-
Zitat
Original geschrieben von Anja Terchova
Einige bei der AfD wollten sogar das Wahlrecht nur noch Personen mit einem gewissen Mindesteinkommen gewaehren - http://andreaskemper.wordpress…r-arbeitslose-abschaffen/
Radikaler geht es doch kaum mehr
Abgesehen davon, daß es zum besseren Verständnis sicherlich sinnvoll wäre, den Artikel von Herrn Adam vollständig zu lesen (dann käme vielleicht kein solcher Unsinn heraus), stellt sich mir allerdings doch die Frage, was daran jetzt "rechtspopulistisch" sein sollte. Wer eine solche Forderung aufstellt - was Herr Adam allerdings durchaus nicht getan hat - sollte in Anwesenheit von "Rechtspopulisten" besser Laufschuhe tragen.
-
Zitat
Original geschrieben von Robert Beloe
Ob Professoren das am besten beurteilen können, da habe ich wirklich große Zweifel. Die Geschichte des deutschen Professoren-Parlamentarismus und sonstiger politisch aktiver Professoren ist auch nicht gerade von großem Ruhm und sicheren Einschätzungen geprägt, im Gegenteil.
Deine Äußerungen sind wirklich ein schönes Beispiel dafür, wie hervorragend hierzulande der anti-intellektuelle Beiß-Reflex funktioniert. Das reicht von Dr. Göbbels' "Das Zeitalter eines übertriebenen jüdischen Intellektualismus geht nun zu Ende" bis zu Gerhardt Schröders "Dieser Professor aus Heidelberg".
Wenn Du allerdings ernsthaft meinst, daß die Lehrer, Beamten und Anwälte, die bisher im Bundestag ihrer Pension entgegen dämmern und teils Probleme haben, zu unterscheiden, ob sie nun über Millionen- oder Milliardenbeträge abstimmen, besser geeignet sind, über hochkomplexe währungspolitische Themen zu entscheiden, als Inhaber von Lehrstühlen für Makroökonomie, dann erübrigt sich eigentlich jede weiter Diskussion.
-
Zitat
Original geschrieben von Robert Beloe
Ich glaube eher, die AFD würde im Bundestag wahrgenommen werden als eine Gruppe skurriler besserwisserischer Professoren ohne Sinn für Pragmatismus, aber dafür mit einem Hang zur Polemik und zu Negativkampagnen.
Dass die AFD für das Wahlergebnis und insbesondere für das Abschneiden der FDP wichtig werden kann, glaube ich jedoch ebenfalls.
Wie die AfD im Bundestag "wahrgenommen" würde, ist meiner Einschätzung nach eher nebensächlich. Und die Tatsache, daß dann möglicherweise einmal auch ein paar Leute über die kommenden "Rettungsschirme" abstimmen würden, die fachlich und intellektuell in der Lage wären, ungefähr zu ermessen, was sie da tun, wäre meiner Einschätzung nach kein allzu großes Unglück.
-
Zitat
Original geschrieben von Anja Terchova
Die AfD hat doch nichts mit Mitte zu tun, sondern das sind marktradikale Rechtspopulisten - so wie Team Stronach in Oesterreich und Fidesz in Ungarn
Rechtspopulistisch und marktradikal? Das wäre jedenfalls mal ein erstaunlicher ideologischer Spagat. Vielleicht solltest Du Dich doch mal entscheiden, welche hohle Phrase Du dreschen möchtest.
-
Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Da spielen noch ganz andere Dinge eine Rolle, wie z.B. das Abschneiden der AFD. Selbst die Meinungsforscher sind sich da völlig unsicher. Eine sichere Prognose ist deshalb kaum möglich.
Ich denke sogar, daß das Ergebnis der AfD der eigentlich entscheidende Aspekt dieser Bundestagswahl sein wird. Der Einzug einer echten bürgerlichen Alternative in den Bundestag würde Frau Merkel dauerhaft ihr politökonomisches Erfolgskonzept verhageln. Wenn sie im bürgerlichen Lager eine Konkurrenz zu fürchten hätte, die im Gegensatz zur FDP nicht zwangsläufig für sie als Steigbügelhalter fungieren würde, müßte sie irgendwann aufhören, die Union unter Aufgabe ehemaliger "Grundsatzpositionen" immer weiter nach links zu führen. Wenn die AfD die 5%-Hürde nimmt, ist das das Ende des "Systems Merkel".
-
Aufreger
Zitat
Original geschrieben von saintsimon
Und das war damals vor 30 Jahren scheinbar noch kein Aufreger. Wie sich die Zeiten und Einstellungen ändern. Die Pädophilie-Debatte von Heute (inklusive Priester-Kritik) war damals nicht absehbar, ebensowenig wie die z.B. Homo-Ehe usw. Das mach Pädo-Geschichten nicht besser, aber zeigt eines die vielen Änderungen in der gesellschaftlich tolerierten Sichtweisen.
Ja und vor 80 Jahren war es scheinbar noch kein Aufreger, Leute aufgrund ihrer Religion zu entrechten und sie zu zwingen, mit einem gelben Stern herumzulaufen. Wie sich die Zeiten und Einstellungen ändern. Mit Deinem moralischen Relativismus kannst Du jede Untat rechtfertigen, die jemals als gesellschaftlich akzeptiert galt. Du argumentierst im Prinzip genau wie das durchschnittliche Ex-NSDAP-Mitglied anno 46.
