Beiträge von schmidt3

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    Original geschrieben von Nokiahandyfan
    Mit dieser Behauptung würde ich wegen befüwortenden Abstimmungen der SPD zum ESF, ESM, Auslandseinsätzen, Vorratsdatenspeicherung, etc. sehr vorsichtig sein.


    Daß ausgerechnet ich hier die SPD verteidigen muß, ist schon zumindest "verblüffend". Ich halte Siggi Popp für nur wenig kompetent, Frau Schwesig für eine linksradikale Ideologin und Frau Fahimi für eine widerwärtige, fanatische Hetzerin. Die SPD als die große demokratische Partei des linken Spektrums wird aber auch derartige Subjekte überstehen. Jedenfalls wäre Deutschland ohne die SPD schlecht dran, ganz egal wie sehr ich persönlich ihre gegenwärtige Politik ablehne.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    Die Linken halte ich heute für so notwendig, wie vor 30 Jahren die SPD.


    Ein wahrlich bizarrer Vergleich. Die SPD hat trotz allen ideologischen Fragwürdigkeiten ("demokratscher Sozialismus") in 150 Jahren wohl unzweifelhaft ihre demokratische Zuverlässigkeit bewiesen. Von der Partei der Mauermörder kann man das nun wirklich nicht behaupten. Um so bedauerlicher ist es, daß sich thüringische SPD nun derart gegenüber der SED 2.0 prostituiert. Was Kurt Schumacher wohl dazu sagen würde?

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    Original geschrieben von Mozart40


    Und wie ich weiter oben schon schrieb, deutsche Bundeskanzler mit Nazi-Vergangenheit sind/waren doch auch kein wirkliches Problem. Was ist dann bei einem Alt-SED-Mitglied bei den Linken dann soviel anders?


    Der Hauptunterschied dürfte wohl darin bestehen, daß der von Dir angeführte Kurt Georg Kiesinger eben nicht als Mitglied einer Nachfolgeorganisation der NSDAP Bundeskanzler wurde. Das unterscheidet ihn eben von Herrn Ramelow, der sich nun als Mitglied der unmittelbaren Nachfolgeorganisation der SED anschickt, Ministerpräsident zu werden.
    Die NSDAP wurde 1945 mitsamt ihren Unterorganisationen verboten, das Parteivermögen wurde ebenso konfisziert wie das Privatvermögen ihrer führenden Funktionäre. Die SRP wurde 1952 als Nachfolgeorganisation der NSDAP samt ihrer Unterorganisationen vom Bundesverfassungsgericht verboten, ihre sämtlichen Mandate gestrichen, ihr Vermögen eingezogen und die Gründung von Ersatzorganisationen untersagt.
    Im Falle der SED ist man 1990 leider deutlich weniger konsequent vorgegangen. Die Partei wurde ebensowenig verboten wie ihre Unterorganisationen, man ließ zu, daß sie große Teile ihres zusammengestohlenen Parteivermögens in Sicherheit brachte und die Nachfolgeorganisation der SED, die bis 1989 an der innerdeutschen Grenze Menschen ermorden ließ, sitzt bis heute unter der Bezeichnung "Linke" unbehelligt in zahlreichen deutschen Parlamenten. Und um über den Charakter der SED/PDS/Linke gar keine Zweifel aufkommen zu lassen, sei hier nur noch erwähnt, daß die "Linke" nach eigener Einschätzung und gemäß einer Erklärung an Eides statt "rechtsidentisch" mit der SED ist:


    http://www.welt.de/politik/art…nachfolgerin-der-SED.html


    Vielleicht erkennst Du ja jetzt den Unterschied.


    PS: Nur am Rande sei übrigens noch angemerkt, daß die vorgeblich ja so "antifaschistische" SED ihrerseits keinerlei Probleme damit hatte, ehemalige NSDAP-Mitglieder nicht nur in in die Partei aufzunehmen, sondern sie auch zu Volkskammerabgeordneten, Ministern, NVA-Generälen oder DDR-Botschaftern zu machen.

