Jeder soll von mir tun oder lasse, was er will. Das kann er auch keine als sein Persönlichkeitsrecht ansehen.
ABER (ein ganz großes ABER): Er darf bei der Ausübung seiner Entfaltung jeglicher persönlichen Vorlieben KEINEN ANDEREN schädigen.
Und leider steht das im Widerspruch zum Rauchen (inkl. Kiffen). Wenn sich am Nachbartisch jemand eine Flasche Whisky aus ex reinzieht, so ist das nicht toll, aber meine Leber interessiert das nicht. Selbst wenn der sich eine Pferdespritze voller Heroin rein zieht, so stört mich das nicht (lassen wir mal moralische und gesetzliche Dinge aussen vor).
Wenn am Nachbartisch aber jemand dafür sorgt, das meine Lunge kaputt geht, dann kann ich das nicht für gut befinden. Und das ist das Problem am Rauchen. Es gibt vieles, was nicht sein müsste oder sogar sollte.
Wir würden es denn die Raucher finden, wenn jemand durch die Gegend rennt, und Leute mit einem kleinen Messer anritzt (es gibt ja so Leute, die sich Muster in die Haut ritzen; ich meine jetzt kein Tatoo komme aber nicht auf den Namen). Das kann man mit Rauchen gleich setzen.
Und kommt mir jetzt nicht mit damit, das man das ja wohl nicht vergleichen könnte. Da will doch nur jemand sein Persönlichkeitsrecht ausüben, mehr nicht. Das ist doch wohl sein verdammt gutes Recht.
Und das Problem in den Lokalen sind weniger die Gäste, sondern viel mehr die Angestellten. Da wird in den Büros ein riesen Theater gemacht, wenn ein Bildschirm nicht im richtigen Winkel zum Fenster aufgestellt wird, oder ein Tisch 5cm zu nah an einer Wand steht, etc.
Aber in Lokalen sollen sich die Angestellten es sich gefallen lassen, sich die Gesundheit zu ruinieren. Und das Argument, dann sollen sich diese einen anderen Job suchen, ist lächerlich (dieses Argument wird ja gerne für alles hergenommen).
Ich bin kein radikaler Nichtraucher, sondern kann die Leute einfach nur verstehen, die etwas dagegen haben, unter der persönlichen Entfaltung anderer Leiden zu müssen.