Beiträge von Jimmythebob

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    Original geschrieben von bernbayer
    Meinst Du wohl im Ernst daß jemand bereit ist mehr Krankenkassenbeiträge zu zahlen weil dann ein anderer vieleicht etwas weniger zahlen muß? Das wegen der Gerechtigkeit alle Einkommensarten für die Berechnung herangezogen werden sollen halte ich für sehr fadenscheinig wenn es anderseits eine Beitragsbemessungsgrenze gibt. Warum soll dann jemand mit 15000 Euro Monatseinkommen auch nicht mehr Krankenkassenbeiträge zahlen als derjenige mit 5500 Monatseinkommen? Das Gerechtigkeitsargument zieht da nicht. Bei der Grundsteuer handelt es sich eh schon genauso wie bei der Erbschaftssteuer um eine Substanzsteuer, die meiner Meinung nach sowieso ganz abgeschafft gehören.


    Ob jemand bereit dazu ist oder nicht, spielt zum Glück keine Rolle. Reich sein und höhere Steuern zahlen sollen immer die anderen, das liegt in der Natur des Menschen. Das ändert aber nichts daran, dass eine solche Reform objektiv sinnvoll wäre. Über die BBM kann man gerne reden, jemand mit 15k € Einkommen sollte mehr ins Krankensystem einzahlen, als jemand mit 5k, da bin ich bei dir.
    Gibt es eigentlich irgendeine Steuer, die du für sinnvoll erachtest? Oder ist das im Grund alle ungerecht?

    Jetzt kommen wieder die Spezialfälle...
    Ja, Bernbayer, dieser arme Mensch muss wohl mehr zahlen. Dafür werden aber viele andere eben entlastet.
    Beantwortest du noch die Frage zur Grundsteuer und Krankenversicherungsbeiträgen? Das interessiert mich wirklich.


    7650w: Was stimmt denn nicht und was siehst du anders?

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    Original geschrieben von 7650w
    Ach ja?
    Was zahlt denn Arbeitgeber und Arbeitnehmer an Höchstbeitrag zusammen?


    Jeweils 322€ im Monat. Und zwar egal, ob man knapp 50.000 p.a. verdient oder 5 Millionen. Gerecht ist irgendwie anders.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ich weiche den Fragen nicht aus. Ich halte es für falsch Krankenkassenbeiträge auf alle Einkommensarten zu erheben, genauso wie die Erhöhungen bei der Grundsteuer, bei Kapitalerträgen und bei der Einkommensteuer ab ca. 60000 Euro zu versteuernden Einkommen. Dies habe ich doch ziemlich klar zum Ausdruck gebracht. I


    Ja, das hältst du für falsch. Weil deine Bekannten (Rentner mit Mieteinnamen, Bauer mit Solardach) dann mehr zahlen? Sag doch mal konkret, warum die Grundsteuer sich nicht am tatsächlichen Wert orientieren darf und warum bestimmte Einkommensarten für die Krankenversicherung außer Acht bleiben sollen? Diese Frage hast du bisher noch nicht beantworten können.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Wir kommen da nicht auf einen Nenner, ich sehe das völlig anders.


    Dann erklär doch mal, warum du das so siehst. Warum sollen bestimmte Einkommensarten für die Beiträge zur Krankenversicherung unberücksichtigt bleiben? Warum soll sich die Berechnung der Grundsteuer nicht nach dem tatsächlichen Wert des Grundstücks richten?

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    Original geschrieben von bernbayer
    Selbstverständlich haben die eine Bürgerversicherung unter Heranziehen aller Einkommensarten für die Beitragsbemessung geplant. .


    Und du gehst davon aus, dass dies zu höheren Krankenkassenbeiträgen führen wird, weil...?


    Ich sehe darin erstmal einen Weg hin zu mehr Gerechtigkeit bei der Beitragszahlung. Warum sollen bestimmte Einkommensarten privilegiert sein? Leuchtet mir nicht ein.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Dein Beispiel ist halt nur zufällig gegriffen.


    Genauso wie deine Mutmaßungen. Bisher ist eben noch nichts konkretes angekündigt worden, bis auf die Änderungen der Einkommensteuer, und hier sprechen eben alle seriöse Quellen von einer großflächigen Entlastung (s. Zeit.de). Und gegen eine Reform der Grundsteuer kann man in Anbetracht der antiquirten und vermutlich verfassungswidrigen Berechnung doch nicht ernsthaft sein, oder? Bist du eigentlich auch dafür, die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen, welche in D besonders hoch ist? Wenn ja, welche Vorschläge dafür findest du denn gut?

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    Original geschrieben von bernbayer
    So leben im Westen Deutschlands ca. 52 Prozent in den eigenen vier Wänden, (im Osten ca. 38 Prozent). Die sind schon mal von einer höheren Grundsteuer wie sie die Grünen planen alle betroffen. Wer Mieter ist wird auch indirekt betroffen sein, denn die höhere Grundsteuer wird sicher auf den Mietpreis durchschlagen.


    Es geht doch überhaupt nicht darum, wer von den Plänen "betroffen" ist, sondern wer unter'm Strich belastet ist. Was interessiert mich eine Höhere Grundsteuer von meinetwegen 150€ p.a., wenn ich im gleichen Atemzuge 200€ Einkommenssteuer einspare? Dann bin ich zwar auch von den Steuerplänen betroffen, aber eben positiv.


    Da gerade das Thema Grundsteuer eines deiner Lieblingsargumente zu sein scheint: Bisher sind doch noch gar keine Zahlen bekannt! Die Grünen haben nur angedeutet, die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer zu ändern. Diese stammt nämlich noch aus den 60er Jahren und ist daher völlig veraltet. Das führt dazu, dass für die Bewertung eines Grundstückes Fantasiekriterien anno 1965 zu Grunde gelegt werden. Der tatsächliche Wert ist mittlerweile völlig anders! Selbst der Bundesfinanzhof hat Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit dieser Werte geäußert, das Bundesverfassungsgericht regt ebenfalls eine verfassungsrechtliche Prüfung an (http://de.wikipedia.org/wiki/G…Deutschland%29#cite_ref-5 (Fn.5-7)).


    Selbst wenn man die Bemessungsgrundlage so ändert, dass der tatsächliche Wert eines Grundstückes herangezogen wird (was eigentlich selbstverständlich sein sollte) führt dies ja nicht automatisch zu höheren Steuern. Vielleicht würde dein Solar-Bauer Onkel sogar Steuern sparen, weil Ackerland weniger Wert ist als in den 60ern.


    Meiner Meinung nach würde eine Erhöhung der Grundsteuer jedoch erheblich zur Steuergerechtigkeit beitragen.