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Niemand dürfte ernsthaft annehmen, dass die westlichen Atommächte nichts unternehmen würden, wenn Polen oder Deutschland in Gefahr wären. Das ist absolut ausgeschlossen.


    Nun ja, die Fürsorge der "westlichen Atommächte" für die Sicherheit Deutschlands war stets ein eher zweischschneidiges Schwert. Vermutlich erinnert sich hierzulande kaum jemand mehr daran, daß z.B. Frankreich seit Mitte der 70er Jahre über atomare Kurzstreckenraketen mit der Bezeichnug "Pluton" verfügte, deren Reichweite gerade 120km betrug und deren unbestrittener Zweck darin bestand, vorrückende Truppen des Warschauer Paktes auf deutschem Boden zu bekämpfen. Die letzten Exemplare des Nachfolgesystems "Hades", das aufgrund seiner Reichweite ebenfalls nur für den Einsatz auf deutschem Territorium gedacht war, wurden erst 1997(!) im Rahmen des START2-Abkommes zerstört.
    Unsere US-amerikanische Führungsmacht verfügte in Deutschland bis Ende der 80er Jahre über taktische Atomwaffen mit der Bezeichnung "Atomic Demolition Munitions", umgangssprachlich als "Atomminen" oder Tornisterbomben" bezeichnet, deren Sprengkraft von simplen 10t bis zu 15kt TNT (dies entspricht in etwa der Hiroshima-Bombe) reichte. Deren Zweck bestand darin, bei einem Rückzug der NATO-Streitkräfte strategische Ziele wie Brücken, Tunnel, Häfen, Flugplätze, Bahnhöfe u.ä. atomar zu vernichten und so den Vormarsch der Streitkräfte des Warschauer Paktes großflächig(!) zu behindern. Die Zahl dieser in Deutschland gelagerten Waffensysteme war zeitweise vierstellig, bis heute sind offenbar an älteren Brücken u.ä. bauliche Vorrichtungen zur Unterbringung dieser Atomwaffen zu finden.
    Man kann somit zusammenfassend sagen, daß die "westlichen Atommächte" stets bereit waren, Deutschland bis zum letzten Blutstropfen der deutschen Bevölkerung zu verteidigen und zu ihrem Vorteil aus unserer Heimat eine nukleare Wüste zu machen. Zu einer Zeit, als die einzige Alternative sowjetischer Totalitarismus war, mußten wir notgedrungen in Treue fest zu den "westlichen Atommächten" stehen, selbst wenn uns diese im Ernstfall ohne mit der Wimper zu zucken über die Klinge hätten springen lassen. Heute haben wir jedenfalls potentiell eine größere Bandbreite an Optionen.

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    Original geschrieben von Jimmythebob
    Die USA vielleicht nicht, aber es gibt ja noch ein paar Atommächte in Europa.


    Deshalb sprach ich auch vom Rhein und vom Ärmelkanal und nicht vom Atlantik. Das Territorium einer auch nur kleinen Nuklearmacht anzutasten und sie damit zum äußersten zu zwingen, würde sich Putin sicherlich tunlichst verkneifen. Der Mann ist kein Irrer. Daß sich Frankreich oder Großbritannien zum Schutz Polens oder Deutschlands auf einen nuklearen Waffengang mit Rußland einlassen würden, dürfte allerdings auch niemand ernsthaft annehmen.


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    Original geschrieben von Jimmythebob
    Im Übrigen bestätigt deine Argumentation meine persönliche These, warum es plötzlich so viele "Putin-Versteher" gibt.
    Aus Angst vor einem Krieg in Europa, möchte man den vermeintlich starken Russen milde Stimmen und ja alles unterlassen, was ihn provozieren könnte (sogar dein O-Ton).


