Nur mal in aller Kürze:
Es ist nicht die Bahn, die streikt, sondern die GDL.
Die GDL hat eine Forderung gestellt, die Bahn hat ein Angebot gemacht. Nun will aber die GDL nicht verhandeln, sondern fordert verhandlungsfähiges Angebot. Warum fordert nun die Bahn keine verhandlungsfähige Forderung?
So ein Lokführer hat schon eine wahnsinnig große Verantwortung: Ständig schauen, dass er sauber seine Spur hält, dass er die korrekte Höhe über der Schiene einhält, dass er nicht falsch abbiegt, hat Stress weil ihm sein Chef Zeitdruck macht, und er bei der nächsten Polizeikontrolle seinen Fühererschein verliert. Und wieder mal Stau auf dem G7 ist, und auf der Umgehung G81 ein Unfall. Einfach nur lachhaft, siehe Vergleiche mit LKW- und Busfahrern. Ich glaube nicht, dass Lokführer in der Lok übernachten müssen...
Zur Sache mit dem Überwachen der Strecke: So ein Zug hat bei 130km/h einen Bremsweg von 2km, ich halte bei den meisten Hindernissen auf der Schiene ein Bremsen sogar für den falschen Weg, die Loks bräuchten einfach einen speziellen Rammschutz, und vor den Radkränzen noch einen Schutz gegen kleinere Hindernisse auf den Schienen. Man sollte die kinetische Energie einer 100-Tonnen-Lok nicht unterschätzen. Heutzutage dürften Kameras bei so einer einfachen Aufgabe sogar schon besser sein, und sei es nur, um in der Leitzentrale Alarm auszulösen, und das aktuelle Bild auf den primären Überwachungsmonitor zu schalten.
Auch andere haben es schon erkannt: Man darf einen Arbeitnehmer nicht danach beurteilen, was er für einen Schaden anrichten kann. Der Hausmeister eines Wasserwerks könnte ja auch den Trinkwasserhahn zudrehen.
Hans-Jürgen