Beiträge von Xian

    Geraden verfolge ich die Flutkatastrophen im MDR. Im Lauftext am unteren Bildschirmrand wird aufgerufen, dass keine Handys in den betroffenen Gebieten genutzt werden sollen, damit die Leitungen für die Hilfskräfte frei bleiben.


    Gruß,


    Xian

    Zitat

    Original geschrieben von Dent-Man

    Ich ziehe jedenfals vor jedem promovierten nicht Mediziner den Hut.


    @ Dent-Man
    Alle Menschen sind gleich! Man muss natürlich die Leistungen der Mitmenschen respektieren. Ein oder mehrere akademische Leistungen ändern jedoch nicht den Menschen. Am liebsten wäre mir, wenn man diese ganzen Unterscheidungen weg lassen würde. Natürlich soll die Promotion als weitere Qualifikation bestehen bleiben, nicht dass das jemand falsch versteht, aber im Namen haben akademische Grade meiner Meinung nach nichts zu suchen.


    Gruß,
    Xian

    Zitat

    Original geschrieben von Dent-Man

    Xian
    Und wer ließt eine Dissertation, wenn nicht explizit danach gesucht wird?
    Die Veröffentlichung erfolgt ja nur mittels gedruckter Exemplare ( bei mir ca. 15 St.)


    Bei Dental- und Humanmediziner ist das wohl etwas anderes. Nicht böse gemeint, aber da frage ich mich in der Tat auch, wer zum 100'ten Mal die Kariesentwicklung in einer Großstand lesen will ;). Aber in den Naturwissenschaften wird doch mehr von den Veröffentlichungen gelesen. Meistens kommen dazu ja noch Konferenzen und Aufsätze in Fachzeitschriften. Also, da geht nicht soviel verloren (hoffe ich).


    Gute Nacht,
    Xian

    Zitat

    Original geschrieben von ashd
    @ Xian:


    Der "Prof." ist meines Wissens (welches sich auf einen Aufsatz von Prof. Nagelmann aus Karlsruhe stützt) kein
    akademischer Grad. Zitat:


    Die Bezeichnung "Professor" ist noch nicht einmal ein akademischer Grad, sondern eine bloße Funktions- oder Stellenbezeichnung, ebenso wie "Student", Assistentin", "Raumreiniger" oder "Bankdirektorin".


    Ups, da hast Du auch Recht! War mir irgendwie ganz entfallen. Um sicher zu gehen habe gerade noch einmal Chefe gefragt. Professor ist tatsächlich eine Funktionsbezeichnung, denn man wird dazu berufen.


    Xian

    Zitat

    Original geschrieben von Dent-Man


    Soweit richtig, aber genau auf diesen Stellen wird die wissenschaftliche Arbeit geleistet, die für den Fortschritt zwingend notwendig ist. Daher unterstehen die Universitäten (das sind die mit den promovierenden Angestellten ;) ) dem Bildungsministerium.
    Ohne solche Stellen würde die Forschung in Deutschland komplett am Boden liegen. (zumindest in meinem
    Bereich). Die Privatwirtschaft hat letztlich aus Konkurenzgründen kein Geld, und übernimmt so die Informationen die die Promotionsarbeiten liefern.


    Da gebe ich Dir komplett recht, aber es ging ja ursprünglich darum, ob man den Doktorgrad als Namenszusatz tragen soll.


    In der Schubdlade der Privatwirtschaft verschwinden die Ergebnisse aus Drittmittelprojekten mit Dissertation ja nicht, weil die Schrift ja veröffentlicht werden muss, ob es andere interessiert oder nicht.


    Gruß,
    Xian

    Zitat

    Original geschrieben von Barrie


    Äh, wie bitte?!


    Barrie :confused:


    Ja, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Institut einer staatlichen Uni steht man im Angestelltenverhältnis beim jeweiligen Bundesland (meisten nach BAT IIa). Deswegen wird man sozusagen für die Promotion bezahlt. Wie das jetzt bei freien Universitäten wie z.B. der FU Berlin oder ähnlichen ist, kann ich nicht sagen. Die Drittmittel- oder auch Haushaltsprojekte haben als Thema immer mit der Promotion zu tun.
    Das soll jetzt nicht generell heißen, dass alle während ihrer Promotion Angestellte der Uni sind, sondern ich habe auch nur gesagt, dass in unserem Bereich es so ist und zwar zu 100%.