    Bevor man es auch nur hypothetisch in Betracht zieht, sich auf eine militärische Auseinandersetzung einzulassen, ist man nun einmal gut beraten, die eigenen militärischen Potentiale realistisch zu analysieren. Und diese sind in Westeuropa im allgemeinen und in Deutschland im Speziellen eben nur noch in sehr geringem Maße vorhanden. Dabei ist der erbärmliche materielle Zustand der Bundeswehr sogar das kleinere Problem. Das ließe sich im Laufe einiger Jahre beheben. Deutschland befindet sich heute mental in einem noch traurigeren Zustand als die III. Republik am Vorabend des zweiten Weltkriegs. Jahrzehnte pazifistischer Indoktrination haben bei uns so tiefe Spuren hiinterlassen, daß es wohl mehrere Generationen dauern würde, diese wieder zu tilgen. Eine "niedliche Kriegsministerin", die der Ansicht zu sein scheint, daß Kitas, Flachbildschirme und mehr weibliche "Führungskräfte" das wichtigste für eine Armee sind, spricht da einfach Bände. Und wenn man nun einmal weder fähig noch willens ist, notfalls zu kämpfen, muß man sich eben daran gewöhnen von weniger weichgespülten Gesellschaften dominiert zu werden. Und genau das passiert uns eben gerade.


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    Original geschrieben von Jimmythebob
    Die Tatsache, dass Russland in höchstem Maße aggressiv vorgeht und zur Machterweiterung Mittel des finstersten 19 Jahrhunderts nutzt, wird entweder ignoriert oder schlicht so lange geleugnet, bis man es wahrscheinlich selber glaubt. Man fängt an mit zweierlei Maß zu messen, demokratische und selbstbestimmte Entscheidungen zu NATO-Mitgliedschaften von bestimmten Ländern als illegitim zu bezeichnen ("ist doch klar, dass Russland sich bedroht fühlt"), usw.


    Genauso haben die USA, England und alle Mächte auch zwischen '33 und '39 reagiert, weil nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf. Doch diese Appeasement-Politik ist gescheitert und sie würde auch bei Putin scheitern. Das wird von diesen Personen leider übersehen und so sind in deren Augen einfach alle Handlungen derer falsch, die aus der Geschichte gelernt haben. Das ist schade, aber psychologisch sicher zu erklären.


    Wir können ganz im Gegenteil froh und dankbar sein, daß es sich bei Putin eim einen klassischen nationalistischen Machtpolitiker handelt, der ganz im Stile des durchaus nicht so finstern 19. Jahrhunderts agiert und nicht um einen totalitären Ideologen, wie sie für das weitaus dunklere 20. Jahrhundert prägend waren. Putin will ein möglichst mächtiges Rußland, aber er will keine bolschewistische Weltherrschaft. Mit einem Machtpolitiker kann man notfalls verhandeln, wenn man zu schwach oder zu feige zum kämpfen ist, einem Ideologen kann man sich nur unterwerfen. Insofern hinkt Dein Vergleich mit der Appeasement-Politik der 30er Jahre nicht nur, sondern er sitzt im Rollstuhl. Und wir können froh sein, es nur mit einem Putin und keinem Stalin oder Hitler zu tun zu haben.

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    Original geschrieben von saintsimon
    Selten so einen uninformierten und widersprüchlichen Quatsch gelesen.


    Das hat möglicherweise mit Deinen offenkundigen Problemen beim Textverständnis zu tun.



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    Original geschrieben von saintsimon
    Du blendest krampfhaft aus, daß sich die Europäer ganz ohne irgendwelche amerikanische Einflüsterungen ganz objektiv durch Russland bedroht sehen, niemand sieht schon mal in Putins repressiver Feudalherrschaft in Russland und der Drohkulissen gegenüber ein Leuchtturm der Freiheit.


    Wenn Du Dich etwas anstrengst und das, was ich geschrieben habe, noch einmal durchliest (am besten ganz langsam), dann wirst Du möglicherweise erkennen, daß sich der Begriff "Leuchtturm der Freiheit" keineswegs auf Rußland, sondern auf die USA (allerdings zu einer anderen Zeit) bezog.


