Natürlich klaut "die Post" - oder besser Mitarbeiter dort. Insoweit ist es nicht anders als überall sonst im Leben.
Das Problem ist nur, die Post behandelt die Zustellung unversicherter Sendungen als reine Kulanzleistung, auf die der Empfänger (der ja in ihren Augen nicht mal Kunde ist, weil ja nicht Vertragspartner) keinen Anspruch hat. "Jaaa, wenn Sie hätten sicher gehen wollen, dass es auch ankommt, hätten Sie halt per Paket verschicken müssen! Und was heißt hier, das Paket ist nach einer Woche noch nicht da? Warten Sie halt noch ein wenig - wenn Sie es unbedingt schnell haben wollten, hätten Sie es halt per Express verschicken müssen..." - kennen wir das nicht alle irgendwie?
Bei mir werden Päckchen inzwischen auch nur in den Hausflur (12-Parteien-Haus) geschmissen - ist denen doch egal. :mad:
Und vorher aus Päckchen was rauszuholen ist selbstredend nicht erlaubt, und ich gehe auch Wetten ein dass hausintern da die Fristlose drauf steht, wenn man erwischt wird. Aber - wie groß wird das Risiko schon sein? Bei den vielen Händen, durch die so ein Teil geht...
Insofern haben die anderen Versender in der Tat den immensen Vorteil, grundsätzlich nur versichert zu befördern. Zusammen mit dem online-tracking an X Punkten im Prozess erhöht das das Risiko für den Langfinger schon bedeutend - die Mitarbeiter haben sicher die Verpflichtung, Beschädigungen umgehend zu melden, wenn sie ihnen auffallen. Dadurch kommt der letzte, bei dem das Teil vorbei kam zwangsnotwendig in Erklärungsnöte, denn die Registrierung an seinem Punkt (z.B. Sammellager, Transport zum Flieger etc.) ist ja quasi eine Erklärung, dass Teil sei in Ordnung gewesen...
Andererseits - bei näherem Nachdenken fällt mir auch außerhalb der Post grad keine Situation ein, bei denen man völlig unbekannten Menschen Wertgegenstände ohne Quittung in die Hand drückt und dann davon ausgeht, sie unversehrt wieder zu bekommen... 