Allerdings haut selbst diese Argumentation nicht hin. Denn in den 80er Jahren, die ich - vermutlich anders als Du - bewußt erlebt habe, galt Kindesmißbrauch in weiten Teilen der Bevölkerung wohl als noch abscheulicheres Verbrechen, als das heute der Fall ist. Nur in sektiererischen links-alternativen Kreisen war das anders.
-
Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Ich bleibe dabei: Die Grünen waren nie eine Partei, die der Pädophilie absichtlich Vorschub leisten wollte ... auch wenn sich das in Teilen so darstellen lässt.
Teil der Grünen Identität ist, dass Kinder gerade nicht für die Zwecke Erwachsener missbraucht werden. Ansonsten machten auch Forderungen nach einer weltweiten Eindämmung von Kinderarbeit keinen Sinn. Ich halte es für unlauter, Jürgen Trittin eine Befürwortung von Kindesmissbrauch zu unterstellen - auch wenn er insgesamt eine (auch parteiintern) nicht unumstrittene Person ist.
Rede es Dir ruhig schön, wahr wird esdadurch trotzdem nicht. Vielleicht erkennst Du ja den roten Danny (Cohn-Behndit), der uns hier von seinen "erotischen" Eskapaden mit Kleinkindern erzählt:
http://www.youtube.com/watch?v=M0qvkg2nzg8
Auch auf diesen Artikel möchte ich nochmals verweisen. Grüne Kreise solidarisierten sich mit einem ihrer Mandatsträger, dem die Vergewaltigung eines zweijährigen(!) Kindes vorgeworfen wurde. Hier ging es nicht um schmuddeligen Lolita-Sex (oder um Dich zu zitieren "kriminalisierte Liebesbeziehungen (sic!) von Erwachsenen mit Minderjährigen"), wie Du das in Deinen Beiträgen zu suggerieren versuchst, sondern um den knallharten kriminellen Mißbrauch von Kleinkindern.
http://www.faz.net/aktuell/pol…e-befreiung-12573910.html
-
Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Ein Rücktritt von Trittin ist längst überfällig. Gerade er trat stehts als Obermoral-Apostel auf , wenn es um Rücktritts-Forderungen bei anderen Politikern ging. Jetzt wendet er die selbe Salamitaktik wie andere Politiker auch an und gibt nur scheibchenweise soviel zu, wie ihn nachgewiesen wird und beruft sich auf Erinnerungs-Lücken. Er ist als Spitzenkandidat nicht mehr tragbar. Das Eingestehen von Fehlern genügt da nicht mehr und auch eine Entschuldigung reicht da nicht aus.
Sehe ich ganz genauso.
Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Es könnte ihn aber passieren das nach der Wahl seine Partei die Messer wetzt und seine Tage dann gezählt sind. Wo bleibt da die Ober-Empörerin Claudia Roth?
http://www.focus.de/politik/de…heuchler_aid_1102623.html
Das glaube ich allerdings nicht. Denn der Lobbyismus für pädosexuelle Straftäter ist ja nichts, was Trittin allein betrifft. Das war bei den Grünen zumindest in den 80ern allgemeine Parteilinie, was zu betonen, Trittin ja auch nicht müde wird. Daher wird ein "Putsch" gegen ihn wohl ausbleiben. Wer sollte ihn durchführen? Vielleicht Herr Beck? Eine Krähe hackt der anderen nunmal kein Auge aus.
-
Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Ich denke dieser Kommentar in der Zeit trifft den Nagel auf den Kopf:
http://www.zeit.de/politik/deu…rittin-gruene-paedophilie
Ganz und garnicht. Das ist der schlichtweg empörende Kommentar eines linksliberalen Blättchens, das Trittins Verfehlungen schönzureden versucht. Trittin war kein "junger Mensch", sondern 28 Jahre alt, als er die Legalisierung von Kindesmißbrauch mit seiner Unterschrift unterstützte. Soll so jemand ernsthaft die Möglichkeit erhalten, deutscher Vizekanzler zu werden?
-
Zitat
Original geschrieben von Sliders
Die Frage ist, ob man solche Ansichten verurteilen muss. Ich bin natürlich nicht für Sex mit Kindern, aber man muss ja auch die Ansichten von damals brücksichtigen! Damals war es halt noch "ok", so einen Vorschlag zu machen, denn wenn es nicht damals ok gewesen wäre, hätte es sicherlich eine groooooooße Welle gegeben, hat es aber nicht. Und was gestern ok war, muss heute nicht mehr so sein. Auch umgekehrt. Damals war die erste Herztransplantation tabu, genauso wie Homoehen. Heute ist das ok. Heute ist vielleicht Sex mit Mädels unter 14 (?) verboten, in 10 Jahren kann die Grenze um 1-2 Jahren sinken. Man darf Ansichten nicht so pauschal vergleichen. Was heute vielleicht tabu ist, ist morgen vielleicht ok. Aber ich würde jetzt nicht die grünen Politiker als Kinderschänder bezeichnen. Das geht doch zu weit.
Du argumentierst exakt so, wie es die Päderasten-Organisationen in den frühen 80ern getan haben: Im antiken Griechenland sei der sexuelle Mißbrauch von Jungen doch schließlich auch gesellschaftsfähig gewesen. Mag ja stimmen. Ist allerdings kein Argument. Denn sonst könntest Du genauso gut erklären, es sei eigentlich völlig, ok, Menschen bei lebendigem Leibe das Herz herauszureißen und sie dem Sonnengott zu opfern weil das auch schon einmal in einer Hochkultur "gesellschaftsfähig" war. Oder vielleicht ein paar Witwenverbrennungen? Gab es ja auch schon in Hochkulturen. Das ist moralischer Relativismus übelster Art. Denk vielleicht mal darüber nach.