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    Original geschrieben von saintsimon
    Seit dem Einmarsch in Georgien und erst recht seit Putins wiederkehr gibt es immer wieder militärische Provokationen durch russisches Militär gegen Nachbarstaaten, z.B. durch eindringen von Militärflugzeugen in deren Luftraum und simulierte Angriffe. Auch die Militärübungen mit nuklearen Erstschlägen gegen Nachbarn wirken auf diese ziemlich abstossend.


    Gerade der bewaffnete Raubüberfall Russlands auf die Ukraine hat russische Unterschriften unter Verträge und Abkommen (budapester memorandum z.B.) wertlos gemacht und der nato noch mehr Zulauf verschafft.
    Finnland und Schweden verstärken nun erst recht ihre Zusammenarbeit mit der Nato - woraufhin den Russen nichts besseres einfällt, als mit dem 3. Weltkrieg zu drohen:
    http://www.defensenews.com/art…d-Against-NATO-Membership


    Auch hier scheinst Du von falschen Voraussetzungen auszugehen. Ich habe stets die Position vertreten, daß der hierzulande leider weit verbreitete Kinderglaube, Europa sei nach dem Zerfall des Warschauer Paktes zu einer Insel des ewigen Friedens geworden, brandgefährlich ist. Allerdings konnte keine der im Bundestag vertretenen Parteien der Versuchung wiederstehen, die vermeintliche "Friedensdividende" anderweitig zu verfrühstücken und die Bundeswehr bis zur Lächerlichkeit zu demontieren. Leider gilt das nicht nur für Deutschland, sondern in mehr oder weniger ähnlichem Umfang für fast alle europäischen NATO-Staaten. Daß es den Russen nicht verborgen bleiben würde, daß die europäischen Staaten in militärischer Hinsicht mit heruntergelassenen Hosen dastehen, war auch unschwer vorherzusehen. Putin hat richtig bemerkt, daß seine Truppen in zwei Tagen in Riga, Warschau und Bukarest sein könnten. Ich würde dem noch hinzufügen, daß sie bis zum Rhein und zum Ärmelkanal vermutlich auch nicht viel länger als eine Woche brauchen würden. Und zu glauben, daß die USA unter Obama wegen eines konventionellen russischen Angriffs auf Mitteleuropa einen Nuklearkrieg beginnen würden, halte ich auch für eher naiv. Diese Erkenntnis ist für mich allerdings ein Grund mehr, daß es aus deutscher Sicht nicht sehr weise wäre, Rußland für die geopolitischen Interessen der USA in der Ukraine weiter zu provozieren. Wer (militärisch) so schwach ist wie Deutschland, ist eben einfach nicht in der Position, dicke Backen zu machen. Vielleicht zieht aus dieser Situation ja auch die politische Linke in Deutschland, die an diesem Schlamassel ja die Hauptschuld trägt, endlich die Lehre, daß militärische Ohnmacht doch nicht ganz so erstrebenswert ist. Ich glaube es allerdings nicht.

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    Original geschrieben von saintsimon
    Nicht, daß ich viel von Dir halte, da Deine Sprüche meist von geringen Informationsgrad zeugen


    Angesichts Deiner ja legendären Omnieszenz trifft mich dies Urteil natürlich bis ins Mark. Ich werde die Gelegenheit nutzen, um in mich zu gehen und Selbstkritik zu üben.


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    Original geschrieben von saintsimon
    aber zeig uns doch mal, wo in der Original-Rede die Gewichtung hervorgeht, von der Medwedjew faselt?


    http://www.washingtonpost.com/…7-1a7368204804_story.html


    Weder Medwedew (noch ich) haben irgendwo von dieser "Gewichtung gefaselt", die Redaktion des Focus hat Obamas Rede so interpretiert, wie sie wohl die meisten des Lesens mächtigen interpretieren würden. Obama hat diese drei Punkte, wie Du möglicherweise in dem von Dir selbst verlinkten Artikel wirst feststellen können, in eben dieser Reihenfolge angesprochen. Ob er damit tatsächlich eine Gewichtung vornehmen wollte, entzieht sich meiner Kenntnis, möglicherweise sogar der Deinen. Sie überhaupt in einem Atemzug zu nennen, ist jedoch bestenfalls dumm, wahrscheinlich aber eher eine gezielte Provokation. Schließlich stehen Wahlen vor der Tür und die Demokraten haben ja schwer mit Obamas Schwächlings-Image zu kämpfen.


