Jetzt sind auch die ersten beiden E-GSM-Basisstationen in München in Betrieb genommen worden.
Die eine ist auf einem Haus in der Innenstadt (Corneliusstr. 6), auf dem es vorher einen UMTS-Sender gab, der ursprünglich von Mobilcom aufgebaut worden war. Die andere ist ein Sendemast in Perlach (Heinrich-Lübke-Str. 27), auf dem bereits alle anderen Netzbetreiber zu finden waren.
Beide Standorte senden auf 900 und 1800 MHz. Sehr ungewöhnlich ist, daß Antennen mit eingebautem Combiner verwendet werden, so daß für 900 und 1800 MHz dieselben Kabel genutzt werden. So etwas sieht man bei T-Mobile und Vodafone eher selten.
Die Numerierung ist mal wieder typisches E-Plus-Durcheinander:
Die CIs sind 58699, 63089, 63099 (1800 MHz) bzw. 58679, 58689, 63079 (E-GSM) und am 2. Standort 58589, 62349, 62359 und 58569, 58679, 62339.
Verwendet werden die Kanäle 988, 991, 994 am 1. und 979, 982, 985 am 2. Standort.
Auf 900 und 1800 MHz ist der minimale Einbuchpegel -105 dBm. Außerdem gilt C2=C1.
Die maximal erlaubte Sendeleistung des Mobiltelefons ist bei E-GSM laut Siemens-Netzmonitor +39 dBm (8 Watt). Im Trium-Netzmonitor wird sogar +43 dBm (20 Watt) angezeigt. Ich vermutete, daß die Basisstation den Power Level 0 sendet. Ursprünglich hieß das im GSM-Standard +43 dBm. Später wurde aber festgelegt, daß die Power Level 0, 1 und 2 alle als +39 dBm interpretiert werden sollen.
Die maximal erlaubte Sendeleistung hat auch Einfluß auf die Berechnung des C1-Wertes, so daß bei einem Handy,was maximal 2 Watt kann, die E-GSM-Kanäle einen etwas niedrigen C1-Wert als die 1800-MHz-Kanäle haben, wenn der empfangene Pegel auf beiden Frequenzen gleich ist.