Irgendwie kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass Du mich nicht verstehen möchtest.
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Original geschrieben von Jochen
Ich habe kein Problem damit, wenn Du "gläubiger Katholik sein" anders definierst und auslegst, als ich.
Was ich dazu geschrieben habe, ist nicht meine Meinung, sondern die der Kirche (welche ich nicht teile). Natürlich darfst Du anderer Meinung sein als die Kirche, wenn Du aber darum bittest Gläubige nicht vor den Kopf zu stoßen und es selbst ein Posting weiter tust - eben wegen dieser Definition der Unfehlbarkeit durch die Kirche - dann halte ich dies für widersprüchlich.
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Auch da habe ich kein Problem damit, wenn Du anderer Meinung bist als ich.
s.o.
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Der Ton macht überall die Musik und so ist es ein ganz gewaltiger Unterschied, welchen man anschlägt und wie man sich artikuliert.
Die Rhetorik spielt eine ganz große Rolle dabei. Gerade, wenn es um "Pietät" geht.
Da gebe ich Dir Recht. Allerdings sind Maßstäbe immer subjektiv. Nur weil z.B. Du etwas als pietätlos erachtest, heisst das noch lange nicht, dass alle so denken. Oben fiel irgendwo das Wort "rammeln". Einige mögen dies unagebracht finden, andere denken vielleicht man könnte es nicht besser ausdrücken. Die Wortwahl ändert aber nichts am Inhalt der Kritik.
Ich halte ein Diskussionsverständnis für sehr fragwürdig, wenn von zwei inhaltlich gleichen Meinungen eine abgetan wird - weil unschön, unpassend... formuliert, während eine zweite sauber formulierte Meinung Beachtung findet. Nur weil jemand etwas derber, ungehobelter oder ungebildet formuliert, ist es noch längst nicht weniger richtig oder falssch. Anders verhält es sich natürlich, wenn Äußerungen gezielt destruktiver Provokation oder der Beleidigung dienen sollen.
Meine Meinung ist, dass gerader bei einem solch heiklen Thema wie Religion es nicht möglich ist eine Grenze zwischen angebrachter, pietätvoller und unangemessener Kritik zu ziehen, da diese Grenze niemals eine einheitliche ist.
Daher halte ich es für nicht durchsetzbar nur "korrekte" Kritik zu üben.
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Im übrigen finde ich nicht, daß Kritik in diesem Thread nicht angebracht ist.
Warum sollte das so sein?
Habe ich ja nie behauptet, ich habe lediglich gesagt: entweder oder.
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Weil man damit Menschen vor den Kopf stößt?
Genau das ist der springende Punkt. Du selbst forderst, man solle Menschen nicht vor den Kopf stoßen und schaffst eine Trennung zwischen Kritik, die nicht vor den Kopf stößt und solcher, die eben dies tut. Nur leider ist deine Trennlinie für andere nicht unbedingt nachvollziehbar, da diese anders denken. Jede Art von Kritik - gerade bei Religionsfragen - wird einige Menschen vor den Kopf stoßen, egal wie höflich formuliert. Daher folgt aus Deiner Forderung dies nicht zu tun automatisch ein Verzicht auf jegliche Kritik.
Also enthält man sich entweder jeglicher Kritik aus Rücksicht auf die Trauernden, oder man lässt sie zu, dann aber vollständig.
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Entschuldige, aber dann brauchen wir hier kein Diskussionsforum zu betreiben, sondern machen lieber eine Kondolenzliste auf.
Danke, genau das sind die zwei Möglichkeiten von denen ich sprach. Ein Zwischending, wie von Dir gefordert, ist kaum möglich.