    Gruß,
    Xian

    Re: Re: Re: Re: @beugelbuggy


    Zitat

    Original geschrieben von Nebelfelsen

    Andererseits ist die Promotion ja auch keine Verpflichtung im Studium sondern freiwillig und die Früchte seiner Arbeit sollte man schon in Form eines Titels tragen dürfen.


    Keine verpflichtet Dich zu studieren. Was heißt "die Früchte seiner Arbeit", Studium ist auch nichts anderes als nur eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung, wobei man in einigen Studiengängen durchaus das Wissenschaftliche anzweifeln kann.


    Nocheinmal, ein akademischer Grad ist kein Titel (auch wenn es alle Welt meistens falsch macht)!
    Als Beispiel will ich mal wieder die Mediziner aufgreifen. Gerade in diesem Studienfächern muss ich auch sagen, dass man dort die Promotion nicht überbewerten sollte. Ok, man hat vielleicht 3 Monate länger durchgehalten als andere Kommilitonen. Teilweise werden dort doch Arbeiten abgeliefert, für die es anderswo nicht einmal einen Schein geben würde. Ist jetzt ein bißchen zu krass gesagt, aber die Tendenz stimmt schon. Übrigends ist es in meinem Bereich eigentlich üblich, dass man als Angestellter promoviert und somit dafür auch noch von der Allgemeinheit bezahlt wird, und dann anschließend von der Allgemeinheit zu verlangen, dass die einen mit Doktor anreden?!


    Ich gebe Dir allerdings auch Recht, wenn Du forderst, dass man Adelstitel (das sind übrigends richtige Titel) nicht mehr zum Namen dazugehörig ansehen sollte. Aber was ist schon gerecht?
    Allerdings hast Du keinen wirklichen Grund gebracht, warum man den Doktorgrad als Namensbestandteil ansehen sollte. Jeder macht seine Arbeit bzw. Ausbildung, wenn man das so wie Du sehen würde, dann wären wir ja bei Herr Abiturient, oder Herr Diplom Geograph oder noch schlimmer Herr Professor Dr. rer. nat. Bioinformatiker Hans-Joachim Mustermann-Wiggel! :confused:


    Es gibt übrigends einen guten Grund, warum Politiker oftmals nicht ihren Doktorgrad zur Schau stellen. Denn die treten für Demokratie und Gleichheit der Menschen ein und da passt soetwas überhaupt nicht hin.


    In diesem Sinne, einfach nur
    Xian

    Re: Re: @beugelbuggy


    Zitat

    Original geschrieben von Nebelfelsen

    ... Aber in der Tat ist es ungerecht, dass akademische Titel nicht genannt werden müssen.


    Was ist daran ungerecht? Also, meiner Meinung nach sollte man akademische Grade (Doktor, Professor etc.) komplett als Namenszusatz streichen, denn sagt mir doch mal einen winzigen guten Grund warum man durch einen akademischen Abschluss auf einmal einen Namenszusatz tragen darf? Mensch ist Mensch, egal ob studiert oder ausgebildet! Respekt sollte man vor jedem Menschen haben!



    Xian

    Dann will ich auch mal meinen Senf dazutun.
    Es wird hier immer wieder von Titeln in Zusammenhang mit akademischen Graden geredet.


    Dazu folgendes:
    Ein Akademischer Grad, also Diplom, Promotion (Doktorgrad), Berufung zum Professor etc. sind keine Titel, sondern akademische Grade. Sie gehören auch nicht zum bürgerlichen Namen und müssen somit auch nicht bei der Anrede verwendet werden (auch wenn viele das noch glauben).


    Titel dagegen sind z.B. Graf, Freiherr, Baron etc. und gehören zum bürgerlichen Namen. Somit spricht man einen Baron XYZ auch mit Baron XYZ an. In Gegensatz dazu reicht es völlig aus einen Menschen mit Professor- oder Doktorgrad als Herr XYZ anzureden.


    Eine noch aus der "Urzeit" stammende Ausnahme gibt es beim Doktorgrad, der kann nämlich auf Wunsch bislang noch mit in den Personalausweis aufgenommen werden (habe gehört, dass es Vorschläge gibt dieses zu ändern). Damit ist der Doktorgrad zwar "anredefähig", der Promovierte hat aber keinen Anspruch auf Anrede mit dem Doktorgrad.


    Gruß,
    Xian