Beiträge von diger

    Generell nervt mittlerweile die Werbung, wo gesungen wird. Man hat das Gefühl, das die Werbefirma auf der Strasse irgendwo eine Pubertierende entführt und der einen Text und eine 45er vor die Nase hält. "Und los jetzt, singen..."


    Telekom und T-Mobil sind da die schlimmsten derzeit (Mit grauen denke ich da an den grauenhaften T-Mobile Spot, wo so ein Spinner im Stau steckt und so eine Tussi ins Handy quäkt). Aber die neue Ford Ka Werbung animiert auch zum sofortigen Ton ausschalten.

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Hast du im Kino den Film in Originalton und deutscher Synchronisation? Oder kannst du das Kino überall hin mitnehmen, im Zug auf den Tisch stellen und die Zugfahrt zu unterhalten? Oder hast du im Kino schon mal den Film angehalten, um kurz aufs Klo zu gehen und noch ein bisschen Popcorn zu holen? Genauso wie Heimkino-Träger (DVDs) bieten auch elektronische Bücher einen Mehrwert. In Zukunft vielleicht umso mehr (elektronisch durchsuchbare Bücher, etc.)


    Kino kann man bis heute nicht "mitnehmen" und wird es auf absehbarer Zeit auch nicht können (zumindest es noch kortikale Implantate gibt :D ). Sicherlich kann man einen Film auf einem Briefmarken-TV im Zug sehen. Aber das hat mit Kino nichts, aber auch rein gar nichts gemeinsam.


    Und genau hier liegt das Verständnisproblem. Wenn ich einen Film schauen will, kann ich die Glotze anmachen. Kino ist aber mehr. Es geht dabei um das ganze Erlebnis. Wenn ich ins Kino gehe, will ich weder den Film anhalten können (Wenn Du auf einer Achterbahn bist, willst Du die auch anhalten können? :confused: ) noch ständig den Saal verlassen, um z.B. auf die Toilette zu gehen.


    Und das ist mit einem Buch genau das selbe.


    Wenn ich allerdings so einige Kinobesucher so sehe, die WÄHREND des Filmes mit dem Handy telefonieren oder SMS schreiben. Dann habe ich schon welche gesehen, die mit einer Spielkonsole (selbstverständlich in voller Laufstärke; es könnte ja sonst sein, das selbst in der letzten Reihe das jemand nicht mitbekommt :mad: ) rum hantieren, natürlich auch während des Tones. Auch scheint das Kino zum Speisesaal mutiert zu sein. Das noch keiner dort einen Picknick Korb ausgepackt hat, ist doch alles.


    Und hier liegt glaube ich das Problem. Viele können weder den "Wert" (nicht den finanziellen) eines guten Buches zu schätzen wissen, noch was ein schöner Kino Besuch ausmacht "*Ey alder was soll isch im kino, den hab isch doch schon vor ewigen zeiten im internet geladen und auf'm handy gesehen*).


    Und so wie diese Spielzeuge, die irgendwelche Filmchen im Zug abspielen können, nichtz das Kino ersetzen können, können diese Spielzeuge, wo man irgendwelche Textchen lessen kann, ein gutes Buch ersetzen.

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Nö.


    Doch :D


    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Dagegen der Reader:
    - Er liest sich so gut wie Papier.
    - Er ist kleiner und leichter als ein Papierbuch.
    - Er ist vielseitiger als ein Papierbuch (= viele Bücher in einem)


    Also bis die Displays endlich wirklich so gut sind, wie Papier, wird es noch was dauern. Die Displays sind zwar gut geworden, aber zum stundenlangen schmökern immer noch nicht zu gebrauchen.


    Und leichter waren die Dinger, die ich bisher in der Hand hatte, nicht wirklich. Und was nervte. war die Bedienung; alles viel zu sehr verspielt. Und man fängt mal wieder an irgendwelche Spielereien einzubauen, die im Grunde keiner braucht.


    Und dieser "Vorteil" alles in einem Gerät zu haben, ist bei Verlust des selben ganz super. Wo ich jetzt ein Buch verliere, verliere ich dann direkt einen großen Wert an Büchern.



    Irgendwann ist klar, das habe ich ja auch nicht abgestritten. Nur das wird noch etliche Jahrzehnte dauern.


    Erstmal muß ein Standard her, das wird schon ein paar Jahre dauern. Dann müssen die ganzen technischen Unzulänglichkeiten weg. Dann sind die ersten 15 Jahren schon vorbei.


    Und dann muß das "Kopfproblem" noch beseitigt werden (So ähnlich wie mit Automatik im Auto; da haben ja immer noch viele Menschen ein Kopfproblem mit).


    Aber den Durchbruch wird unsere Generation nicht mehr erleben.

    Ich stelle mir gerade ein Candlelight Dinner mit einer Frau vor. Als Kerzen kommen diese LED Teelichter in Frage, die Blumen sind aus Plastik, es gibt billiges Plastikgeschirr und das Essen kommt aus der Mikrowelle.


    So ähnlich ist es, wenn man anstatt einem guten Buch aus Papier, sich mit einem eBook zurück zieht. Denn das lesen eines Buches ist nicht nur die Aufnahme von Text. Da ist schon mehr.


