Beiträge von schmidt3

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    Original geschrieben von Timba69
    Wobei der Mindestlohn die Binnenkonjunktur nicht abwürgt. Im Gegenteil. Er wird nur gerne in der Riege der negativen Einflüsse genannt, weil es "logisch" für den Laien erscheint. Ist es aber nicht.


    So, so, der Mindestlohn würgt die "Binnenkonjunktur" nicht ab, das erscheint nur dem "Laien" logisch. Dann stellt sich letztlich nur die Frage, warum wir nicht richtig in die Vollen gehen sollten. Wenn der so gerne postulierte Nachfrageeffekt von Mindestlöhnen tatsächlich so durchschlagend sein sollte, warum beschränken wir uns dann auf Forderungen nach 8,50 oder 10€? Warum wird der Mindestlohn nicht gleich auf 50, 100 oder besser 500€ festgesetzt? Der Nachfrageeffekt wird uns dann doch sicherlich bald alle zu Millionären machen. Würde er vermutlich übrigens tatsächlich. Der Schönheitsfehler bei der ganzen Sache ist dann nur, daß die Frühstücksbrötchen auch bald 10, 20 oder 50€ kosten würden. Und daß das "Ersparte" der meisten "Normalverdiener" bald nur noch bestenfalls für ein nettes Abendessen reichen würde.


    Ein Mindestlohn kann prinzipiell nur zwei mögliche Effekte haben. Entweder er ist so niedrig, daß er (wie etwa in den USA) unterhalb des Gleichgewichtslohns liegt. Dann bewirkt er garnichts,sondern ist reine Symbolpolitik. Oder aber er ist so hoch, daß er den betreffenden Gleichgewichtslohn überschreitet. Dann vernichtet er Arbeitsplätze und ist gesamtwirtschaftlich ineffizient. Das ist schön für diejenigen, die einen der dann knappen und daher "überbezahlten" Arbeitsplätze ergattert haben, aber höchst unerfreulich für die, die arbeitslos auf der Straße stehen.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Naja, Mit Planwirtschaft hat der Mindestlohn nichts zu tun,da besteht schon ein Unterschied zur Energiewende.


    Du hast recht, der Mindestlohn ist keine Planwirtschaft, sondern tatsächlich noch wesentlich schlimmer als das. In einer Planwirtschaft versucht eine zentrale Planungsstelle die "optimalen" Produktionsmengen (sowie die damit verbundenen Faktoreinsatzmengen und "Schattenpreise") in einem rationalen Kalkül zu ermitteln. Dies scheitert naturgemäß stets an den damit verbundenen Informationsproblemen, kann aber immerhin als ein ernsthafter Ansatz betrachtet werden. Die mehr oder weniger willkürliche Festlegung eines einzelnen aber zentralen Preises unter vermeintlich sozialpolitischen Aspekten ist dagegen vollkommener Nonsens. Hirn kapituliert hier vor Bauch.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Da kann man Frau Merkel und die Union nicht ausnehmen. Der Grundstein für diesen falschen Entscheidungen in der Energiepolitik wurde allerdings schon durch rot-grün gelegt. Alle Altparteien die schon in Regierungsverantwortung tragen für die vermurkste Energiewende Verantwortung. Eine Energiewende ist grundsätzlich richtig, nur die Umsetzung ist totaler planwirtschaftlicher Murks.


    Was sollte bei einer Koalition der beiden großen sozialistischen Parteien denn anderes herauskommen, als planwirtschaftlicher Murks? Wie "Energiewende" (d.h. künstliche Energieverteuerung), Mindestlohn und Rente mit 63 die deutsche Konjunktur abwürgen, erleben wir ja gerade in Echtzeit. "Planwirtschaftlicher Murks" eben.

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    Original geschrieben von CK-187
    Ach du würdest für deine Freiheit, und dazu gehört u. A. die Freiheit zu glauben an was man will nicht in einen Krieg ziehen?


    Ich wäre bereit für meine Freiheit, für die Freiheit meiner Familie, meiner Freunde, meiner Nation etc. die Hälfte der Weltbevölkerung auszulöschen wenn es denn sein müsste. Und ich hätte dabei nicht mal ein schlechtes Gewissen. Das mag vielleicht nicht schön sein, aber lieber tu ich das, als versklavt zu werden.


    Freiheit ist das höchste Gut das wir (noch teilweise) haben. Und die sollte ganz weit über jedem Gesetz und der Leben derer stehen die uns diese Freiheit nehmen wollen.


    Hui, eine autochthone Kartoffel, die für ihr Recht auf Selbsterhaltung eintritt? Das "geht ja garnicht". Na dann bereite Dich mal auf einen ordentlichen "Shitstorm" vor.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Es mag schon sein das sowohl die tragenden Parteien der jetzigen Bundesregierung und auch die anderen etablierten Parteien nicht in allen Politfeldern immer überzeugende Konzepte vorlegen, aber bei der AFD findet man doch in keinerlei Hinsicht überzeugende Konzepte. Das aber unsere etablierten Parteien seit Bestehen der Bundesrepublik garnichts vernünftiges zu Stande gebracht hätten, ist mit Sicherheit auch falsch.


    Bleiben wir bitte bei meiner konkreten Frage nach der Kompetenz bezüglich der Währungspolitik, denn das ist für die AfD das entscheidende "Gründungsmotiv", wie es etwa die Anti-AKW-Bewegung für die Grünen war. Daher nochmals konkret meine Frage: Meinst Du wirklich, die Währungsunion in ihrer heutigen Form könnte dauerhaft aufrecht erhalten werden, ohne daß Deutschland permanent Transferleistungen in erheblicher Höhe an die lateineuropäischen Länder leisten müßte. Noch genauer gefragt: Wie soll es innerhalb des Euro-Raumes ohne die Möglichkeit von Wechselkursanpassungen zu einer Aktivierung der Leistungsbilanzen der südeuropäischen Länder kommen? Denn genau diese Frage entscheidet über die währungspolitische "Kompetenz" unserer Regierung.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Naja, aber die AFD wählen ist doch auch zu kurz gesprungen. Die spricht zwar heiße Eisen an, überzeugende Konzepte hat sie jedoch nicht zu bieten.


    Jetzt mal ohne Flachs, bist Du wirklich ernsthaft der Ansicht, unsere Bundesregierung hätte etwa in der zentralen Frage der Währungs- bzw. (in Merkel-Sprech) Eurorettungspolitik ein überzeugenderes "Konzept" als die AfD?

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    Original geschrieben von bernbayer
    Das will schon was heißen. Selbst die CSU, (Seehofer) gehen davon aus, daß sich die AFD dauerhaft als Partei etablieren wird. Vermutlich liegt er damit nicht falsch:


    http://de.reuters.com/article/…ews/idDEKBN0HG0E820140921



    Na dann scheint Herr Seehofer ja wenigstens noch nicht jeglichen Bezug zur Realität verloren zu haben. Laut der aktuellen Forsa-Umfrage liegt die AfD derzeit bundesweit bei 10% und wäre damit vor Linken und Grünen die drittstärkste politische Kraft in Deutschland.


    http://www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm