Meiner Überzeugung nach darf die Weltgemeinschaft nicht zusehen, wie eine Bevölkerung vom eigenen Machthaber zu Grunde gerichtet wird. Hier ist militärisches Eingreifen nötig und gerechtfertigt. Pazifistische Grundsatzdiskussionen vom Schreibtisch aus klingen schön, nutzen am Ende des Tages aber nur den Gewaltherrschern, die sich selber leider alles andere als pazifistisch verhalten.


    edit: Soweit ich weiß, ist der Angriff gegen die Bevölkerung noch gegenwärtig, oder habe ich verpasst, dass der Bürgerkrieg beendet ist? Menschen sterben auch massenhaft ohne Giftgas, warum sollte das toleriert werden?


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Humanitär ist an diesen Beweggründen rein gar nichts.


    Erzähl das mal den Familien in Syrien. :rolleyes: Solche Aussagen klingen angesichts der Bilder aus Syrien wie der blanke Hohn.

    Auch die von Assad vergaste Bevölkerung hat ein Recht auf Leben, das die Weltgemeinschaft nicht einfach ignorieren darf. Deshalb halte ich einen Militärschlag für gerechtfertigt und durchaus für humanistisch verantwortbar. Nach deiner Argumentation wäre ja jede Nothilfe und jede Einmischung in einen militärischen Konflikt verboten, da dadurch auch Menschenleben gefährdet sein können. Solch eine starre pazifistische Haltung habe ich nicht und ich finde es etwas anmaßend zu behaupten, dass Leute, die das anders sehen, schizophren seien. :confused:


    Wie bereits dargelegt sehe ich hier keinen Widerspruch und die Geschichte hat gezeigt, dass diese Strategie durchaus seine Berechtigung hat (Jugoslawien, 2. Weltkrieg uvm). Eigentlich haben die militärisch eingreifenden Parteien immer (!) der Zuvilbevölkerung auch humanitäre Hilfe geleistet.