Wir haben hier bei drei Festnetzrufnummern-Portierungen zu Vodafone Zuhause in letzter Zeit jeweils Bearbeitungszeiten von 4 Wochen aufwärts gehabt - damit ist ausschließlich der Vodafone-Teil an der Bearbeitungszeit gemeint.
Selbst die direkte Fachabteilung bei Vodafone sagt, sie kann nur chronologisch abarbeiten. Sprich: Die Faxe gehen wie alle bei Vodafone ankommenden Faxe in die OCR und werden, in diesem Fall durch die eigens für diese Anträge eingerichtete Fax-Rufnummer (0180) ohne weitere Vorsortierung direkt bei der Fachabteilung für die FN-Portierungen zur Sachbearbeitung eingereiht.
Nach meinem aktuellen Informationsstand werden die gefaxten Formulare das erste Mal von einem Mensch gelesen, wenn sie an der Reihe sind und bei einem Sachbearbeiter auf dem Bildschirm landen, vorher existiert dein Fax nur als anonyme Datei in der Warteschlange. Da die entsprechende Fachabteilung aber heillos überfordert ist, können bis zu diesem Punkt aktuell 4 Wochen und mehr verstreichen. Dieser Sachbearbeiter erfasst dann aber auch unmittelbar die Portierung, wenn die Unterlagen korrekt sind, und ab diesem Zeitpunkt kann die Hotline dann auch den Vorgang sehen.
Heißt: Jede Nachfrage, ob Unterlagen schon eingegangen sind, ist sinnlos. Vor ca. 4 Wochen nach Faxeingang sieht, nach den Infos die ich bekommen habe, wirklich kein menschliches Auge dein Antragsformular, somit weiß auch noch niemand, daß du einen Antrag gestellt hast.
Die auf den Formularen angegebene 0180-Rufnummer soll genau in die richtige Abteilung führen. Auch Abgabe des Formulars im Shop oder Einsenden des Faxes an andere Fax-Nrn. von Vodafone könne nichts beschleunigen, da die Faxe am Ende immer an die gleiche Stelle weiterverteilt würden, wo sich der Flaschenhals befindet.
D.h. selbst wenn du jetzt ein Schreiben mit dem Portierungsauftrag im Anhang aufsetzt und darin um Eingangsbestätigung bittest, dies an das reguläre Kundenbetreuungs-Fax schickst (wo der allgemeine Eingang innerhalb einiger Tage abgearbeitet wird), wirst du deine Eingangsbestätigung schon (wohl kurz per Rückruf) bekommen, gewinnst dadurch aber auch keine Zeit, weil dein Fax danach mit allen Faxen, die direkt an die spezielle Nr. gingen, in die selbe chronologische Warteschlange geschubst wird.
Auch die vielen Doppelfaxe der Kunden würden wohl den Bearbeitungsrückstand insgesamt weiter verschlimmern...
Wenn die Portierung erfasst wurde erfährst du das durch Vodafone in Form der schriftlichen Mitteilung des Portierungstermins per Post bzw. entsprechende Kündigungsbestätigung durch den Altanbieter. Ab diesem Zeitpunkt sieht natürlich auch die Hotline die Portierung im System.
Sollte es jetzt Probleme wegen Kündigungsfristen geben:
Es ist nicht gesagt, daß mit einer eigenmächtigen Kündigung bei deinem Altanbieter eine Festnetzrufnummernportierung nicht mehr möglich ist. Manche Anbieter hätten das gerne und handhaben es auch so. Anderen Anbietern ist es ziemlich egal, solange in der Restlaufzeit noch ein Portierungsantrag eingeht, wird der bearbeitet.
Wegen der paar Anbieter, die auf die verfahrensweise "Kündigung zusammen mit Portierungsauftrag" bestehen, darunter die Telekom..., ist die grundsätzliche Empfehlung, lieber nicht selbst zu kündigen, natürlich erstmal richtig.
Im Sonderfall wie hier, wenns beispielsweise zeitlich knapp wird, einfach beim abgebenden Anbieter bestätigen lassen, ob die Rufnr. auch rausgegeben wird, wenn durch den Kunden selbst gekündigt wurde, bei positiver Antwort mit Bezug darauf kündigen, um nochmalige Bestätigung auch wegen der Portierung bitten und dann sicherstellen, daß der neue Anbieter auch innerhalb der Restlaufzeit den Portierungsantrag stellt!
Edit:
Wenn alles in die Hose geht, und ihr nun durch die langen Bearbeitungszeiten bei Vodafone länger als gewollt in Altverträgen festhängt, meldet euch bei Vodafone und versucht eine individuelle Lösung zu finden.