Beiträge von scharl

    Lediglich der Großraum München hat etwas E-Plus-UMTS behalten dürfen, dass in den vergangenen zwei Jahren Sender für Sender weniger wurde. Die letzten Reste davon sind nun tatsächlich im Dezember 2018 "abgeräumt" worden, oft aber mit adäquatem Ersatz am selben Standort oder aus direkter Nähe.

    Die folgenden E-Plus-UMTS-Sender in München sind immer noch in Betrieb:
    80335 Bahnhofplatz 2, Mikrozelle bei der Abfahrtstafel im Hauptbahnhof
    80335 Bahnhofplatz 2, Mikrozelle unter der Uhr in der Empfangshalle und im Zwischengeschoss zum Untergeschoss
    80807 Domagkstr. 26
    80997 Krauss-Maffei-Str. 2
    80999 Eversbuschstr. 29
    81829 Willy-Brandt-Allee 1
    81925 Cosimastr. 217


    Zitat

    Darüberhinaus waren im Dezember kleinere LAC/TAC-Veränderungen (Verschiebungen in zwischen konsolidierten LACs/TACs) bei GSM/LTE-Sendern zu beobachten. Die meisten O2-UMTS-Sender mit alten LACs (5150x) sind in den vergangenen zwei Jahren auf die konsolidierten LACs (5503x) umgestellt worden. Eine Hand voll habe da aber den Jahreswechsel überlebt. Ich bin gespannt, ob diese irgendwann umgestellt werden oder außer Betrieb gehen sollen.

    Bei UMTS sind mir noch die folgenden Sender in alten LACs/RNCs bekannt:


    LAC 51501, RNC 515
    80333 Weinstr. 12, Mikrozelle auf Höhe vom 2. Stock
    Außerdem noch drei weitere Mikrozellen in der Innenstadt, die schon seit ca. einem Jahr nicht mehr in Betrieb waren und vermutlich nicht mehr wiederkommen.


    51501, 501:
    80807 Domagkstr. 26
    80809 Dostlerstr. 6


    51509, 509:
    81671 Grafinger Str. 6 (auch bekannt als Püreelinie)
    81735 Karl-Marx-Ring 27 (sechs Sektoren)
    81829 Willy-Brandt-Platz 5
    85774 Unterföhring, Münchner Str. 14


    Bei GSM gibt es noch drei Standorte in der alten LAC 51038:
    80337 Thalkirchner Str. 9
    80469 Corneliusstr. 6
    81667 Orleansplatz 3


    Die LTE-Sender in München sind dagegen alle schon seit Monaten nur noch in den neuen 5105x und 5115x TACs.


    Mir ist über die letzten Monaten auch immer häufiger aufgefallen, dass der 3. (10738) und der 4. (10714) Träger an manchen Standorten abgeschaltet wird. Das betrifft auch Standorte im Zentrum. Der Sender an der Theatinerstraße 11 bekam nach dem Umbau auch nur noch 2 Träger UMTS


    Das begann bereits im Frühjahr 2018, aber mir ist nicht klar, warum man an einzelnen Standorten die 3. und 4. UMTS-Frequenz abschaltet und an anderen wieder nicht. Für LTE2100 sind die Frequenzen ja dann auch nicht frei.
    Interessanterweise sind von den Abschaltungen bisher nur Standorte betroffen, die fertig konsolidiert waren, also UMTS auf vier Frequenzen und mindesten ein LTE-Band haben. Dagegen wurde bei Sendern, die in den letzten drei Jahren nicht umgebaut worden sind, die 3. Frequenz bisher noch nicht abgeschaltet.

    Welche Bandbreiten in welchem LTE-Band erlaubt sind, ist in 3GPP TS 36.101, Tabelle 5.6.1-1 festgelegt. Recht gut dargestellt ist das z. B. unter http://niviuk.free.fr/lte_bandwidth.php.
    Grundsätzlich muss jedes Endgerät pro unterstützen LTE-Band alle Bandbreiten aus der Tabelle können. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass die Tabelle nicht nachträglich geändert werden kann, um weitere Bandbreiten, die ursprünglich nicht enthalten waren, noch aufzunehmen.
    Das führt dann auch zu etwas merkwürdigen Situationen, dass z. B. in Band 8 maximal 10 MHz Bandbreite erlaubt sind, aber später Contiguous Carrier Aggregation in diesem Band mit 5+10 und 10+10 MHz spezifziert wurde.

    Hier werden zwei unterschiedliche Sachen gerade vermischt.


    Zum einen gibt es Standorte, bei denen auf Frequenzen mit 10 MHz oder niedriger gesendet wird. Diese gibt es schon länger in der EMF-Datenbank und werden in der Karte auch durch ein anderes Symbol (schwarzes statt weißes i im Dreieck) angezeigt.


    Neu ist dagegen, dass bei einigen Standorten, die nur Frequenzen oberhalb von 10 MHz nutzen, nicht die normalen Informationen zu den Sendeantennen kommen, sondern nur der Verweis, dass die Standortbescheinigung messtechnisch nach § 5 der BEMFV (http://www.gesetze-im-internet.de/bemfv/) erteilt wurde. Wie FTTH schon erwähnt hat, scheint das der Fall zu sein, wenn die berechneten Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können und dann gemessen wird, ob es nicht doch reicht.
    Da hiervon auch ältere Standortbescheinigungen betroffen sind, scheint dieses Vorgehen schon länger angewendet zu werden, nur hat man wohl erst kürzlich auch die EMF-Datenbank angepasst, dass das entsprechend aufgeführt wird. Ein eigenes Symbol in der Karte gibt es dafür (bisher) aber nicht.
    Ich würde davon ausgehen, dass es eine normale Standortbescheinigung an diesen Standorten erst wieder geben kann, wenn Sender abgebaut oder die Antennen höher gesetzt werden, so dass die dann neu berechneten Sicherheitsabstände wieder eingehalten werden können.

    Sehr erfreuliches Erlebnis gestern im Sudelfeld bei Bayrischzell (Bayern): Im Winter noch vom einzigen Sender nur Edge, jetzt im Sommer endlich LTE 800. Immerhin auch ein ziemlich wichtiges Skigebiet aus Münchner Sicht, im Winter immer gut voll am Wochenende.

    Die eNodeB 129275 ist doch schon länger in Betrieb (laut MLS seit mindestens März 2016).