Du meinst, die EU ist auf die Türkei als Pufferzone angewiesen? Interessanter Ansatz.
Beiträge von Jimmythebob
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Wenn man mal vom Einzelschicksal des Gustl Mollath absieht, ist der Fall, wie er in der Reportage dargestellt wurde, in meinen Augen vollkommen unspektakulär ... Tagesgeschäft sozusagen. Ich gehe davon aus, dass "Mollath-Fälle" im Justizgeschäft alltäglich sind.Nur hat Gustl Mollath das unverschämte Glück, namhafte Fürsprecher gefunden zu haben - üblicherweise interessiert sich kein Mensch für solche Fälle.
Mal ganz abgesehen davon, dass die Inhaftierung wahrscheinlich zu Unrecht erfolgte, hat Gustl Mollath das Ausmaß seiner Inhaftierung (7 Jahre) in meinen Augen selbst zu verantworten:
1. Es ist rechtskräftig verkündet, dass Gustl Mollath verrückt und gefährlich ist. Mit Eintritt der Rechtskraft ist er damit verrückt und gefährlich. Sein tatsächlicher Gesundheitszustand ist ab diesem Zeitpunkt vollkommen irrelevant.
2. Gustl Mollath behauptet wider die verkündete und damit einzige Wahrheit, er sei stets vollkommen normal gewesen. Für die am Vollzug Beteiligten steht damit fest, dass Mollath krankheitsuneinsichtig und therapieresistent ist. Eine andere Einschätzung ist de jure vollkommen ausgeschlossen.
3. Angesichts der Leugnung der Wahrheit durch Mollath existiert überhaupt keine Möglichkteit auf eine positive Prognose. Selbst eine vage Prüfung der Möglichkeit, ob Mollath entlassen werden kann, ist damit ausgeschlossen.
4. Hätte sich Gustl Mollath trotz fehlender Erkrankung zur Wahrheit bekannt und sich einsichtig gezeigt, wäre er in meinen Augen längst mit positiver Prognose entlassen worden. Diesen positiven Eindruck hätte man angesichts einer Prüfung über die Notwendigkeit einer Haftfortdauer wohl gewinnen müssen. Den Eindruck, psychisch schwer erkrankt zu sein, erweckt er jedenfalls nicht (mehr). Als vage Prognose neige ich zu der Einschätzung, dass er günstigstenfalls schon seit gut drei Jahren in Freiheit hätte sein können - wenn die zugrundeliegende Entscheidung das nicht kategorisch ausschließt, wovon ich aber nicht ausgehe.
Fazit:
Wenn sich ein rechtskräftig Verurteilter der verkündeten (und damit einzigen) Wahrheit nicht stellt, ist er verdammt schlecht beraten.
Ganz so zynisch und menschenverachtend ist unser Rechtssystem wohl doch nicht. Sonst gebe es nämlich gar keine Wiederaufnahmeverfahren. Im Übrigen machen es sich die am Vollzug beteiligten Menschen wahrlich zu einfach, wenn sie stupide davon ausgehen, das Ergebnis eines Richterspruchs sei die Wahrheit und gegenteilige Ausführungen des Betroffenen daher per se eine Lüge. Jemand, der so denkt, gehört meiner Meinung nach aus der Arbeit mit Menschen entfernt. Die Aufgabe der am Vollzug Beteiligten ist es, das Urteil zu vollstrecken, nicht mehr und nicht weniger. Ihren gesunden Menschenverstand und die Fähigkeit Dinge zu hinterfragen, dürfen sie behalten, auch de jure. -
Gibt es zwischen Nokia und MS eigentlich irgendeine Vereinbarung, dass Nokias Smartphones allesamt mit WP laufen müssen? Oder könnte Nokia z.B. als letzten Akt der Verzweiflung noch versuchen, ein Gerät mit Android herauszubringen?