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    Original geschrieben von saintsimon
    Mal abgesehen davon, daß die russische Staatspropaganda sich gerne in Atomkriegs- und Vernichtungsphantasien ergeht, und dafür auch übt. Soweit ist die IS zum Glück noch nicht.
    https://www.youtube.com/watch?v=EkMT_oLempE
    "Russia is threatening to turn USA into radioactive ash"


    Letztlich sagt die "russische Staatspropaganda" eigentlich nichts anderes, als daß Rußland auf einen Angriff mit Nuklearwaffen mit einem nuklearen Gegenschlag reagieren würde und dies wohl auch erfolgreich könnte. Das finde ich nun, ehrlich gesagt, nicht allzu überraschend. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß die USA ihrerseits selbst unter ihrem Friedensnobelpreisträger-Präsidenten auf einen nuklearen Erstschlag seitens Rußland entsprechend reagieren würde. Aber das magst Du natürlich anders sehen.

    Eine Frauenquote ist - anders als etwa eine Behindertenquote, bei der ein objektiv vorhandener Nachteil ausgeglichen werden soll - nicht nur ein ineffizientes etatistisches Steuerungsinstrument, sondern letztlich eine Beleidigung für alle tüchtigen Frauen und Männer. Wer ernsthaft glaubt, daß moderne, gewinnorientierte Unternehmen ihre Personalentscheidungen nach dem Vorhandensein eines Y-Chromosons treffen würden, kann die Welt nur durch eine extrem ideologisierte "lila Brille" wahrnehmen. Und selbst wenn es so etwas noch geben sollte, würden sich die betroffenen Unternehmen langfristig selbst dadurch schädigen und irgendwann erledigen, wenn sie qualifiziertes weibliches Personal diskriminieren sollten. Keine Quote bestraft grundlos diskriminierendes Verhalten so effizient wie das marktwirtschaftliche System.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ist das Recht auf Paranoia nicht sogar in der amerikanischen Verfassung verankert?


    Sonst könnte dieses Phänomen wohl kaum eine so überragende Bedeutung in diesem Land gewinnen ... :rolleyes:


    Ich glaube ehrlich gesagt, daß das Problem weniger in der amerikanischen Verfassung begründet liegt, sondern viel mehr in der vollkommen unfähigen, linken Administration, die die Politik dieser großen Nation in den letzten Jahren derartig auf Abwege geführt hat. Angesichts der demographischen Entwicklung besteht allerdings wenig Hoffnung, daß die USA jemals wieder zu dem Leuchtturm der Freiheit werden, der sie über viele Jahrzehnte waren. Mittel- bis langfristig werden wir mit ähnlich erbärmlichen Präsidentschaften wie der Obamas zu rechnen haben und daher mit einer zunehmenden Athrophie der einzigen Supermacht unserer Tage. Es ist damit nur noch eine Frage der Zeit, bis die USA diesen Status entgültig einbüßen und darauf sollte man sich einstellen. Die USA werden niemals wieder die entschlossene westliche Führungsnation wie etwa unter Reagan werden. Daher wären wir wirklich mehr als schlecht beraten, unsere lebenswichtigen Beziehungen zu Rußland unter amerikanischen Druck unnötigerweise zu zerrütten. Um so unbegreiflicher ist es deshalb, warum sich gerade Frau Merkel derart zum Büttel einer inzwischen offenkundig weitgehend hilflosen US-Administration machen läßt. Da war ihr politischer Ziehvater Kohl schon vor 25 Jahren deutlich souveräner.