Beiträge von scharl


    Mir ist über die letzten Monaten auch immer häufiger aufgefallen, dass der 3. (10738) und der 4. (10714) Träger an manchen Standorten abgeschaltet wird. Das betrifft auch Standorte im Zentrum. Der Sender an der Theatinerstraße 11 bekam nach dem Umbau auch nur noch 2 Träger UMTS


    Das begann bereits im Frühjahr 2018, aber mir ist nicht klar, warum man an einzelnen Standorten die 3. und 4. UMTS-Frequenz abschaltet und an anderen wieder nicht. Für LTE2100 sind die Frequenzen ja dann auch nicht frei.
    Interessanterweise sind von den Abschaltungen bisher nur Standorte betroffen, die fertig konsolidiert waren, also UMTS auf vier Frequenzen und mindesten ein LTE-Band haben. Dagegen wurde bei Sendern, die in den letzten drei Jahren nicht umgebaut worden sind, die 3. Frequenz bisher noch nicht abgeschaltet.

    Welche Bandbreiten in welchem LTE-Band erlaubt sind, ist in 3GPP TS 36.101, Tabelle 5.6.1-1 festgelegt. Recht gut dargestellt ist das z. B. unter http://niviuk.free.fr/lte_bandwidth.php.
    Grundsätzlich muss jedes Endgerät pro unterstützen LTE-Band alle Bandbreiten aus der Tabelle können. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass die Tabelle nicht nachträglich geändert werden kann, um weitere Bandbreiten, die ursprünglich nicht enthalten waren, noch aufzunehmen.
    Das führt dann auch zu etwas merkwürdigen Situationen, dass z. B. in Band 8 maximal 10 MHz Bandbreite erlaubt sind, aber später Contiguous Carrier Aggregation in diesem Band mit 5+10 und 10+10 MHz spezifziert wurde.

    Hier werden zwei unterschiedliche Sachen gerade vermischt.


    Zum einen gibt es Standorte, bei denen auf Frequenzen mit 10 MHz oder niedriger gesendet wird. Diese gibt es schon länger in der EMF-Datenbank und werden in der Karte auch durch ein anderes Symbol (schwarzes statt weißes i im Dreieck) angezeigt.


    Neu ist dagegen, dass bei einigen Standorten, die nur Frequenzen oberhalb von 10 MHz nutzen, nicht die normalen Informationen zu den Sendeantennen kommen, sondern nur der Verweis, dass die Standortbescheinigung messtechnisch nach § 5 der BEMFV (http://www.gesetze-im-internet.de/bemfv/) erteilt wurde. Wie FTTH schon erwähnt hat, scheint das der Fall zu sein, wenn die berechneten Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können und dann gemessen wird, ob es nicht doch reicht.
    Da hiervon auch ältere Standortbescheinigungen betroffen sind, scheint dieses Vorgehen schon länger angewendet zu werden, nur hat man wohl erst kürzlich auch die EMF-Datenbank angepasst, dass das entsprechend aufgeführt wird. Ein eigenes Symbol in der Karte gibt es dafür (bisher) aber nicht.
    Ich würde davon ausgehen, dass es eine normale Standortbescheinigung an diesen Standorten erst wieder geben kann, wenn Sender abgebaut oder die Antennen höher gesetzt werden, so dass die dann neu berechneten Sicherheitsabstände wieder eingehalten werden können.

    Sehr erfreuliches Erlebnis gestern im Sudelfeld bei Bayrischzell (Bayern): Im Winter noch vom einzigen Sender nur Edge, jetzt im Sommer endlich LTE 800. Immerhin auch ein ziemlich wichtiges Skigebiet aus Münchner Sicht, im Winter immer gut voll am Wochenende.

    Die eNodeB 129275 ist doch schon länger in Betrieb (laut MLS seit mindestens März 2016).

    Scheint als baut Vodafone weiter aus:
    Heute zum ersten Mal zufällig das 4G Zeichen in der Münchner S-Bahn auf der Stammstrecke zwischen Isartor und Rosenheimerplatz gesehen!

    Ich habe mir den Stammstrecken-Tunnel heute mal angeschaut. Bisher sind von Vodafone nur zwei LTE-Zellen in Betrieb:
    201719-19 Isartor
    200501-19 Marienplatz
    Genutzt wird EARFCN 125 (LTE Band 1) mit 5 MHz Bandbreite.