    Für Zeitschriften, Tageszeiten, Infoschriften, etc. ist das was anderes. Da würde sich das ggf. lohnen. Andererseits wenn ich mir überlege, wie oft es vorkommt, das ein Kollege fragt ob er sich mal meine Zeitschrift ausleihen darf. Oder mal eben eine Kopie eines Artikels. Das fällt ja dann alles flach. Wer verleiht denn schon sein eBook, wo ja alle Bücher drauf sind. Und dank DRM wird der Rest nicht möglich sein.


    Dazu noch die ganzen technischen Unzulänglichkeiten und inkompatibilitäten der eBooks untereinander... Also wenn man sich vergleichbares anschaut, so wird das wirklich noch 2 Menschengenerationen dauern, bis das eine Akzeptanz findet. Die Jugend muß quasi damit aufwachsen und den Wert eines guten alten Buches erst gar nicht kennen lernen.

    Natürlich "funktioniert" das Gerät (zumindest eine Zeit lang) auch am Pool oder Strand... :confused: :)


    Nur ich frage mich gerade, ob so ein eBook beim letzten Pool Besuch die "Arschbombe" von so einem Komiker am Beckenrand überlebt hättte??? Mein Buch hatte ich einfach zwei Tage auf dem Balkon in die Sonne gelegt und gut war.


    War übrigens eine rhetorische Frage; natürlich wäre dann das eBook kaputt gewesen. Und wenn man Pech hat, und je nach dem wie das DRM dann läuft, die Bücher auch.


    Sowas hatte ich bei einem Handy mal. Fleißig Musik gekauft und nur eine neue Firmware aufgespielt. Das war es. Und der Anbieter hat es nicht vorgesehen, die DRM Files nochmals zu laden. Das war das letzte DRM geschützte Werk gewesen, was ich gekauft habe.


    Und dieser Mist werden wir bei den Büchern jetzt wieder erleben.


    Quelle: http://www.csu.de :D

    Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Nenne mir bitte mal einen Grund, warum ich mir des Abends so ein Ding ins Bett legen sollte, um darin zu lesen! Da präferiere ich dann doch lieber ein gutes, altes Buch!
    Finde ich persönlich viel gemütlicher..........


    Mal ganz abgesehen davon (und so sehe ich das ja auch).


    Wenn mir mein Buch von der Bettkante auf den Steinboden knallt, gibt es nicht mal ein Eselsohr. So ein Buch kann ich einfach in den Koffer packen, da bricht kein Display. Am Strand kann ich so ein Teil auch benutzen, da Sand kein Problem ist. Läuft mal Wasser drüber, macht das auch nichts. Wenn meine Katzen mal wieder auf Tour sind, und alles mögliche vom Tisch schubsen (sie lieben das), hebe ich das Buch halt wieder auf, so ein eBook macht das nicht oft mit.


    Ganz abgesehen von diesem derzeitigem ganzen DRM Blödsinn, und das ganz ohne Standard. Und da es mittlerweile mehrere eBooks mit unterschiedlichen Standards gibt, braucht man auch alle, falls man einen sehr breit gefächerten Geschmack hat.


    Wenn die Akkus leer sind (auch wenn sie sehr lange halten, dann aber sind sie immer gerade dann leer, wenn sie gebraucht werden), war es das. So ein Buch kann man auch mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lesen.


    Die Teile sind im Grunde so empfindlich, wie ein Notebook. Und so ein Teil wird wohl niemand im Schwimmbad nähe des Beckens nutzen, oder am Strand in den Sand legen, oder, oder, oder...


    Und Bücher sehen im Regal auch deutlich besser aus, als so ein Spielzeug.


    Mir fallen noch dutzende Gründe ein, warum sich eBooks so schnell nicht durchsetzen werden. Und sie werden sich überhaupt nicht durchsetzen, so lange sich kein Standard etabliert hat, die Preise so dermaßen hoch sind und die eigentlichen "Bücher" nur geringfügig preiswerter sind (Raupkopien zähle ich jetzt mal nicht).


    Und niemand hat sich Gedanken gemacht, was Jahre später ist. Ich kann selbst die 60 Jahre alten Bücher meines Vaters lesen. Ich bezweifle das eBooks von heute, in 30 Jahren noch zu gebrauchen sind.


    Interessant ist sowas z.B. für Techniker, die die ganzen Manuals heute teilweise als Meterware im Auto haben. Aber oftmals haben die auch einen Notebook, und brauchen das dann auch wieder nicht.


    Nee, die Teile sind eine schöne Spielerei und sicherlich wird es dafür auch einen großen Markt geben. Aber das wird garantiert noch zwei bis drei Generationen (Bezogen auf die Menschen, nicht Geräte) daueren.


    Möglicherweise wenn die eBooks mal 50,- EUR kosten und besser und hochwertiger verarbeitet sind, und vo allem stabiler (also z.B. mit flexiblen Display als eine Art Folie, die man biegen und knicken darf) könnte man diese für Zeitschriften und Zeitungen nutzen, die nicht so eine lange Lebenszeit haben, wie Bücher.


    Das Thema eBook ist ja nun auch nicht neu, das krebst ja schon seit Jahren rum. Aber ausser Techniker affinen Menschen interessiert sich niemand dafür. Klar finde ich das auch eine nette Spielerei, aber mehr auch nicht.