Zitat
Original geschrieben von harlekyn
War auch nicht persoenlich gemeint, mir gehts nur um die Lesbarkeit. Ich wollte nen Teil deines Betrags zitieren, und dabei wurde mir dann nur ein leeres Feld angezeigt, da dein Beitrag aus einem einzigen grossen Zitat bestand 
Auch diese 80-85% sind nicht weiter spezifiziert. Lt. [url=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content50/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint.psml]Statistischem Bundesamt[/url] betrug die Gesamtbevoelkerung 2005 ca. 82,4 Mio. Davon sind ca. 11,6 Mio <= 15 Jahre und nochmal 15,8 Mio >= 65 Jahre. Bei der restlichen Gruppe wuerde ich bei den 80% in etwa zustimmen. Damit gibt es rund 44 Mio Mobilfunknutzer in Deutschland.
Wenn man die 80-85% auf die Gesamtbevoelkerung projeziert, muesste jeder zwischen 15 und 99 ein Handy besitzen. Und das ist faktisch ganz sicher nicht so 
harlekyn: Da ich es einfach nicht ertragen kann, wenn jemand ein größerer Erbsenzähler ist als ich selbst
, rechnen wir das Ganze jetzt nocheinmal genauer durch.
Laut statistischem Bundesamt betrug der Anteil der Handynutzer an derGesamtbevölkerung über 14 Jahren 2006 76%.
http://www.bfs.de/elektro/papi…n_Mobilfunk_2003_bis_2006
Kombiniert mit Deinen Bevölkerungsdaten bedeutet dies, daß es allein in dieser Gruppe (82,4 Mio.-11,6 Mio.)*0,76=53,808 Mio. Handynutzer gab. Hinzu kommen mindestens noch einmal 2 Mio Handynutzer unter 15 Jahren:
http://www.teltarif.de/arch/2007/kw32/s26795.html
Damit sind wir insgesamt bei rund 55,8 Mio Handyutzern. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind das also 67,7%. Die Anzahl der aktiven Simkarten in Deutschland hat, wie wir alle gelesen haben, gerade die Anzahl der Einwohner überschritten. Damit kommen wir also auf einen Wert von durchschnittlich etwa 1,5 Handykarten pro Handynutzer.
Oben hatten wir darüber diskutiert, ob mit den durchschnittlich 81 Gesprächsminuten pro Monat in 2006, die Anzahl pro Nutzer oder pro Karte gemeint seien. Du hast argumentiert, es könne nur die Anzahl pro Karte sein. Ich bezweifle das aufgrund der folgenden Zahlen sehr stark:
http://bitkom.de/files/documen…gespraeche_16.05.2007.pdf
Gemäß Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2006 insgesamt 57 Mrd. Gesprächsminuten mit dem Handy geführt. Dividiert man dies durch knapp 56 Mio. Handynutzer, so kommt man tatsächlich auf einen Wert von 85 Minuten pro Handynutzer und Monat. Dividiert man es dagegen durch die Anzahl der Sim-Karten, so kommt man (bei ca. 80 Mio. Sim-Karten) auf nicht einmal 60 Minuten pro Karte und Monat.
Aber vergessen wir diese Zahlen und folgen Deiner Argumentation, dann
kommen wir bei 1,5 Karten pro Nutzer und 81 Minuten pro Karte auf durchschnittlich knapp 122 Minuten pro Nutzer im Monat. (Dann müßten der Bundesnetzagentur allerdings fast 25 Mrd. Gesprächsminuten in den Mobilnetzen entgangen sein.)
Weiterhin hast du argumentiert, die Zahl der Gesprächsminuten habe aufgrund der Einführung von flatrates in den ersten Monaten dieses Jahres stark zugenommen. Nun gibt es Flatrates zwar schon seit gut 2 Jahren, so daß Dein Argument nicht besonders stichhaltig ist:
http://www.teltarif.de/arch/2007/kw31/s26738.html
Aber verfolgen wir es weiter. Um ein Beispiel zu wählen gibt etwa D2 an, im Geschäftsjahr 2006/2007 sei das Gesprächsaufkommen pro Kunde/ Karte (das ist im Falle von Wachstumsraten gleichgültg) um knapp 20% gestiegen sei.
http://www.portel.de/nc/nachri…7-mit-umsatz-von-803-mrd/
Nehmen wir weiterhin an, das sei in den letzten 5 Monaten (seit Ende März) dieses Jahres noch einmal gelungen und verwenden wir diese Zahl als Schätzer für den Gesamtmarkt. Dann kämen wir wirklich extrem großzügig gerechnet auf etwas mehr als 145 Minuten pro Nutzer und Monat, sagen wir der Einfachheit halber 150.
Vergleichen wir das jetzt einmal mit den Werten der TT-Umfrage. Berücksichtigt man alle dort angeführten Klassen mit ihren Untergrenzen(!) kommt man zu dem Ergebnis, daß der Durchschnitt (Stand heute 11:15) unter den TT-Nutzern bei mindestens 437 Minuten pro Monat liegt. Dabei wurde wie gesagt unterstellt, daß die 35% der Befragten, die sich in die niedrigste Klasse (0-60Minuten) einordnen, überhaupt nicht telefonieren. Dieser Wert liegt somit fast dreifach so hoch wie der Durchschnitt, der mit vielen Verrenkungen zugunsten Deiner Argumentation für die Gruppe der Handynutzer (nicht etwa der Gesamtbevölkerung) ermittelt wurde. Das allein legt schon sehr nahe, daß diese Umfrage - wie korrekterweise dort ja auch angegeben - in keinster Weise repräsentativ ist, weder für die Gruppe der Handynutzer und noch weniger für die Gesamtbevölkerung.
Kommen wir jetzt zum Anteil der "Exzessiv-Nutzer" mit mehr als 900 Minuten im Monat. Laut der TT-Umfrage beträgt deren Anteil gut 26% und sie verbrauchen durchschnittlich mindestens 1350 Minuten pro Monat (Jeweils zur Hälfte mindestens 900 und mindestens 1800 Minuten). Unterstellen wir einmal, daß überhaupt nur diese Gruppe telefonieren würde, dann könnte ihr Anteil an der Gesamtheit der Handynutzer allenfalls 11,1% betragen, damit sich für alle ein Durschnittswert von 150 Minuten pro Monat ergeben könnte. Das setzt allerdings voraus, daß die übrigen 89% garnicht mobil telefonieren. Gesteht man der Gruppe der "Nicht-Exzessiv-Nutzer" (>900 Minuten/Monat) einen bescheidenen Durchschnittswert von nur 30 Min./Mon. zu, so sinkt die maximal mögliche Größe der Gruppe der Viel-Nutzer auf 9,1%. Und nimmt man für die Gruppe der "Nicht-Exzessiv-Nutzer" einen Durchschnitt von 60 Min./Mon. an, dann sinkt die maximal möglich Gruppengröße der "Exzessiv-Nutzer" auf unter 7%.
Du siehst also, wie stark diese Umfrage systematisch verzerrt ist.
Das waren jetzt aber wirklich viele Erbsen 