Ich finde die Zahlen wirklich traurig. Ich bin seit 13 Jahren Nokia-User und auch mit WP sehr zufrieden, aber wenn man sich die Zahlen anschaut gehöre ich wohl zu einer erschreckenden Minderheit. Man muss schon ein fast pathologischer Optimist sein, wenn man annimmt, dass WP noch auf einen nennenswerten Marktanteil (>25%) kommen wird. Auch die Zuwächse um 3 Prozentpunkte in Deutschland sind wohl eher damit zu erklären, dass bisherige Nokia-, also Symbiannutzer, wieder ein Nokia, also WP gekauft haben.
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Ja, das stimmt. Und wir können uns gerne duzen.

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Seit wann sagt überhaupt die Anzahl an Spielen etwas über dir Qualität eines OS aus? Was für ein Quatsch. Zudem dürfte es unstreitig sein, dass die Quantität an Apps bei Android und Apple größer ist.
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Schau dir den Marktanteil an und urteile selber.
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Er soll den Stromanbieter fragen, ob seine Kündigung wirksam ist? Das ist wohl eher eine Frage für jemand unabhängigen.
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Nö, du kannst ja z.B. einstellen, dass die Kontakte mit Microsoft synchronisiert werden, der Kalender mit Google und deine Emailkorrespondenz läuft über GMX. Das sagst du dem jeweiligen Gerät einmal und fertig. Dann läuft alles problemlos im Hintergrund und dein Puzzle ist ausreichend verteilt.

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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Allerdings wäre die Cloud ein Platz im Internet, wo alle Fäden eines Nutzers (auch wenn er möglicherweise verschiedene Identitäten nutzt) unweigerlich zusammenlaufen. Schlimmer noch: auch viele Daten von Personen, zu denen der Cloud-Nutzer Kontakt hat.Erst dieses Zusammenlaufen verschiedenster Informations-Bereiche in einer gemeinsamen Cloud lässt m.E. die Erstellung nahezu lückenloser persönlicher Nutzerprofile zu - und das bei Mobilfunknutzern oft noch in Verbindung mit ihrem Klarnamen.
Genau das passiert doch aber z.B. auch mit meinen Mobilfunkdaten beim Provider. Er weiss theoretisch auch, wo ich mich wann wie lange aufhalte, mit welchen Personen ich wann wie oft und wie lange in Kontakt bin. Fall diese Person beim gleichen Provider ist, kennt er sogar die Klarnamen. Gleiches Spiel mit deinem Emailanbieter, etc.
Eine Gewisse Vorsicht, mag ja berechtigt sein, aber es ist doch mitnichten so, als ob eine Cloud eine plötzlich neue Qualität an Datensammlung wäre. Anbetracht der beschriebenen Vorteile einer völlig im Hintergrund laufenden Synchronisierung mit mehreren Geräten verstehe ich daher nicht, warum man ausgerechnet da den Strich zieht.
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Eine "direkte", sprich weitestgehend unmittelbare Anbindung (z.B. automatische Lesezeichen-Synchronisation, Synchronisation von Ordern und darin enthaltenen Dateien/Dokumente, Email- und Musik Synchronisation) an Windows kann kann ja nur bedeuten, dass das über die Cloud passiert. Manuelle Synchro per Kabel ist umständlich, unpraktisch, unzuverlässig ("ooops, genau das habe ich noch nicht synchonisiert") und daher insgesamt eine aussterbende Technik.
Und wie Merlin schon sagte, wer ohnehin Freemail- Emails benutzt, am elektronischen Geschäftsleben teilnimmt und im Internet aktiv ist, der ist ohnehin so wenig anonym, dass die beharrliche Weigerung eine pöhse Cloud zu benutzen, ein wenig seltsam anmutet.
Einmal eingerichtet ist die automatische Synchronisierung von Kalender, Kontakten und Emails mit WP8, stationärem Outlook und z.B. einem Tablet eine große Erleichterung und genau die Anbindung an Windows, die ich keinesfalls missen möchte.